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Hochwasser an der Donau: wie Leinen und Dalben beim Hausboot mitgehen müssen
Kurze Antwort
Steigt die Donau, muss das Hausboot mitsteigen, ohne sich loszureißen oder beim Sinken aufzusitzen. Dalben müssen höher sein als das höchste zu erwartende Hochwasser, Leinen und Leitungen brauchen Reserve, und bei steigendem Pegel sieht jemand nach.
Wer an der Donau, am Inn oder an der Traun ein Hausboot liegen hat, kennt die Bilder von 2002 und 2013. Das Boot selbst schwimmt auch bei Hochwasser, gefährlich wird seine Befestigung. Sind die Leinen an einem festen Steg zu kurz, hängt das Boot schief oder reißt sich los. Sind sie zu lang, treibt es über die Uferkante und sitzt beim Ablaufen auf einer Mauer oder Böschung auf. Und reichen die Dalben nicht hoch genug, gleiten die Führungsringe über das Ende, und ein schweres Hausboot treibt mitsamt Treibholz flussabwärts auf Brücken, Stege und andere Boote zu.
Am besten liegt ein Hausboot an Dalben mit Gleitringen oder Führungsbügeln, die frei auf und ab laufen, oder an einem Schwimmsteg, der mitsteigt. Die Dalben müssen dabei klar über das höchste Hochwasser hinausragen, das an dieser Stelle zu erwarten ist; Hochwassermarken am Ufer und die Pegeldaten der Landeswarndienste geben einen Anhalt. Strom, Wasser und Abwasser kommen über flexible Leitungen mit genug Reserve, damit beim Steigen nichts abreißt. Leinen an festen Punkten brauchen so viel Lose, dass sie den Hub mitgehen, und werden bei steigendem wie fallendem Pegel nachgestellt.
Ist Hochwasser angesagt, muss jemand vor Ort sein. Verfolgen Sie die Pegelprognosen des hydrographischen Dienstes Ihres Bundeslandes, stellen Sie die Leinen nach, schalten Sie den Landstrom ab, bevor Anschlüsse unter Wasser kommen, und räumen Sie Treibholz weg, das sich an Dalben und Rumpf staut. Wohnen Sie nicht in der Nähe, vereinbaren Sie mit der Marina oder einem Nachbarn, wer nachsieht. Reißt sich ein Hausboot los und beschädigt eine Brücke oder andere Boote, haftet der Eigner; wer zeigen kann, dass Befestigung und Kontrolle zur Lage gepasst haben, steht deutlich besser da.
Zum Merken
Dalben
höher als das höchste Hochwasser, Ringe laufen frei
Leinen
mit Lose für den Hub, bei steigendem Pegel nachgestellt
Vor der Hochwasserzeit klären, wer bei steigendem Pegel nach dem Boot sieht.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie hoch müssen die Dalben sein?
Klar höher als das höchste Hochwasser, mit dem an dieser Stelle zu rechnen ist, damit die Führungsringe nie über das Ende gleiten. Hochwassermarken und langjährige Pegeldaten geben einen Anhalt, fragen Sie auch die Marina.
Wie viel Lose brauchen die Leinen?
So viel, dass das Boot den Anstieg mitmacht, ohne zu hängen, aber nicht so viel, dass es über die Uferkante treibt. Deshalb werden Leinen an festen Punkten bei steigendem und fallendem Wasser nachgestellt.
Wer haftet, wenn sich das Hausboot losreißt?
Für Schäden an Brücken, Stegen und anderen Booten haftet in aller Regel der Eigner. Umso wichtiger sind eine Befestigung, die zur Lage passt, und der Nachweis, dass bei steigendem Pegel jemand nachgesehen hat.
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