Zum Inhalt springen

Startseite / Versicherungsmakler / Privat

Reisekrankenversicherung: für Urlaub, Auslandsjahr und Winter im Süden

Die Reisekrankenversicherung ist der Teil der Reiseversicherung, auf den man nicht verzichten sollte. Sie zahlt Arzt, Spital und den Heimtransport nach Österreich, wenn Sie im Ausland krank werden oder verunglücken. Für Urlaube genügt eine Jahrespolizze, für Monate im Ausland braucht es eine eigene Langzeitpolizze. Storno, Gepäck und Assistance sind eigene Bausteine.

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Reicht die e-card im Urlaub?

Nein. In der EU, im EWR und in der Schweiz bekommen Sie mit der e-card nur die Leistungen der dortigen Sozialversicherung, oft mit Selbstbehalten und nur bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern. Außerhalb dieser Länder hilft sie meist gar nicht. Den Heimtransport nach Österreich übernimmt keine gesetzliche Krankenversicherung, auch nicht per Hubschrauber oder Ambulanzjet. Das deckt nur eine private Reisekrankenversicherung.

Reisekranken oder Reisepaket: was wirklich gebraucht wird

Die Reisekrankenversicherung ist eine private Krankenversicherung für die Zeit außerhalb Österreichs. Sie übernimmt Behandlungskosten, Spitalsaufenthalt, Medikamente und den Heimtransport. Reisepakete aus dem Reisebüro packen dazu Stornoschutz, Reiseabbruch, Gepäck und Hilfeleistungen in eine Polizze.

Ob sich das Paket lohnt, hängt davon ab, was Sie schon haben. Gepäck ist oft über die Haushaltsversicherung gedeckt, Haftung über die Haftpflicht im Haushaltspaket, der Heimtransport manchmal über einen Schutzbrief des Autofahrerclubs. Eine eigene Jahrespolizze für Reisekranken plus Storno für die teure Buchung ist meist die schlankere Lösung.

Längere Zeit im Ausland: Auslandsjahr, Studium, Überwintern

Jahrespolizzen decken jede Reise nur bis zu einer Höchstdauer, je nach Tarif um die sechs bis acht Wochen. Wer länger bleibt, riskiert, dass die gesamte Reise nicht versichert ist. Für Auslandssemester, Au pair, Work and Travel, Sabbatical oder den Winter auf den Kanaren gibt es eigene Langzeitpolizzen, die Monate bis Jahre laufen.

Die Prämie liegt dann deutlich über der Jahrespolizze für Urlaube, weil der Schutz die ganze Zeit trägt. Bevor Sie für längere Zeit ins Ausland gehen, klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, ob die Pflichtversicherung weiterläuft oder eine Selbstversicherung sinnvoll ist.

Krank im Ausland: so kommen Sie zu Ihrem Geld

Im Spital zuerst die Notrufnummer des Versicherers anrufen. Die Notrufzentrale klärt die Kostenübernahme mit dem Spital und organisiert den Heimtransport, wenn er nötig ist. Beim Arzt zahlen Sie meist selbst und reichen die detaillierte Honorarnote zu Hause ein.

Waren Sie in der EU mit der e-card beim Vertragsarzt, reichen Sie die Rechnung zuerst bei der ÖGK oder Ihrer Kasse ein. Die Kasse bestätigt, was sie erstattet hat, und mit dieser Bestätigung holen Sie sich den Rest von der privaten Reiseversicherung.

Was versichert ist

  • Ambulante Behandlung im Ausland
  • Spitalsaufenthalt mit Operation
  • Medikamente und Heilbehelfe auf ärztliche Verordnung
  • Schmerzstillende Zahnbehandlung
  • Heimtransport nach Österreich, in guten Tarifen schon wenn medizinisch sinnvoll
  • Überführung im Todesfall
  • Notrufzentrale mit Kostenzusage an das Spital

Was nicht versichert ist

  • Behandlungen, für die Sie eigens ins Ausland fahren
  • Behandlungen, die vor Reiseantritt schon geplant waren
  • Reisen über die vereinbarte Höchstdauer hinaus
  • Stornokosten, Gepäck und versäumte Anschlüsse
  • Zahnersatz über ein Provisorium hinaus
  • Kuraufenthalte

Wer sie braucht

  • Alle, die mit der e-card ins Ausland reisen, auch innerhalb der EU
  • Familien mit Kindern, bei denen ein Arztbesuch im Urlaub wahrscheinlich ist
  • Studierende, Au pairs und Work and Travel Reisende mit einer Langzeitpolizze
  • Pensionisten, die den Winter in Spanien, Portugal oder auf den Kanaren verbringen

