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Was kostet eine Sterbeversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Eine Sterbeversicherung in Österreich kostet für 7.500 Euro Summe bei Eintritt mit 40 etwa 23 Euro im Monat, mit 60 etwa 40 Euro und mit 75 etwa 80 Euro, jeweils inklusive 4 Prozent Versicherungssteuer. Entscheidend ist aber die Summe aller Prämien: Wer lange lebt, zahlt meist mehr ein, als später ausgezahlt wird.

Was kostet eine Sterbeversicherung in Österreich?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen für Österreich, inklusive 4 Prozent Versicherungssteuer.

BeispielRichtwert
40 Jahre, Summe 7.500 Euro, ohne Gesundheitsfragenetwa 22,83 Euro im Monat
45 Jahre, Summe 6.000 Euro, 25 Jahre Prämienzahlungetwa 28,20 Euro im Monat
55 Jahre, Summe 6.000 Euro, 25 Jahre Prämienzahlungetwa 30,50 Euro im Monat
60 Jahre, Summe 5.000 bis 10.000 Euroetwa 26,98 bis 53,15 Euro im Monat
70 Jahre, Summe 7.500 Euroetwa 60,35 Euro im Monat
75 Jahre, Summe 5.000 bis 10.000 Euroetwa 53,70 bis 106,53 Euro im Monat

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen.

Gesamtsummen und Jahre bis zum Kipppunkt sind selbst gerechnet.

Ihre Prämie hängt von Alter, Summe, Zahldauer, Gesundheitsfragen und Tarif ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Frau, 60 Jahre, möchte 7.500 Euro für ihr Begräbnis absichern

Sie nimmt einen Tarif ohne Gesundheitsfragen und zahlt bis 85. So sieht ihre Rechnung aus.

Prämie im Monatetwa 40,07 Euro
Prämie im Jahrrund 481 Euro
Prämien erreichen 7.500 Euronach knapp 16 Jahren, mit etwa 76
Eingezahlt bis zum 85. Geburtstagrund 12.000 Euro
Auszahlung nach der Aufbauzeit7.500 Euro

Stirbt sie mit 70, hat sie rund 4.800 Euro bezahlt und die Familie bekommt 7.500 Euro. Erreicht sie 85, hat sie rund 4.500 Euro mehr eingezahlt, als ausgezahlt wird. Die Monatsprämie allein sagt also wenig.

Wovon die Prämie abhängt

Eine Sterbeversicherung, oft auch Begräbniskostenversicherung genannt, ist eine kleine Ablebensversicherung. Der Tod kommt sicher, offen ist nur wann. Deshalb verteilt der Versicherer die Summe auf die Jahre, in denen Sie voraussichtlich zahlen. Je später Sie einsteigen, desto weniger Jahre bleiben und desto höher wird die Monatsprämie.

Neben dem Alter zählen die Summe, die Dauer der Prämienzahlung, ob Gesundheitsfragen gestellt werden und welche Zusatzleistungen dabei sind, etwa eine Überführung aus dem Ausland.

StellschraubeWirkung auf die Prämie
Eintrittsaltersehr stark, jedes Jahr später wird teurer
Versicherungssummefast im gleichen Verhältnis
Längere Prämienzahlungsenkt die Monatsprämie, erhöht aber oft die Gesamtsumme
Gesundheitsfragen beantwortetoft günstiger und voller Schutz ohne Aufbauzeit
Überführung aus dem AuslandAufpreis, sinnvoll nur bei häufigen Reisen oder Wohnsitz im Ausland
Monatliche statt jährliche Zahlungbei manchen Tarifen ein kleiner Zuschlag

Prämien nach Eintrittsalter

Die Tabelle zeigt veröffentlichte Monatsprämien für einen Tarif ohne Gesundheitsfragen, inklusive Versicherungssteuer. Die rechte Spalte ist selbst gerechnet: nach wie vielen Jahren Ihre Prämien die Summe von 7.500 Euro erreichen.

Ab diesem Punkt zahlen Sie mehr ein, als die Angehörigen bekommen. Wer mit 60 einsteigt, ist nach knapp 16 Jahren so weit, also mit etwa 76.

EintrittsalterSumme 5.000 EuroSumme 7.500 EuroSumme 10.000 EuroPrämien erreichen 7.500 Euro nach
40 Jahreetwa 15,48 Euroetwa 22,83 Euroetwa 30,18 Eurorund 27 Jahren
50 Jahrenicht genanntetwa 29,21 Euronicht genanntrund 21 Jahren
60 Jahreetwa 26,98 Euroetwa 40,07 Euroetwa 53,15 Eurorund 16 Jahren
70 Jahrenicht genanntetwa 60,35 Euronicht genanntrund 10 Jahren
75 Jahreetwa 53,70 Euroetwa 80,11 Euroetwa 106,53 Eurorund 8 Jahren

Was ein Begräbnis in Österreich kostet

Die Summe sollte zum Begräbnis passen, das Sie sich wünschen. Für Bestatterleistungen, Sarg oder Urne und Friedhofsgebühren rechnen Sie im Durchschnitt mit 4.000 bis 6.000 Euro. Mit Blumen, Parte, Musik und Trauerredner werden es schnell 5.000 bis 10.000 Euro.

