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Handyversicherung in Österreich: Smartphone, Tablet, Laptop und Kamera absichern

Das Handy rutscht aus der Hand, die Kamera fällt in den Sand, das Tablet ist nach der Fahrt mit der Bim verschwunden. Eine Geräteversicherung zahlt solche Schäden, ist aber freiwillig und nicht für jeden Haushalt ein gutes Geschäft. Am ehesten rechnet sie sich bei neuen, teuren Geräten, die täglich mitkommen.

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Brauche ich in Österreich eine Handyversicherung?

Nein, sie ist keine Pflicht und für viele verzichtbar. Selbstbehalt, Zeitwertersatz und Ausschlüsse schmälern den Nutzen, darauf weisen auch Konsumentenschützer hin. Interessant ist sie für neue, hochpreisige Geräte, die viel unterwegs sind. Klären Sie vorher, was Ihre Haushaltsversicherung, die gesetzliche Gewährleistung und eine Herstellergarantie schon übernehmen.

Gewährleistung, Garantie, Haushaltsversicherung: was schon da ist

Seit 2022 regelt das Verbrauchergewährleistungsgesetz den Gerätekauf. Der Händler steht zwei Jahre für Mängel ein, und im ersten Jahr wird vermutet, dass ein Mangel schon bei der Übergabe vorlag. Eine Herstellergarantie ist eine freiwillige Zusage obendrauf. Sturz, Bruch und Wasser fallen unter keine der beiden.

Die Haushaltsversicherung schützt Ihr Handy in den eigenen vier Wänden, etwa bei einem Einbruch. Auf offener Straße zahlt sie beim gewöhnlichen Diebstahl meist nicht, manche Versicherer machen bei Beraubung eine Ausnahme. Bruchschäden am Gerät deckt sie nicht ab.

Rechenbeispiel statt Bauchgefühl

Stellen Sie die Jahresprämie und den Selbstbehalt den Kosten einer Reparatur gegenüber. Bei einem neuen Spitzengerät mit teurem Displaytausch kann die Polizze aufgehen, bei einem älteren Gerät meist nicht, weil im Schadenfall nur noch der Zeitwert ersetzt wird.

Haben mehrere Familienmitglieder teure Geräte, kann ein gemeinsamer Vertrag günstiger sein. Wer eine Reparatur ohne Weiteres selbst bezahlen kann, legt die Prämie oft besser auf die Seite.

Diebstahl: genau ins Kleingedruckte schauen

Der Diebstahlschutz kostet in der Regel Aufpreis und hat einen eigenen, höheren Selbstbehalt. Häufig ist nur versichert, was Sie am Körper oder in unmittelbarer Reichweite getragen haben. Ein Handy im abgestellten Auto oder auf der Liegewiese im Freibad fällt dann durch.

Für die Schadenmeldung brauchen Sie die Anzeige bei der Polizei, die Rechnung und meist die IMEI. Halten Sie diese Nummer schon beim Kauf fest.

Was versichert ist

  • Displaybruch und Sturzschäden
  • Wasser und andere Flüssigkeiten
  • Kurzschluss und Überspannung, je nach Tarif
  • Reparatur oder Ersatzgerät bis zur Versicherungssumme
  • Diebstahl und Beraubung, wenn vereinbart
  • Mehrere Geräte im Haushalt, bei einzelnen Anbietern

Was nicht versichert ist

  • Verlieren und Liegenlassen
  • Diebstahl aus unbeaufsichtigten Taschen oder Fahrzeugen, je nach Bedingungen
  • Kratzer ohne Einfluss auf die Funktion
  • Absichtlich verursachte Schäden
  • Daten und deren Wiederherstellung
  • Zubehör, das nicht ausdrücklich in der Polizze steht

Wer sie braucht

  • Wer gerade ein neues, teures Smartphone, Tablet oder Notebook gekauft hat
  • Familien mit Kindern, die zum ersten Mal ein eigenes Handy haben
  • Pendler und Studierende, die ihr Gerät täglich in Öffis und auf der Uni dabeihaben
  • Fotografierende mit wertvoller Kamera und Objektiven
  • Haushalte mit mehreren hochpreisigen Geräten

Wer sie nicht braucht

  • Eine Polizze für ältere Geräte, deren Zeitwert kaum über dem Selbstbehalt liegt
  • Eine zusätzliche Versicherung, wenn Kreditkarte oder Handyvertrag bereits einen vergleichbaren Schutz enthalten

