Alles zur Versicherung: Bestattungsvorsorge
Brauche ich eine Bestattungsvorsorge?
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Kurz gesagt
Für viele nicht. Wer mit 55 für 6.000 Euro abschließt, zahlt rund 30,50 Euro im Monat und über 25 Jahre etwa 9.150 Euro ein. Sinnvoll ist sie, wenn Sie Vorerkrankungen haben, sonst nichts zurücklegen oder das Geld mit namentlichem Bezugsrecht sofort und außerhalb der Verlassenschaft bei den Angehörigen haben wollen.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen für Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 40 Jahre, Summe 7.500 Euro, ohne Gesundheitsfragen | etwa 22,83 Euro im Monat |
| 50 Jahre, Summe 7.500 Euro, ohne Gesundheitsfragen | etwa 29,21 Euro im Monat |
| 60 Jahre, Summe 7.500 Euro, ohne Gesundheitsfragen | etwa 40,07 Euro im Monat |
| 70 Jahre, Summe 7.500 Euro, ohne Gesundheitsfragen | etwa 60,35 Euro im Monat |
| 45 Jahre, Summe 6.000 Euro, 25 Jahre Laufzeit | etwa 28,20 Euro im Monat |
| 55 Jahre, Summe 6.000 Euro, 25 Jahre Laufzeit | etwa 30,50 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, inklusive 4 Prozent Versicherungssteuer. Die Jahre bis zum Kipppunkt sind gerechnet und gelten nur, wenn Sie so lange zahlen. Ihre Prämie hängt von Alter, Summe, Laufzeit und Tarif ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Sie schließt einen Tarif mit 25 Jahren Prämienzahlung ab und trägt ihre Tochter namentlich als Bezugsberechtigte ein.
| Prämie im Monat | etwa 30,50 Euro |
| Versicherungssumme | 6.000 Euro |
| Eingezahlt bis zum 80. Geburtstag | rund 9.150 Euro |
| Prämien erreichen die Summe | nach rund 16,5 Jahren, also mit etwa 71 |
Stirbt sie mit 68, hat sie rund 4.760 Euro eingezahlt und die Tochter bekommt 6.000 Euro sofort. Lebt sie über 80 hinaus, hat sie rund 3.150 Euro mehr eingezahlt, als ausgezahlt wird. Dafür ist das Geld ab dann ohne weitere Prämie sicher.
Eine Sterbeversicherung, oft auch Begräbniskostenversicherung genannt, ist eine kleine Ablebensversicherung. Sie zahlen eine feste Zeit Prämien, häufig bis höchstens 25 Jahre oder bis 85, danach bleibt der Schutz ohne weitere Zahlung bestehen. Im Todesfall wird die vereinbarte Summe ausgezahlt.
In Österreich hat das einen echten Vorteil: Steht eine Person namentlich als Bezugsberechtigte in der Polizze, bekommt sie das Geld direkt und muss nicht auf das Verlassenschaftsverfahren warten. Ohne namentliches Bezugsrecht fällt die Leistung in den Nachlass, und dann wartet auch dieses Geld.
Die Prämie richtet sich vor allem nach dem Eintrittsalter und der Summe. Je später Sie einsteigen, desto teurer wird jeder abgesicherte Euro, dafür zahlen Sie kürzer.
Rechnen Sie immer aus, nach wie vielen Jahren Ihre Prämien die Summe erreichen. Die Tabelle zeigt veröffentlichte Monatsprämien für 7.500 Euro ohne Gesundheitsfragen, mit 4 Prozent Versicherungssteuer.
| Eintrittsalter | Prämie im Monat | Prämien erreichen 7.500 Euro nach | also mit etwa |
|---|---|---|---|
| 40 Jahre | 22,83 Euro | rund 27 Jahren | 67 |
| 50 Jahre | 29,21 Euro | rund 21 Jahren | 71 |
| 60 Jahre | 40,07 Euro | rund 16 Jahren | 76 |
| 70 Jahre | 60,35 Euro | rund 10 Jahren | 80 |
Bei Vorerkrankungen. Viele Tarife fragen nicht nach der Gesundheit, dafür gilt eine Aufbauphase. Wer anderswo keine Ablebensversicherung mehr bekommt, kauft hier echten Schutz.
Wenn sonst nichts zurückgelegt wird. Die feste Abbuchung schafft Geld, das es sonst nicht gäbe. Dann ist der Zwang der eigentliche Nutzen.
Wenn das Geld sofort da sein muss. Das Bestattungsunternehmen will meist vor dem Begräbnis bezahlt werden, die Verlassenschaft ist oft erst Monate später abgeschlossen. Ein namentliches Bezugsrecht überbrückt genau diese Lücke.
Wenn Sie gesund sind und regelmäßig sparen, gewinnt meist das eigene Konto. Legen Sie ab 60 monatlich 40 Euro beiseite, haben Sie nach 16 Jahren rund 7.680 Euro, auch ohne Zinsen. Sie kommen jederzeit an das Geld und zahlen keine Vertragskosten.
Der Nachteil: Ein Sparbuch ist nicht zweckgebunden und fällt in die Verlassenschaft. Ein Bestattungsvorsorgevertrag direkt beim Bestatter oder ein Treuhandkonto bindet das Geld an das Begräbnis. Bei einem Vorsorgevertrag mit Anzahlung beim Bestatter prüfen Sie, was bei dessen Insolvenz mit Ihrem Geld geschieht.
Das Risiko beim Sparen tragen Sie selbst: Wer kurz nach dem Start stirbt, hat zu wenig beisammen. Genau dieses Risiko nimmt Ihnen die Versicherung ab, und dafür zahlen Sie.
Tarife ohne Gesundheitsfragen haben meist eine Aufbauphase von 2 bis 5 Jahren. Stirbt die versicherte Person vorher, gibt es in der Regel nur die eingezahlten Prämien zurück. Beim Tod durch Unfall gilt der volle Schutz meist ab dem ersten Tag.
Einige Anbieter zahlen nach Beantwortung von Gesundheitsfragen sofort die volle Summe. Wenn Sie die Fragen ehrlich mit Nein beantworten können, ist dieser Weg meist günstiger. Achten Sie auch auf Zuschläge bei monatlicher Zahlung und darauf, ob die Summe mit den Preisen mitwächst.
Fragen und Antworten
Vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und für alle, die ohne feste Abbuchung nichts zurücklegen würden. Gesunde, die sparen können, fahren mit einem eigenen Konto meist besser.
Bei Eintritt mit 60 und 7.500 Euro Summe nach rund 16 Jahren, also etwa mit 76. Bei Eintritt mit 70 schon nach rund 10 Jahren.
Mit einer namentlich eingetragenen Person wird die Summe direkt an sie gezahlt. Ohne sie fällt das Geld in die Verlassenschaft und ist erst nach dem Verfahren verfügbar.
Nein, ein allgemeines Sterbegeld der Sozialversicherung gibt es nicht. Nur nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit zahlt die Unfallversicherung einen Teilersatz.
Für Verträge, die ab 2016 abgeschlossen wurden, nicht mehr. Ältere Verträge konnten als Sonderausgabe geltend gemacht werden.
Meist bekommen die Angehörigen die eingezahlten Prämien zurück, nicht die volle Summe. Beim Tod durch Unfall zahlen die meisten Tarife sofort voll.
Er legt Leistungen und Preis fest, bindet Sie aber an ein Unternehmen. Prüfen Sie, ob Ihr Geld bei dessen Insolvenz geschützt ist, etwa über ein Treuhandkonto.
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