Alles zur Versicherung: Bestattungsvorsorge
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Kurz gesagt
Rechnen Sie mit rund 4.000 bis 6.000 Euro für die Bestattung selbst. Dazu kommen Grab, Grabstein und Grabpflege: In Wien kostet allein ein neues Erdgrab mit Beisetzung etwa 2.100 bis 2.400 Euro für die ersten zehn Jahre, ein Urnengrab etwa 1.050 bis 1.250 Euro. Mit Stein und Pflege liegt ein Begräbnis schnell bei 7.000 bis 13.000 Euro.
Richtwerte aus veröffentlichten Preisen österreichischer Bestatter und den Friedhofsentgelten der Friedhöfe Wien, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Bestattung im Durchschnitt, je nach Art und Wünschen | etwa 4.000 bis 6.000 Euro |
| Erdbestattung, Bestatterleistung ohne Fremdkosten | ab etwa 2.990 Euro |
| Feuerbestattung, Bestatterleistung ohne Fremdkosten | ab etwa 3.029 Euro |
| Einäscherung in der Feuerhalle Simmering | 438 Euro |
| Neues Familiengrab in Wien mit Sargbeisetzung, 10 Jahre | etwa 2.120 bis 2.370 Euro |
| Neues Urnengrab in Wien mit Urnenbeisetzung, 10 Jahre | etwa 1.050 bis 1.220 Euro |
| Grabstein mit Fundament, Gravur und Aufstellung | etwa 1.900 bis 9.000 Euro, im Schnitt rund 5.350 Euro |
| Grabpflege durch eine Gärtnerei | etwa 100 bis 350 Euro im Jahr, 2.000 bis 8.000 Euro über 20 Jahre |
Richtwerte, Stand September 2026. Bestatterpreise ohne Fremdkosten stammen aus einer Preisliste mit Stand April 2024. Friedhofsentgelte sind Sache der Gemeinde oder des Friedhofsträgers; außerhalb Wiens gilt die Tarifordnung Ihres Friedhofs. Die Obergrenze für Bestatterleistungen im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
So kommt eine mittlere Rechnung zustande, wenn Sie Friedhof, Stein und zehn Jahre Pflege mitzählen.
| Bestatterleistungen mit Urne und Verabschiedung | etwa 3.000 bis 4.500 Euro |
| Einäscherung Feuerhalle Simmering | 438 Euro |
| Urnengrab: Bereitstellung 238, zehn Jahre je 66, Beisetzung 232 Euro | 1.130 Euro |
| Kleiner Grabstein für das Urnengrab | etwa 1.000 bis 3.000 Euro (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
| Grabpflege über zehn Jahre | etwa 1.000 bis 3.500 Euro |
Zusammen etwa 6.600 bis 12.600 Euro. Wer die Pflege selbst übernimmt und eine Urnennische wählt, bleibt deutlich darunter.
Ein Begräbnis besteht aus drei getrennten Rechnungen: dem Bestattungsunternehmen, dem Friedhof und später dem Steinmetz. Viele Angebote zeigen nur die erste. Die Friedhofsentgelte und der Grabstein kommen oft erst Wochen später dazu.
Das Bestattungsunternehmen verrechnet eigene Leistungen wie Abholung, Versorgung, Sarg oder Urne und Behördenwege. Dazu reicht es Fremdleistungen weiter: Friedhof, Einäscherung, Sterbeurkunden, Blumen, Musik, Parte und Traueranzeige. Fragen Sie, welcher Posten Pflicht ist und welcher Wunsch.
| Bestattungsart | Bestatter ohne Fremdkosten | Typischer Gesamtrahmen |
|---|---|---|
| Erdbestattung | ab etwa 3.000 Euro | etwa 3.500 bis 12.000 Euro |
| Feuerbestattung mit Urnengrab | ab etwa 3.000 Euro | etwa 2.500 bis 8.000 Euro |
| Baum- oder Naturbestattung | ab etwa 3.250 Euro | meist unter der Erdbestattung, keine Grabpflege |
| Urne für zu Hause | ab etwa 2.450 Euro | ohne Friedhofsentgelte, wo das Landesrecht es erlaubt |
In Wien zahlen Sie beim Neuerwerb drei Posten: ein einmaliges Bereitstellungsentgelt, das Grabentgelt je Jahr und das Arbeitsentgelt für die Beisetzung. Bei einer Beisetzung muss das Grab für mindestens zehn Jahre erworben oder verlängert werden, danach verlängern Sie in Schritten bis zu zehn Jahren.
