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Niedrigwasser an der Donau: das Boot sitzt auf
Kurze Antwort
Der Schaden durch das Aufsitzen ist ab Basis Plus als Unfall versichert. Anders als eine Tide kündigt sich ein fallender Pegel wochenlang an. Wer trotz Ansage untätig bleibt, riskiert eine Kürzung wegen grober Fahrlässigkeit.
An der Donau gehört ein fallender Pegel zum Sommer. Wochen ohne Regen im Einzugsgebiet, dazu die Schneeschmelze längst vorbei, und die Wasserstandsnachrichten zeigen über Tage nach unten. In den Häfen und Buchten abseits der Fahrrinne heißt das: Das Boot liegt irgendwann nicht mehr, es steht. Auf den Seen ist es dasselbe Bild in klein, am flachen Neusiedler See nach einem trockenen Frühjahr deutlicher als in den tiefen Salzkammergutseen, wo der Pegel kaum spürbar wandert.
Versicherungstechnisch bleibt das ein Kaskoschaden. Aufsitzen, Grundberührung und Kippen samt der Folgen an Ruderblatt, Welle und Saildrive gehören in die Vollkasko. Die Teilkasko, die Witterungen wie Sturm, Brand und Blitz trägt, hilft in dieser Lage nicht weiter. Und die Polizze sollte ganzjährig laufen: An den Alpenflüssen liegt der niedrigste Stand nicht nur im Spätsommer, sondern auch mitten im Winter, wenn der Niederschlag im Einzugsgebiet als Schnee liegen bleibt und nicht abfließt. Eine Saisonlösung mit Pause lässt genau diese Monate offen.
Dem steht eine Obliegenheit gegenüber. Das VersVG verlangt vom Versicherungsnehmer, das Zumutbare zu tun, damit ein Schaden gar nicht erst entsteht oder klein bleibt. Bei einem seit Wochen fallenden Pegel heißt das: Wassertiefe am Liegeplatz messen, mit Tiefgang plus Sicherheitsabstand vergleichen, rechtzeitig an einen tieferen Platz verlegen oder kranen lassen. Bei grober Fahrlässigkeit kürzt der Versicherer nach unseren Bedingungen nach der Schwere des Verschuldens. Ab Basis Plus verzichtet der Versicherer bis 25 Prozent, im Premium bis 50 Prozent der Versicherungssumme auf die Kürzung, außer bei Diebstahl, Alkohol oder Drogen. Rufen Sie an, bevor etwas passiert, dann ist festgehalten, dass Sie gehandelt haben: +49 3375 566 75 05.
Zum Merken
Gedeckt
ist ab Basis Plus der Schaden, den das Aufsitzen anrichtet
Angesagt
ist der fallende Pegel Wochen vorher
Ein Hochwasser kommt über Nacht, ein Niedrigwasser mit Vorlauf. Genau dieser Vorlauf macht das Zusehen zum Thema.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Ist es gedeckt, wenn das Boot am Liegeplatz aufsitzt?
Aufsitzen, Grundberührung und Kippen samt Folgeschäden an Ruder, Welle und Saildrive gehören in die Vollkasko. Die Teilkasko mit ihren Witterungen greift hier nicht.
Der Pegel fällt seit Wochen, muss ich etwas tun?
Ja. Sobald absehbar ist, dass die Wassertiefe unter Tiefgang und Sicherheitsabstand fällt, ist Verlegen oder Kranen zumutbar und damit geschuldet. Wer bis zum Aufsitzen zusieht, riskiert den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit und damit eine Kürzung der Leistung.
Zahlt der Versicherer den Kran, damit nichts passiert?
Das hängt vom Zeithorizont ab. Sinkt der Pegel nur langfristig, ist das Verlegen Ihre eigene Vorsorge. Steht die Grundberührung unmittelbar bevor, sind Aufwendungen zur Abwehr des Schadens nach dem Grundsatz der Rettungskosten erstattungsfähig, auch wenn sie am Ende erfolglos bleiben. Vorher anrufen, dann halten wir die Freigabe fest.
Und der Motor bei niedrigem Wasserstand?
Im flachen, warmen Wasser saugt der Seewasserfilter mehr Schwebstoffe und Pflanzenteile an, ein trocken gelaufener Impeller zerstört den Wärmetauscher. Der Schaden am Antrieb selbst ist möglicherweise ein Fall für die zubuchbare Maschinendeckung ab Basis Plus. Sie gilt für Maschinen bis zehn Jahre, die nach Herstellerangabe von einer Fachfirma gewartet wurden, etwa bei einem Bedienungsfehler. Die Kaskodeckung allein trägt ihn nicht.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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Im Bedingungswerk
Wo das bei uns geregelt ist
Oben unsere Antwort, hier die Ziffer im Wortlaut. Gehen beide auseinander, gilt das Bedingungswerk.
Dieselbe Sache trägt je Tarif nicht immer dieselbe Ziffer.
Alle Werke im Wortlaut: Verzeichnis der Klauseln.
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