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Stahlrumpf am Hausboot: wann Dickenmessung und Unterwasserprüfung anstehen
Kurze Antwort
Für private Hausboote gibt es keinen fixen Termin, aber ein älterer Stahlrumpf gehört regelmäßig aus dem Wasser und mit Ultraschall vermessen. Spätestens vor dem Kauf, vor einer neuen Polizze und bei auffälligen Anoden oder Blasen im Anstrich.
An der Donau in Wien, Tulln oder Linz und an manchen Seen liegen Hausboote mit Stahlrumpf oft viele Jahre am selben Platz, ohne je an Land zu kommen. Solange die Beschichtung dicht ist, hält Stahl sehr lange. Was unter der Wasserlinie geschieht, sieht aber niemand: Rost wandert unter Blasen im Anstrich weiter, Streuströme über den Landstrom oder von Nachbarbooten verzehren zuerst die Opferanoden und dann den Rumpf, und innen rostet es in der Bilge unter Ballast und Bodenaufbauten. Häufig wird ein dünn gewordener Rumpf erst bemerkt, wenn er an einer Stelle nachgibt.
Eine gesetzliche Frist für private Hausboote besteht in aller Regel nicht. Versicherer und Sachverständige wollen bei älteren Stahlrümpfen trotzdem wissen, wie es um den Stahl steht, und das zeigt ein Gutachten mit Ultraschall-Dickenmessung an vielen Punkten: Wasserlinie, Kimm, Boden, rund um die Seeventile. Anlass dafür sind der Kauf eines gebrauchten Hausboots, der Wechsel zu einer neuen Polizze, Anoden, die auffallend schnell weg sind, Blasen im Anstrich oder Rostfahnen. Viele Eigner holen das Boot zudem in festen Abständen aus dem Wasser, um es zu reinigen und neu zu beschichten; ein Taucher kann dazwischen Anoden und Anstrich kontrollieren.
Legen Sie die Prüfung deshalb selbst fest, bevor ein Leck es tut. Lassen Sie sich im Gutachten die gemessenen Wandstärken samt Messpunkten geben, nicht nur ein Gesamturteil, dann sehen Sie beim nächsten Termin, wie schnell der Rumpf abnimmt. Kontrollieren Sie die Landstromanlage: Ein Trenntrafo oder ein galvanischer Trenner hilft gegen Streuströme. Und heben Sie Rechnungen für Anoden, Beschichtung und Messung auf. Wer nach einem Wassereinbruch belegen kann, dass der Rumpf gepflegt wurde, hat es leichter, wenn die Frage im Raum steht, ob Rost oder ein Unfall die Ursache war.
Zum Merken
Anstrich
Blasen, Rostfahnen, rasch verbrauchte Anoden zeigen das Problem
Wandstärke
nur die Ultraschallmessung sagt, wie viel Stahl noch da ist
Lassen Sie den Rumpf messen, bevor ein Leck die Frage beantwortet.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Stahlrumpf vermessen werden?
Einen fixen Termin für private Hausboote gibt es in aller Regel nicht. Sinnvoll ist eine Messung vor dem Kauf, vor einer neuen Polizze und bei Auffälligkeiten wie rasch verbrauchten Anoden oder Blasen im Anstrich. Ältere Rümpfe sollten in festen Abständen an Land.
Was schaut sich der Sachverständige an?
Er misst mit Ultraschall die Wandstärke an vielen Punkten, prüft Anstrich, Schweißnähte, Anoden und Seeventile und sieht sich die Bilge von innen an. Verlangen Sie die Messwerte mit den Messpunkten.
Warum rostet ein Rumpf wegen des Landstroms?
Über die Schutzleitung des Landstroms können Streuströme fließen, die erst die Anoden und dann den Rumpf angreifen. Ein Trenntrafo oder galvanischer Trenner in der Zuleitung senkt dieses Risiko.
Beratung deutschlandweit: NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen bei Berlin, telefonisch unter +49 3375 29 12 77, per E-Mail an info@nammert.com und über WhatsApp. Wir betreuen Bootseigner in Deutschland, Österreich und Spanien.
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