Wie teuer das Grab ist, hängt von der Lage am Friedhof ab. Ein Grab nahe dem Haupteingang kostet mehr als eines am Rand. Andere Gemeinden haben eigene Tarife, die deutlich darunter oder darüber liegen können. Die Gebührenordnung Ihres Friedhofs steht meist online.
| Posten in Wien, gültig ab 13.4.2026 | Familiengrab für Sarg | Klassisches Urnengrab |
|---|---|---|
| Bereitstellungsentgelt, einmalig | 600 Euro | 238 Euro |
| Grabentgelt je Jahr, Lage B bis D | 77,50 bis 102 Euro | 58 bis 75 Euro |
| Grabentgelt für 10 Jahre | 775 bis 1.020 Euro | 580 bis 750 Euro |
| Beisetzung | 747 Euro | 232 Euro |
| Zusammen beim Neuerwerb | etwa 2.120 bis 2.370 Euro | etwa 1.050 bis 1.220 Euro |
Der Grabstein ist oft der zweitgrößte Posten. Der Stein allein kostet etwa 800 bis 5.000 Euro, Fundament und Einfassung 500 bis 2.500 Euro, die Gravur 500 bis 800 Euro, Transport und Aufstellung 100 bis 700 Euro. Ein Urnengrab oder eine Urnennische kommt mit deutlich weniger aus.
Die Pflege läuft so lange, wie Sie das Grab halten. Eine Gärtnerei verlangt für einen Jahresvertrag etwa 100 bis 350 Euro, ein Vertrag über 20 Jahre kostet etwa 2.000 bis 8.000 Euro. Wer selbst pflegt, zahlt nur Pflanzen und Erde. Bei Baum- und Naturgräbern entfällt die Pflege.
Die Kosten trägt die Verlassenschaft, also das Vermögen der verstorbenen Person. Weil das Verlassenschaftsverfahren Monate dauern kann, legen meist die Angehörigen zuerst aus. Das Bestattungsunternehmen will in der Regel vor dem Begräbnis bezahlt werden.
Ein allgemeines Sterbegeld der Sozialversicherung gibt es nicht mehr. Nur wenn der Tod Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit ist, zahlt die Unfallversicherung einen Teilersatz der Bestattungskosten, 2026 mindestens 1.962,59 Euro. Manche Kassen, Gewerkschaften oder Vereine zahlen kleine Zuschüsse, nachfragen lohnt sich.
Reicht der Nachlass nicht, können Sie Begräbniskosten samt Grabstein bis zu 20.000 Euro als außergewöhnliche Belastung absetzen. Grabpflege und Trauerkleidung zählen nicht dazu. Ist niemand da, der zahlen kann, sorgt die Gemeinde für eine einfache Bestattung.
Der größte Hebel ist die Grabart. Ein Urnengrab kostet in Wien beim Neuerwerb rund 1.000 Euro weniger als ein Familiengrab für den Sarg, braucht einen kleineren Stein und weniger Pflege.
Der zweite Hebel ist ein schriftliches Angebot mit Einzelposten. Pauschalen lassen sich nicht vergleichen. Und entscheiden Sie die Grundfragen zu Lebzeiten: Wer sie offen lässt, überlässt sie Angehörigen in den schwersten Tagen, und dann wird selten günstig entschieden.
Fragen und Antworten
Am wenigsten kostet meist eine Feuerbestattung ohne große Feier mit einer Urnennische oder einem Naturgrab. Die Bestatterleistung beginnt bei etwa 3.000 Euro, dazu kommen Einäscherung und Friedhofsentgelt.
Meist ja. Der Bestatter kostet ähnlich viel, der Unterschied liegt beim Grab. In Wien ist ein Urnengrab beim Neuerwerb rund 1.000 Euro günstiger, und der Grabstein fällt kleiner aus.
Bei einer Beisetzung wird das Grab für mindestens zehn Jahre erworben. Danach verlängern Sie um bis zu zehn Jahre und zahlen das dann gültige Grabentgelt.
Nein, ein allgemeines Sterbegeld der Sozialversicherung gibt es nicht. Nur nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit zahlt die Unfallversicherung einen Teilersatz, 2026 mindestens 1.962,59 Euro.
Ja, wenn der Nachlass die Kosten nicht deckt. Dann gelten Begräbnis und Grabstein bis zu 20.000 Euro als außergewöhnliche Belastung, abzüglich Selbstbehalt. Grabpflege zählt nicht dazu.
Zuerst die Verlassenschaft. Reicht sie nicht und kann niemand zahlen, sorgt die Gemeinde für eine einfache Bestattung. In begründeten Fällen ist bei manchen Bestattern auch ein Zahlungsaufschub möglich.
Eine Gärtnerei verlangt etwa 100 bis 350 Euro im Jahr. Über 20 Jahre summiert sich das auf etwa 2.000 bis 8.000 Euro. Selbst gepflegt kostet das Grab nur Pflanzen und Erde.
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