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Hochwasser, Sturm und Hagel an Donau und Seen
Kurze Antwort
Sturm und Hagel sind in den Bedingungen einzeln benannt, Hochwasser ist es nicht. Dort entscheidet der Hergang, und der lässt sich nur am Tag des Ereignisses belegen.
Die Bedingungen benennen die Naturgewalten einzeln: Sturm, Hagel, Blitzschlag, Erdbeben. Sturm ist dabei eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 nach Beaufort, also 62 Kilometer pro Stunde. Hagel ist fester Niederschlag in Form von Eiskörnern. Diese Definitionen sind kein Beiwerk, an ihnen entscheidet sich, ob ein Fall als Sturmschaden gilt oder eben nicht, und zwar unabhängig davon, wie es sich am Steg angefühlt hat.
Windstärke 8 wird gemessen und nicht gespürt. Zu jeder Sturmmeldung gehört deshalb der Wert der nächstgelegenen Station oder die amtliche Warnung von GeoSphere Austria, mit Datum und Uhrzeit. Bei Hochwasser kommt der Pegel dazu, an der Donau der Wert der nächsten Pegelstelle, an den Seen die Angabe des hydrographischen Dienstes des Landes. Das ist am Tag des Ereignisses eine Sache von fünf Minuten und später nicht mehr nachzuholen, wenn das Wasser gefallen ist.
Hochwasser selbst steht nicht als eigene benannte Gefahr in den Bedingungen. Entscheidend ist dann, was tatsächlich geschehen ist: Reißt sich das Boot los, treibt es auf, schlägt es gegen Steg oder Ufer, gerät es an Grund oder sinkt es in der Folge, sind das Unfallereignisse mit eigenen Ziffern. Welche davon Ihre Polizze enthält, hängt vom vereinbarten Umfang ab. Und eines gehört vor der Lage geklärt: Vorsorgliches Kranen bei angekündigtem Anstieg ist nicht automatisch erfasst, weil der Versicherungsfall da noch gar nicht eingetreten ist.
Zum Merken
Windstärke 8
macht den Sturm im Sinn der Bedingungen
Der Pegel
macht den Hochwasserfall nachvollziehbar
Beides ist am Tag danach kaum noch zu belegen. Wer Messwert und Uhrzeit sichert, hat den Fall in der Hand.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Ab welcher Windstärke gilt ein Schaden als Sturmschaden?
Ab Windstärke 8 nach Beaufort, das sind 62 Kilometer pro Stunde am Steg. Ohne Messwert der nächsten Station oder amtliche Warnung mit Uhrzeit fehlt der Nachweis.
Ist Hagel am Boot eine benannte Gefahr?
Ja, Hagel wird in den Bedingungen ausdrücklich als Naturgewalt genannt, nämlich als fester Witterungsniederschlag in Form von Eiskörnern.
Zahlt jemand das vorsorgliche Kranen vor dem Hochwasser?
Nicht automatisch, denn zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Versicherungsfall eingetreten. Größere Maßnahmen deshalb vorher absprechen, dann ist geklärt, was übernommen wird.
Was brauche ich für die Meldung nach einem Hochwasser?
Fotos vor dem Aufräumen, den Pegelstand oder die Wetterwarnung mit Zeitangabe und eine kurze Schilderung des Hergangs. Melden Sie, bevor die Werft beginnt.
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