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Ablebensversicherung: finanzielle Sicherheit für Familie und Kredit

Die reine Ablebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Sie hat keinen Sparanteil, ist deshalb günstig und wird in Österreich häufig für Wohnbaukredite verlangt. Für Familien mit einem Hauptverdiener und für Lebensgemeinschaften ohne Trauschein ist sie oft die wichtigste Vorsorge.

Ablebensversicherung (Risikolebensversicherung)

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Wie hoch soll die Ablebensversicherung sein?

Die Summe sollte offene Kredite tilgen und der Familie die Jahre überbrücken, bis die Kinder selbst verdienen. Häufig genannt wird das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens plus Kreditsumme. Rechnen Sie ab, was an Witwen- und Waisenpension zu erwarten ist und was der Partner selbst verdient. Bei unverheirateten Paaren fällt die Witwenpension ganz weg, dann muss die Summe höher sein.

Selbst rechnen

Wie viel Absicherung braucht Ihre Familie?

Faustformel: das wegfallende Einkommen für die Jahre, bis die Kinder selbsterhaltungsfähig sind, plus offene Kredite, minus Erspartes.

Witwen- und Waisenpensionen sind nicht abgezogen.

Was Witwen, Witwer und Waisen von der Pensionsversicherung bekommen

Nach dem Tod eines Ehe- oder eingetragenen Partners zahlt die Pensionsversicherung eine Witwen- oder Witwerpension. Sie beträgt zwischen null und 60 Prozent der Pension des Verstorbenen, abhängig vom Verhältnis der beiden Einkommen. Wer selbst gut verdient hat, bekommt wenig oder nichts. Kinder erhalten eine Waisenpension, in der Regel bis zum 18. Geburtstag, in Ausbildung länger.

Lebensgefährten ohne Trauschein oder eingetragene Partnerschaft gehen leer aus, auch nach Jahrzehnten gemeinsamen Haushalts und mit gemeinsamen Kindern. Wer so zusammenlebt und gemeinsam einen Kredit trägt, braucht eine Ablebensversicherung dringender als jedes verheiratete Paar.

Ablebensversicherung und Wohnbaukredit

Banken verlangen bei Wohnbaukrediten oft eine Ablebensversicherung und lassen sie zu ihren Gunsten vinkulieren. Das heißt: Im Todesfall geht die Summe bis zur Höhe der offenen Kreditschuld an die Bank, der Rest an die Begünstigten. Die Polizze muss dafür nicht bei der kreditgebenden Bank abgeschlossen sein.

Für Kredite gibt es Tarife mit fallender Summe, die sich an der Restschuld orientieren und günstiger sind. Wichtig ist, dass die Summe nicht schneller sinkt als die tatsächliche Schuld, etwa bei tilgungsfreien Anlaufjahren oder variablen Zinsen.

Gesundheitsfragen, Rauchen und die Wahl der versicherten Person

Die Prämie richtet sich stark nach Alter, Gesundheit und Raucherstatus. Unvollständige Angaben im Antrag können den Versicherer nach dem Versicherungsvertragsgesetz zum Rücktritt berechtigen, und im Todesfall ist es für die Hinterbliebenen schwer, das Gegenteil zu beweisen.

Weil es in Österreich keine Erbschaftssteuer gibt, spielt die Frage, wer Versicherungsnehmer ist, steuerlich eine geringere Rolle als in Deutschland. Sie bleibt aber für das Erbrecht wichtig: Ist ein Begünstigter namentlich eingetragen, fällt die Summe nicht in die Verlassenschaft und steht schneller zur Verfügung.

Was versichert ist

  • Tod durch Krankheit, Unfall oder andere Ursachen während der Laufzeit
  • Auszahlung an die eingetragenen Begünstigten oder an die Bank bei Vinkulierung
  • Vorgezogene Auszahlung bei unheilbarer Krankheit, je nach Tarif
  • Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung bei bestimmten Anlässen, je nach Tarif
  • Weltweiter Schutz

Was nicht versichert ist

  • Tod nach Ablauf der Laufzeit
  • Selbsttötung in den ersten Vertragsjahren, meist drei Jahre
  • Leistungsfreiheit bei verschwiegenen Vorerkrankungen
  • Tod durch aktive Teilnahme an Kriegshandlungen
  • Nicht angegebene gefährliche Sportarten, je nach Tarif

Wer sie braucht

  • Eltern, deren Kinder vom eigenen Einkommen leben
  • Paare mit Wohnbaukredit
  • Lebensgemeinschaften ohne Trauschein, die keine Witwenpension bekommen
  • Selbstständige und Gesellschafter, deren Partner den Betrieb weiterführen sollen

Wer darauf verzichten kann

  • Alleinstehende ohne Kredite und ohne Unterhaltspflichten
  • Wer über genügend Vermögen verfügt, um die Familie ohne Erwerbseinkommen zu versorgen