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Handy fällt beim Aussteigen aus der Bim, Displaytausch, oft dreistellig. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Sturzschäden zahlt jede Geräteversicherung, abzüglich Selbstbehalt. Die Haushaltsversicherung zahlt hier nichts.
  2. Spritzer im Gastgarten, Reparatur oder Ersatz. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Flüssigkeitsschäden sind praktisch überall eingeschlossen, egal ob Regen, Bier oder Badesee.
  3. Taschendieb am Christkindlmarkt, Kaufpreis des Geräts. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Ohne Diebstahlbaustein zahlt die Geräteversicherung nicht, die Haushaltsversicherung meist auch nicht. Starke Tarife decken auch den einfachen Diebstahl.
  4. Notebook aus dem Auto am Parkplatz, Gerätewert, schnell vierstellig. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Aus unbeaufsichtigten Autos zahlen viele Polizzen nur unter Auflagen, etwa versperrter Kofferraum und Tageszeit.
  5. Zwei Jahre altes Handy gestohlen, Zeitwert statt Neupreis. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt teilweise. Viele Versicherer ersetzen im Diebstahlfall nur den Zeitwert. Nach Abzug des Selbstbehalts bleibt bei älteren Geräten wenig.
  6. Handy auf der Skihütte vergessen, Kaufpreis des Geräts. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Liegenlassen und Verlieren sind kein Diebstahl. Dafür zahlt so gut wie keine Versicherung.

Was sie kostet

Die Prämie richtet sich vor allem nach dem Kaufpreis. Diebstahlschutz macht den Vertrag spürbar teurer. Mobilfunker und Händler bieten eigene Polizzen an, oft monatlich abgerechnet.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Kaufpreis und Geräteart
  • Mit oder ohne Diebstahl
  • Höhe des Selbstbehalts
  • Alter des Geräts bei Abschluss
  • Ein Gerät oder ein Paket für mehrere
  • Laufzeit und Kündigungsfrist

Wir nennen keine Prämienspannen, weil aktuelle, belastbare Vergleiche für Österreich fehlen und die Tarife stark nach Gerät schwanken. Ihre Prämie steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Haushaltsversicherung

Deckt Einbruch in die Wohnung und je nach Tarif Beraubung. Kein Schutz bei Bruch, Wasser und dem einfachen Diebstahl unterwegs.

02

Geräteschutz ohne Diebstahl

Bruch, Sturz und Flüssigkeit für ein Gerät. Die schlanke Variante für alle, die vor allem Missgeschicke absichern wollen.

03

Komplettschutz mit Diebstahl

Zusätzlich Diebstahl und Beraubung, meist mit eigenem Selbstbehalt. Für teure Geräte, die oft unterwegs sind.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Selbstbehalt Prozentsatz vom Kaufpreis, getrennt für Reparatur und Diebstahl niedriger fixer Selbstbehalt oder keiner Bei einem Displaytausch frisst ein hoher Selbstbehalt einen Großteil der Leistung.
Ersatzleistung Zeitwert Neuwert über einen längeren Zeitraum ab Kauf Gerade bei Diebstahl ersetzen viele Polizzen nur den Zeitwert.
Diebstahlschutz kein Diebstahl oder nur Beraubung auch einfacher Diebstahl, mit klaren Regeln zur Aufsicht Diebstahl ist der häufigste Handyschaden, und der stille Griff in die Tasche ist oft nicht gedeckt.
Gerätealter beim Abschluss nur ganz neue Geräte auch Geräte, die einige Monate alt sind, ohne Wartezeit Wer nicht direkt an der Kassa abschließt, braucht diesen Spielraum.
Zahl der Schadenfälle ein Fall im Jahr mehrere Fälle bis zur Versicherungssumme Bei Kindern bleibt es selten bei einem gesprungenen Display.
Bindung Mindestlaufzeit von einem oder zwei Jahren monatlich kündbar Mit dem nächsten Handy oder Tarifwechsel soll der Vertrag nicht im Weg stehen.

Anbieter im Überblick

In Österreich bieten Geräteschutz die großen Sachversicherer, oft über die Haushaltsversicherung, dazu Spezialanbieter im Fachhandel und die Mobilfunker mit Partnerversicherern. Die Liste ist ein Marktüberblick.

VersichererEinordnung
Allianz Österreicheigene Handy- und Tabletversicherung mit Diebstahl und Beraubung
UNIQAösterreichische Versicherungsgruppe, Haushaltsversicherung mit Elektronik je nach Tarif
Wiener StädtischeTeil der Vienna Insurance Group, Haushaltsversicherung je nach Tarif
Generali ÖsterreichHaushaltsversicherung, Tochter der italienischen Generali
WERTGARANTIEdeutscher Spezialanbieter für Geräteschutz, Vertrieb über den Fachhandel
DreiMobilfunker, Handyversicherung über einen Partnerversicherer

Bedingungen aller Tarife vergleichen 8 Tarife von 5 Anbietern, Stand 24. Oktober 2026

Produkte und Bausteine am Markt

Handyversicherung

Ein Smartphone gegen Bruch und Wasser, auf Wunsch mit Diebstahl. Am günstigsten im Verhältnis, solange das Gerät neu ist.