Wer sie nicht braucht

  • Ein Komplettpaket, wenn Haushaltsversicherung und Haftpflicht bestehen und die Reise günstig ist
  • Eine zweite Reisekrankenversicherung über die Kreditkarte, wenn die eigene Jahrespolizze besser leistet

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Knöchelbruch beim Wandern in Kroatien, Spital plus liegender Heimtransport, schnell fünfstellig. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Die Behandlung zahlen alle Tarife. Den Heimtransport zahlt der einfache nur, wenn er medizinisch notwendig ist, der starke schon, wenn er sinnvoll ist.
  2. Lungenentzündung auf Reise in Kanada, Spital und Intensivstation, schnell fünfstellig und mehr. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Einfache Tarife nehmen Nordamerika aus oder begrenzen die Summe. Mit weltweiter, unbegrenzter Deckung ist die Rechnung bezahlt.
  3. Sturz in Woche zehn auf Gran Canaria, Spital und Heimtransport, mehrere tausend Euro. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Ist die Höchstdauer je Reise überschritten, zahlt die Jahrespolizze nicht. Geschützt ist nur, wer rechtzeitig verlängert oder eine Langzeitpolizze hat.
  4. Kind mit Fieber im Strandurlaub, Arztbesuch und Medikamente, meist überschaubar. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Ambulante Behandlung und verordnete Medikamente zahlt jede Reisekrankenversicherung. Honorarnote mit Diagnose aufheben.
  5. Hubschrauberbergung in den Dolomiten, mehrere tausend Euro. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt teilweise. Such- und Bergungskosten sind meist nur bis zu einer festen Summe gedeckt. Den Rest tragen Sie unter Umständen selbst.
  6. Geplante Zahnsanierung in Ungarn, mehrere tausend Euro. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Wer für eine Behandlung ins Ausland fährt, ist dafür nie versichert. Gedeckt ist nur, was unterwegs unerwartet nötig wird.

Was sie kostet

Eine Jahrespolizze für Reisekranken gehört zu den günstigeren Versicherungen. Deutlich teurer werden Langzeitpolizzen, Tarife für ältere Reisende und weltweite Deckung mit USA und Kanada.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Alter der Reisenden
  • Jahrespolizze für Urlaube oder Langzeitpolizze
  • Europa oder weltweit, mit oder ohne USA und Kanada
  • Höchstdauer je Reise
  • Einzelperson, Paar oder Familie
  • Selbstbehalt

Unabhängige aktuelle Prämienvergleiche für Österreich liegen uns nicht vor, deshalb hier keine Spannen. Die Höhe Ihrer Prämie zeigt erst das Angebot.

Die Tariflinien am Markt

01

Jahrespolizze Europa

Für Urlaube in Europa und rund ums Mittelmeer, jede Reise bis zur Höchstdauer. Für viele Familien ausreichend.

02

Jahrespolizze weltweit

Deckt auch Fernreisen, je nach Tarif mit oder ohne USA und Kanada. Für alle, die ab und zu weiter fliegen.

03

Langzeitpolizze

Für Monate bis Jahre im Ausland: Studium, Au pair, Auszeit oder Überwintern. Höhere Prämie, dafür die ganze Zeit versichert.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Heimtransport wenn medizinisch notwendig wenn medizinisch sinnvoll und vertretbar Der Unterschied entscheidet, ob Sie im ausländischen Spital bleiben müssen oder heimgeflogen werden.
Versicherungssumme hohe feste Summe unbegrenzt In Nordamerika reicht eine niedrige Summe für wenige Tage Intensivstation.
Dauer je Reise sechs Wochen acht Wochen oder mehr, verlängerbar Wer die Höchstdauer überschreitet, kann den Schutz für die ganze Reise verlieren.
Vorerkrankungen Ausschluss bekannter Leiden gedeckt bei unerwarteter Verschlechterung Wichtig für alle mit chronischer Erkrankung, die regelmäßig behandelt wird.
Notrufzentrale Erstattung gegen Honorarnote rund um die Uhr erreichbar, Kostenzusage direkt ans Spital So müssen Sie hohe Spitalsrechnungen nicht selbst vorstrecken.
Selbstbehalt fester Betrag je Schadenfall kein Selbstbehalt Bei kleinen Arztbesuchen bleibt mit Selbstbehalt oft nichts übrig.

Anbieter im Überblick

Reisekrankenversicherungen gibt es in Österreich von einem auf Reisen spezialisierten Versicherer, von den großen Versicherungsgruppen und als Clubleistung der Autofahrerclubs. