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Wer trägt eigentlich Ihr Risiko?

Auf Ihrer Polizze steht ein Name. Häufig ist das ein Makler, ein Assekuradeur oder eine Marke. Das Risiko trägt aber ein Versicherer dahinter, und der sitzt nicht immer in Österreich.

Solange nichts passiert, fällt das niemandem auf. Fällt der Versicherer aus, nützt der beste Tarif nichts mehr. Die Insolvenz der deutschen ELEMENT Insurance AG hat das gezeigt: Rund 320.000 Verträge endeten, über 25.000 angemeldete Schadenfälle warten bis heute auf Geld. Was ELEMENT mit NAMMERT zu tun hat und was nicht

Drei Rollen, die man auseinanderhalten sollte

Der Makler

Er berät und vermittelt den Vertrag. Das Risiko trägt er nicht.

Der Assekuradeur

Er zeichnet Verträge und reguliert Schäden im Auftrag eines Versicherers, ohne das Risiko selbst zu tragen.

Der Versicherer

Er zahlt im Schadenfall, aus seinem Kapital und seiner Rückversicherung. Auf ihn kommt es an, wenn es ernst wird.

Sechs Fragen an Ihren Anbieter

1

Wer ist der Risikoträger?

Der Name steht in der Polizze und in den Informationen vor Vertragsabschluss. Steht dort nur eine Marke oder ein Makler, fragen Sie nach.

2

In welchem Land sitzt er?

Viele Bootsversicherer für Österreich sitzen in Deutschland oder anderswo in der EU. Beaufsichtigt werden sie dann in erster Linie von der Behörde ihres Sitzlandes, nicht von der FMA.

3

Wie groß ist er?

Schauen Sie auf die Eigenmittel in Euro, nicht nur auf Prozentzahlen. Ein Großereignis wird in Euro bezahlt.

4

Zeichnet er nur eine Sparte?

Ein Versicherer mit vielen Sparten gleicht ein schlechtes Jahr über die anderen aus. Wer nur eine Sparte zeichnet, kann das nicht.

5

Wie ist er rückversichert?

Rückversicherer fangen große Schäden auf. Bei ELEMENT war die gekündigte Rückversicherung der Auslöser der Insolvenz.

6

Was sagt seine Solvabilitätsquote, und was nicht?

Sie zeigt, wie viel Kapital im Verhältnis zur Vorgabe der Aufsicht da ist, aber nicht, wie groß der Puffer in Euro ist.

Warum die Quote allein nicht reicht

Die Solvabilitätsquote misst den Puffer im Verhältnis zum eigenen Geschäft. Zwei Versicherer können beide bei rund 200 Prozent liegen, der eine mit 20 Millionen Euro Eigenmitteln, der andere mit 2 Milliarden.

Trifft ein schwerer Sturm am Neusiedler See, am Wörthersee oder an der Adria viele Boote auf einmal, ist das für den kleinen Versicherer ein Ereignis, das den Puffer eines ganzen Jahres beansprucht. Für den großen ist es ein kleiner Teil eines breit verteilten Geschäfts.

Wenn mehrere Versicherer beteiligt sind

Viele Yachtpolizzen trägt nicht ein Versicherer allein, sondern ein Konsortium. In der Polizze steht dann etwa ein führender Versicherer mit 35 Prozent, drei weitere teilen sich den Rest. In der Regel haftet jeder nur für seinen eigenen Anteil, nicht für den der anderen.

Fällt einer aus, endet sein Anteil einen Monat nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die anderen zahlen weiter, aber nur ihren Teil. Bei einem Schaden von 100.000 Euro und 35 Prozent Anteil werden 35.000 Euro zur Forderung im Verfahren. Ist es der führende Versicherer, fehlt dem Konsortium zudem der, der den Vertrag verwaltet und die Schäden steuert.

Darum zahlt sich der Blick auf den führenden Versicherer aus: Wie groß ist er, wo sitzt er, und wie viel seines Anteils gibt er an Rückversicherer ab? Ein kleiner Versicherer, der Jahr für Jahr mehr Risiko selbst behält, kann im Alltag gut dastehen. Trifft ein schwerer Sturm viele Boote auf einmal, trägt er davon aber mehr aus einem kleineren Puffer. Wie viel er abgibt, steht in seinem Bericht über Solvabilität und Finanzlage, wer seine Rückversicherer sind, meist nicht.

Welche Versicherer mit welchem Anteil an Ihrem Vertrag beteiligt sind, gehört in die Polizze. Fehlt die Angabe, fragen Sie nach. Ein seriöser Anbieter sagt Ihnen, wer Ihr Risiko trägt.

So prüfen Sie jeden Versicherer selbst

Polizze und Vertragsinformationen

Dort steht, wer Ihr Risiko trägt und wo er seinen Sitz hat.

Bericht über Solvabilität und Finanzlage

Fast jeder Versicherer in der EU muss ihn jährlich veröffentlichen, meist auf seiner Website. Darin stehen Beiträge, Eigenmittel, Quote und Rückversicherung.

Unternehmensdatenbank der BaFin

Für Versicherer mit Sitz in Deutschland: zeigt Zulassung und Sparten.

Zur Datenbank

Wer bei NAMMERT Ihr Risiko trägt

Risikoträger unserer Bootsversicherung ist die Württembergische Versicherung AG mit Sitz in Deutschland, Teil der W&W-Gruppe und von der BaFin beaufsichtigt. Wir zeichnen und regulieren selbst, das Risiko trägt die Württembergische. Die Zahlen stehen in ihrem eigenen Bericht:

Gebuchte Bruttobeiträge 20252,92 Mrd. €
Anrechnungsfähige Eigenmittel2,37 Mrd. €
Solvabilitätsquote213 % (Vorjahr 183 %)
Konzern dahinterW&W-Gruppe, Solvabilitätsquote 243,9 %
Bootsrisikobleibt vollständig im W&W-Konzern, ohne fremde Rückversicherer
GeschäftViele Sparten, von Kfz über Wohngebäude bis Haftpflicht. Boote sind ein kleiner Teil davon.

Stand: Bericht über Solvabilität und Finanzlage zum 31.12.2025. Bericht der Württembergischen lesen

Eine Garantie ist das nicht. Auch ein großer Versicherer kann ein Geschäft einschränken. Aber ein Sturm, der viele Boote trifft, verteilt sich bei ihm auf ein Beitragsvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro.

Sie wissen nicht, wer Ihr Risiko trägt?

Schicken Sie uns Ihre Polizze, auch wenn sie nicht von uns ist. Wir sagen Ihnen, wer dahintersteht.

Polizze prüfen lassen +49 3375 29 12 77
Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

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Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

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