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Landstrom am Hausboot: was an Kabel und FI wichtig ist
Kurze Antwort
Am Hausboot hängt der gesamte Haushalt am Landstrom, und der Anschluss steht dabei im Nassen. Ein Anschlusskabel in einer Länge, trockene Stecker und ein monatlich geprüfter FI-Schalter sind der größte Teil des Schutzes.
Ein Hausboot an der Donau oder am Neusiedler See lebt vom Landstrom: Heizung, Boiler, Kühlschrank, Herd und Ladegeräte hängen daran, häufig das ganze Jahr über und rund um die Uhr. Gleichzeitig steht der Anschluss im Freien, in Feuchtigkeit und ständiger Bewegung. Diese Verbindung aus Dauerlast und nasser Umgebung macht die Elektrik zum Punkt, der am Hausboot die meiste Aufmerksamkeit verdient.
Die Fehlerbilder gleichen einander. Eine aufgerollte Kabeltrommel, die unter Last heiß wird. Ein zu schwaches Verlängerungskabel mit Haushaltsstecker anstelle eines Anschlusskabels in einer Länge. Ein Stecker, der in einer Lacke auf dem Steg liegt. Eine Anschlusssäule mit einer Klappe, die seit Jahren offen steht. Und der Fehlerstromschutzschalter, den niemand betätigt, weil er ohnehin eingebaut ist. Für die Anlage an Bord gelten eigene Regeln, ihre Ausführung gehört daher zu einer konzessionierten Fachkraft.
Was Sie selbst beitragen können, ist wenig Aufwand und wirkt: ein Anschlusskabel in einer Länge, ohne Trommel und ohne Zwischenstück, die Stecker trocken und in einer Schlaufe geführt, damit kein Wasser hineinrinnt. Den Fehlerstromschutzschalter monatlich mit der Prüftaste auslösen. Vor längerer Abwesenheit den Landstrom trennen. Rauchwarnmelder in Wohn- und Technikraum, dazu ein Löscher in Griffweite. Und die Anlage alle paar Jahre überprüfen lassen, mit Befund: Nach dem VersVG ist der Versicherer bei grober Fahrlässigkeit zur Gänze leistungsfrei, ein dokumentierter Zustand ist deshalb in Österreich noch wichtiger als anderswo.
Zum Merken
1 Kabel in einer Länge
ohne Trommel und Zwischenstück
12 Prüfungen
des FI-Schalters im Jahr
Wo Dauerlast auf Nässe trifft, zählt der belegbare Zustand der Anlage.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Darf ich eine Kabeltrommel als Landstromkabel verwenden?
Besser nicht. Aufgerollt kann eine Trommel ihre Wärme nicht abgeben und wird unter Dauerlast heiß. An Bord gehört ein Anschlusskabel in einer Länge mit passenden Steckvorrichtungen und ausreichendem Querschnitt.
Wie oft soll ich den FI-Schalter prüfen?
Einmal im Monat mit der Prüftaste, der Schalter muss sofort auslösen. Bleibt er stehen oder lässt er sich nicht wieder einschalten, gehört die Anlage angesehen, bevor wieder Strom gezogen wird.
Was bedeutet grobe Fahrlässigkeit bei einem Brand?
In Österreich ist der Versicherer bei grober Fahrlässigkeit grundsätzlich zur Gänze leistungsfrei, eine Kürzung nach Quote wie in Deutschland gibt es nicht. Eine fachgerechte Anlage mit Befund ist deshalb hier besonders viel wert.
Soll ich den Landstrom trennen, wenn ich wegfahre?
Ja, sofern niemand an Bord ist und nichts laufen muss. Was nicht unter Spannung steht, kann nicht überhitzen. Bleiben Heizung oder Lenzpumpe in Betrieb, sollte die Anlage in gutem Zustand sein und jemand nach dem Boot sehen.
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