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Lebensgefährtin ohne Trauschein, keine Witwenpension, Kredit zur Hälfte offen. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Die Pensionsversicherung zahlt Lebensgefährten nichts. Ist sie in der Polizze namentlich begünstigt, bekommt sie die Summe direkt, jeder Tarif leistet hier.
  2. Tödliche Diagnose, wenige Monate, die Summe schon zu Lebzeiten statt danach. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Einfache Tarife zahlen nur nach dem Tod. Starke Tarife zahlen vorab, wenn ärztlich eine kurze Lebenserwartung bestätigt ist.
  3. Summe fällt schneller als der Kredit, Lücke zwischen Restschuld und Summe, oft fünfstellig. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Linear fallende Summen passen nicht zu tilgungsfreien Anlaufjahren oder variablen Zinsen. Starke Tarife richten den Verlauf am Tilgungsplan aus.
  4. Verschwiegener Bluthochdruck, Rücktritt, die Familie bekommt nichts. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Unvollständige Gesundheitsangaben berechtigen den Versicherer zum Rücktritt. Kein Tarif rettet das, nur eine vollständige Antwort im Antrag.
  5. Kredit verlängert, Polizze endet, offene Restschuld ohne Schutz. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Wer den Wohnbaukredit streckt, braucht mehr Laufzeit. Starke Tarife lassen sich ohne neue Gesundheitsprüfung verlängern.
  6. Absturz beim Paragleiten, die volle Summe, sofern das Hobby gedeckt ist. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Manche Tarife schließen Flugsport aus oder verlangen einen Zuschlag. Wer das Hobby angibt und einen Tarif ohne Ausschluss wählt, ist gedeckt.

Was sie kostet

Die reine Ablebensversicherung ist günstig, weil sie keinen Sparanteil hat. Teuer wird sie erst in höherem Alter, bei Rauchern und bei Vorerkrankungen.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Eintrittsalter und Laufzeit
  • Versicherungssumme, gleichbleibend oder fallend
  • Raucherstatus
  • Gesundheit, Größe und Gewicht
  • Beruf und riskante Hobbys
  • Zahlweise

Wir nennen keine Prämienspanne, weil Alter, Laufzeit und Raucherstatus den Preis sehr stark verändern. Ihre Prämie steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Gleichbleibende Summe

Die Summe bleibt über die Laufzeit gleich. Die klassische Familienabsicherung.

02

Fallende Summe

Die Summe sinkt mit der Kreditschuld. Günstiger, passend für Wohnbaukredite.

03

Zwei Personen in einem Vertrag

Leistung beim ersten Todesfall. Etwas günstiger, danach ist der Überlebende aber ohne Schutz.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Nachversicherung Heirat und Geburt auch Wohnungskauf und Kreditaufnahme Der Bedarf steigt, die Gesundheit wird mit den Jahren selten besser.
Verlängerung keine Option Verlängerung ohne neue Gesundheitsprüfung Kredite laufen oft länger als geplant.
Vorgezogene Leistung keine Auszahlung bei tödlicher Erkrankung vor dem Tod Die Familie hat das Geld dann schon in der schwierigsten Zeit.
Fallende Summe linear fallend an den Tilgungsplan angepasst Sinkt die Summe schneller als die Schuld, bleibt im Todesfall eine Restschuld.
Raucherdefinition zwölf Monate rauchfrei klare Regeln für E-Zigaretten und Gelegenheitsraucher Unklare Angaben zum Rauchen führen im Todesfall zu Streit.
Begünstigung Ehepartner oder Erben frei gestaltbar, auch widerruflich oder unwiderruflich Bei Lebensgemeinschaften und Patchworkfamilien muss die Begünstigung genau stimmen.

Anbieter im Überblick

Ablebensversicherungen bieten in Österreich alle großen Lebensversicherer an, viele auch über die Banken ihres Konzerns. Die Übersicht nennt Anbieter, die in dieser Sparte sicher am Markt sind, und sagt nichts darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.

VersichererEinordnung
Wiener StädtischeTeil der Vienna Insurance Group, Vertreter, Bankvertrieb und Makler
UNIQAbörsennotierter Versicherungskonzern mit Sitz in Wien, Vertreter, Bankvertrieb und Makler
Allianzösterreichische Gesellschaft der Allianz-Gruppe, Vertreter und Makler
Generaliösterreichische Tochter der Generali-Gruppe, Vertreter und Makler
Donau VersicherungTeil der Vienna Insurance Group, Vertreter und Makler
Grazer WechselseitigeVersicherungsverein aus Graz, Vertreter und Makler
Zurichösterreichische Gesellschaft der Zurich-Gruppe, vor allem Maklervertrieb

Produkte und Bausteine am Markt

Reine Ablebensversicherung

Nur Todesfallschutz, ohne Sparanteil. Die günstigste Form.

Ablebensversicherung mit fallender Summe

Zur Absicherung eines Kredits, die Summe sinkt mit der Restschuld.

