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Bordapotheke: Was gehört hinein, und wer zahlt den Arzt im Ausland?
Kurze Antwort
Was in die Bordapotheke gehört, hängt davon ab, ob Sie einen Nachmittag am Wörthersee oder zwei Wochen in Dalmatien unterwegs sind. Den Arzt im Ausland zahlt nicht die Bootspolizze, dafür ist Ihre Krankenversicherung mit Auslandsschutz zuständig.
Am Attersee oder am Neusiedler See ist die Rettung meist in Minuten da, auf der Donau zwischen zwei Schleusen oder zwischen den Inseln der Kvarner Bucht dauert es länger. Die Bordapotheke soll kleine Verletzungen gleich an Bord versorgen und bei ernsten Fällen die Zeit bis zur Hilfe überbrücken. Was hinein gehört, bestimmen Revier, Crew und Dauer: Wer mit Kindern zwei Wochen an der Adria segelt, packt mehr als ein Eigner, der abends wieder im Heimathafen liegt. Viele Charterbasen an der kroatischen Küste verlangen ohnehin eine Grundausstattung.
In jede Bordapotheke gehören Verbandsmaterial in mehreren Größen, Pflaster, sterile Kompressen, elastische Binden, ein Wunddesinfektionsmittel, Pinzette, Schere, Einmalhandschuhe, Fieberthermometer, Rettungsdecke und Kältekompressen. Dazu kommen Mittel gegen Seekrankheit, Schmerzen, Fieber und Durchfall, Sonnenschutz, eine Salbe für Wunden und Verbrennungen sowie etwas gegen Insektenstiche. Für längere Törns besprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt Schienen, Wundverschluss und rezeptpflichtige Präparate, samt Erklärung, wann und wie man sie anwendet.
Verstauen Sie alles wasserdicht an einem Platz, den die ganze Crew kennt, mit einer Liste des Inhalts und der Ablaufdaten, und gehen Sie die Liste vor jeder Saison durch. Dauermedikamente nehmen Sie doppelt mit, einen Teil davon in die Notfalltasche. Ein Erste-Hilfe-Kurs, etwa beim Roten Kreuz oder bei der Österreichischen Wasserrettung, macht aus dem Koffer erst ein Werkzeug. Und wer zahlt den Arzt im Ausland? Die Bootsversicherung zahlt keine Behandlung. Die Wassersport-Unfallversicherung von NAMMERT leistet nach einem Unfall an Bord nach den Folgen der Verletzung, in Basis nur für den Eigner, im Premium für alle berechtigten Insassen. Eine Krankenversicherung ersetzt sie nicht.
Zum Merken
Bordapotheke
überbrückt die Zeit bis zur Hilfe
Auslandsschutz
zahlt Arzt, Spital und Heimtransport
Die Apotheke packen Sie selbst, den Schutz schließen Sie ab.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Muss ich auf meinem Boot eine Bordapotheke haben?
Ob für Ihr Boot und Ihr Gewässer etwas vorgeschrieben ist, erfragen Sie am besten bei der zuständigen Behörde oder im Hafen. Sinnvoll ist sie auf jedem Boot, und viele Charterbasen an der Adria verlangen eine Grundausstattung.
Wer zahlt den Arzt, wenn ich auf dem Törn in Kroatien krank werde?
Nicht die Bootspolizze. Zuständig ist Ihre Krankenversicherung mit Auslandsschutz, etwa eine Reiseversicherung. Achten Sie darauf, dass sie auch an Bord gilt und den Heimtransport einschließt.
Wer hilft beim Zusammenstellen der Medikamente?
Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt, vor allem bei rezeptpflichtigen Präparaten für längere Törns. Lassen Sie sich dabei auch erklären, wann und in welcher Menge Sie sie geben.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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