Dazu kommen Grabkosten: Die Grabnutzungsgebühr liegt etwa zwischen 500 und 3.000 Euro, ein Urnengrab beginnt bei rund 800 Euro. Eine Feuerbestattung ist meist günstiger als eine Erdbestattung. Wer in ein bestehendes Familiengrab kommt, braucht deutlich weniger.

Wo Sie sparen können

Wählen Sie die Summe nach der Lücke. Ist schon ein Sparbuch oder eine andere Ablebensversicherung da, reicht eine kleinere Summe, und die Prämie sinkt fast im gleichen Verhältnis.

Sind Sie gesund, fragen Sie einen Tarif mit Gesundheitsfragen an. Er ist oft günstiger und schützt ohne Aufbauzeit.

Wählen Sie die Prämie so, dass Sie sie mit der Pension dauerhaft tragen. Ein Vertrag, den Sie nach einigen Jahren aus Geldnot auflösen, kostet am meisten, weil der Rückkaufswert in den ersten Jahren gering ist.

Wann Sie keine Sterbeversicherung brauchen

Wenn genug Erspartes da ist und Ihre Angehörigen schnell darauf zugreifen können. Dann zahlen Sie für eine Versicherung, die nur Ihr eigenes Geld umschichtet.

Den Aufpreis zahlen Sie für zwei Dinge: Die Familie bekommt die volle Summe auch bei frühem Tod, und mit namentlichem Bezugsrecht kommt das Geld ohne Warten auf die Verlassenschaft. Ob Ihnen das den Preis wert ist, zeigt die Gesamtrechnung.

Schritt für Schritt

  1. Ausrechnen, was das gewünschte Begräbnis samt Grab am Wohnort kostet.
  2. Abziehen, was schon da ist: Sparbuch, Ablebensversicherung, Vorsorgevertrag beim Bestatter.
  3. Nur für die verbleibende Lücke eine Summe wählen.
  4. Monatsprämie mal zwölf mal Zahljahre rechnen und mit der Summe vergleichen.
  5. Bei guter Gesundheit Tarife mit Gesundheitsfragen anfragen.
  6. Eine Person namentlich als Bezugsberechtigte eintragen lassen.

Checkliste

  • Monatsprämie und Summe aller Prämien sind bekannt
  • Ende der Prämienzahlung steht fest
  • Aufbauzeit und Leistung in dieser Zeit sind geklärt
  • Summe deckt die Lücke, nicht mehr
  • Angebote mit und ohne Gesundheitsfragen liegen nebeneinander
  • Bezugsberechtigte Person steht namentlich in der Polizze

Häufige Fehler

  • Nur die Monatsprämie vergleichen und die Gesamtkosten übersehen
  • Eine hohe Summe wählen, obwohl ein Sparbuch schon einen Teil abdeckt
  • Als gesunder Mensch einen Tarif ohne Gesundheitsfragen mit Aufbauzeit nehmen
  • Kein namentliches Bezugsrecht eintragen, sodass das Geld in die Verlassenschaft fällt
  • Erst mit über 75 abschließen, wenn die Prämien die Summe nach wenigen Jahren erreichen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Sterbeversicherung im Monat?

Für 5.000 bis 10.000 Euro Summe meist zwischen 15 und 55 Euro bis zum Eintrittsalter 60. Mit 75 sind es für 10.000 Euro über 100 Euro.

Ist die Versicherungssteuer in der Prämie enthalten?

In den veröffentlichten Beispielen ja. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Angebote die 4 Prozent einrechnen.

Kann ich die Prämie von der Steuer absetzen?

Nur bei Verträgen, die vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen wurden. Neue Verträge sind nicht mehr als Sonderausgabe absetzbar.

Steigt die Prämie mit dem Alter?

Meist nicht. Sie wird beim Abschluss nach dem Eintrittsalter festgelegt. Manche Tarife lassen die Summe mit den Preisen mitwachsen, dann steigt auch die Prämie.

Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?

Je nach Tarif bis 70 oder 80. Spät eingestiegen erreichen die Prämien die Summe aber schon nach wenigen Jahren.

Was passiert, wenn ich nicht mehr zahlen kann?

Sie können den Vertrag meist prämienfrei stellen, dann sinkt die Summe. Ein Rückkauf bringt in den ersten Jahren oft nur einen kleinen Teil der Prämien zurück.

Zahlt die Versicherung direkt an den Bestatter?

Sie zahlt an die bezugsberechtigte Person oder, wenn so vereinbart, an das Bestattungsunternehmen. Ohne Bezugsrecht fällt das Geld in die Verlassenschaft.

Quellen

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