Er- und Ablebensversicherung

Kombination aus Todesfallschutz und Sparvertrag. Deutlich teurer, der Todesfallschutz ist oft niedriger als bei der reinen Ablebensversicherung.

Ablebensversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatz

Prämienbefreiung oder Rente bei Berufsunfähigkeit als Zusatzbaustein.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Ohne Testament erbt die Lebensgefährtin nur, wenn es keine anderen Erben gibt.

Das stimmt.

Stimmt. Seit der Erbrechtsreform 2017 hat der Lebensgefährte ein außerordentliches Erbrecht, das aber erst greift, wenn weder Verwandte noch Ehegatte erben. Eine Ablebensversicherung mit namentlicher Begünstigung umgeht das.

Wer aufhört zu rauchen, kann eine günstigere Prämie bekommen.

Das stimmt.

Stimmt, bei vielen Tarifen. Nach meist zwölf Monaten ohne Zigarette lässt sich eine Umstufung beantragen. E-Zigaretten zählen je nach Versicherer als Rauchen.

Eine Ablebensversicherung zahlt nur bei Tod durch Krankheit, nicht bei einem Unfall.

Das stimmt nicht.

Falsch. Geleistet wird bei Tod aus jeder Ursache während der Laufzeit. Nur wenige Ausnahmen, etwa aktive Kriegsteilnahme, stehen in den Bedingungen.

Mit 50 ist es für eine Ablebensversicherung zu spät.

Das stimmt nicht.

Falsch. Abschlüsse in diesem Alter sind üblich, etwa für einen späten Wohnbaukredit. Die Prämie ist höher und die Gesundheitsfragen wiegen schwerer, für zehn oder fünfzehn Jahre ist Schutz aber meist zu bekommen.

Auch jemand anderer kann eine Polizze auf mein Leben abschließen.

Das stimmt.

Stimmt, aber nur mit Ihrer schriftlichen Zustimmung. So können Partner sich gegenseitig versichern und jeweils selbst Versicherungsnehmer sein.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Die Polizze bei der Kreditbank ohne Vergleich abschließen
  • Als Lebensgemeinschaft auf eine Witwenpension hoffen
  • Die Begünstigung nach Trennung nicht ändern
  • Eine Er- und Ablebensversicherung abschließen, wenn eigentlich nur Todesfallschutz gebraucht wird
  • Die Laufzeit vor dem Ende des Kredits enden lassen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Muss ich die Ablebensversicherung bei meiner Bank abschließen?

Nein. Die Bank darf eine Absicherung verlangen, aber Sie können die Polizze bei einem anderen Versicherer abschließen und zugunsten der Bank vinkulieren lassen. Ein Vergleich lohnt sich, weil die Prämien stark auseinandergehen.

Was bedeutet Vinkulierung?

Die Versicherung wird zugunsten der Bank gesperrt. Im Todesfall erhält die Bank die Summe bis zur Höhe der offenen Kreditschuld, ohne ihre Zustimmung kann der Vertrag nicht geändert oder gekündigt werden.

Muss auf die Auszahlung Steuer bezahlt werden?

Erbschaftssteuer gibt es in Österreich seit 1. August 2008 nicht mehr. Die Auszahlung einer reinen Ablebensversicherung an die Begünstigten ist in der Regel steuerfrei.

Bekommt mein Lebensgefährte eine Witwerpension?

Nein. Witwen- und Witwerpension gibt es nur für Ehe- und eingetragene Partner. Lebensgefährten sind auch erbrechtlich deutlich schlechter gestellt. Eine Ablebensversicherung mit dem Partner als Begünstigtem schließt diese Lücke.

Fällt die Versicherungssumme in die Verlassenschaft?

Nicht, wenn eine bestimmte Person als Begünstigte eingetragen ist. Dann wird direkt an sie ausbezahlt, unabhängig vom Verlassenschaftsverfahren. Ist niemand eingetragen, gehört die Summe zum Nachlass.

Was ist der Unterschied zur Er- und Ablebensversicherung?

Die Er- und Ablebensversicherung zahlt auch, wenn Sie das Laufzeitende erleben, und enthält deshalb einen Sparteil. Sie ist wesentlich teurer. Für den reinen Schutz der Familie genügt die Ablebensversicherung.

Kann ich mit Vorerkrankungen abschließen?

Häufig ja, mit Zuschlag oder Einschränkungen. Bei schweren Erkrankungen kann der Versicherer ablehnen. Eine anonyme Voranfrage zeigt, welcher Versicherer zu welchen Bedingungen annimmt.

Wie lange sollte die Laufzeit sein?

Bis der Kredit getilgt ist oder die Kinder auf eigenen Beinen stehen, je nachdem, was später eintritt. Bei Wohnbaukrediten sind 20 bis 30 Jahre üblich.

NAMMERT Versicherungsmakler

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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Ablebensversicherung (Risikolebensversicherung)

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Das gehört oft dazu

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Bekomme ich eine Pension, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

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