Tablet- und Notebookversicherung

Gleicher Aufbau für größere Geräte. Die Höchstsumme muss zum Kaufpreis passen, sonst bleibt bei Totalschaden ein Rest bei Ihnen.

Kameraversicherung

Für Kamera und Objektive, meist auch auf Reisen. Sturz, Sand und Wasser sind hier die typischen Schäden.

Paket für mehrere Geräte

Mehrere Geräte des Haushalts in einer Polizze. Lohnt sich ab zwei teuren Geräten.

Haushaltsversicherung mit Erweiterung

Manche Tarife erweitern den Schutz auf Beraubung oder Diebstahl außer Haus. Kein Bruchschutz, aber eine Ergänzung zum Geräteschutz.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Die Haushaltsversicherung zahlt auch, wenn mir das Handy in der U-Bahn gestohlen wird.

Das stimmt nicht.

Meist nicht. Sie gilt in erster Linie für Schäden im eigenen Haushalt. Auf offener Straße zahlen einzelne Versicherer nur bei Beraubung.

Im ersten Jahr nach dem Kauf wird vermutet, dass ein Mangel schon bei der Übergabe da war.

Das stimmt.

Stimmt, so regelt es das Verbrauchergewährleistungsgesetz seit 2022. Für einen Sturz oder Wasserschaden hilft das aber nicht.

Mit einer Handyversicherung bekomme ich bei Diebstahl immer ein neues Gerät.

Das stimmt nicht.

Nein. Häufig wird nur der Zeitwert ersetzt, und vorher wird der Selbstbehalt abgezogen.

Diebstahl ist der häufigste Schaden am Handy.

Das stimmt.

Ja, laut Auswertungen von Vergleichsportalen liegt Diebstahl vorn, gefolgt von Bruch und Wasserschäden. Gerade dieser Fall ist aber oft nicht oder nur eingeschränkt gedeckt.

Ein gesprungenes Display ist ein Garantiefall.

Das stimmt nicht.

Fast nie. Garantie und Gewährleistung betreffen Mängel des Geräts, nicht Schäden durch einen Sturz.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Die Polizze an der Kassa unterschreiben, ohne sie zu vergleichen
  • Davon ausgehen, dass Diebstahl automatisch dabei ist
  • Ein altes Gerät versichern, bei dem nach Zeitwert und Selbstbehalt kaum etwas übrig bleibt
  • Rechnung und IMEI nicht aufheben
  • Den Diebstahl nicht sofort bei der Polizei anzeigen
  • Doppelt versichert sein über Kreditkarte, Handyvertrag und eigene Polizze

Häufig gefragt

Fragen und Antworten

Zahlt die Haushaltsversicherung, wenn mir das Handy gestohlen wird?

Bei einem Einbruch in die Wohnung in der Regel ja.

Wird das Handy auf der Straße gestohlen, meist nicht, manche Versicherer zahlen aber bei Beraubung.

Schauen Sie in Ihre Polizze.

Gilt die Gewährleistung, wenn das Display nach einem Sturz springt?

Nein.

Die Gewährleistung betrifft Mängel, die schon bei der Übergabe vorhanden waren.

Ein Sturz ist ein Schaden von außen und fällt nicht darunter.

Wie lange habe ich nach dem Kauf Zeit für die Versicherung?

Das ist je nach Anbieter verschieden.

Viele nehmen nur Geräte, die wenige Wochen oder Monate alt sind,

und verlangen bei älteren eine Wartezeit.

Bekomme ich bei Diebstahl den Kaufpreis zurück?

Oft nicht.

Viele Handyversicherungen ersetzen im Diebstahlfall nur den Zeitwert,

und der Selbstbehalt wird zusätzlich abgezogen.

Ist ein verlorenes Handy versichert?

Fast nie.

Verlieren ist kein Diebstahl,

und dafür zahlen weder Haushaltsversicherung noch die meisten Handyversicherungen.

Ist die Versicherung vom Mobilfunker eine gute Wahl?

Sie ist bequem, aber nicht automatisch günstig.

Vergleichen Sie Selbstbehalt, Diebstahlschutz und Bindung mit einer eigenständigen Polizze.

Was gilt für ein beruflich genutztes Notebook?

Private Geräteversicherungen schließen eine überwiegend berufliche Nutzung oft aus.

Für Selbstständige und Firmengeräte gibt es betriebliche Elektronikversicherungen.

Welche Unterlagen brauche ich im Schadenfall?

Rechnung, IMEI oder Seriennummer,

eine Schilderung des Hergangs und bei Diebstahl die Anzeigebestätigung der Polizei.

Lassen Sie nicht reparieren, bevor der Versicherer zugestimmt hat.

NAMMERT Versicherungsmakler

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2Welche Versicherungen?

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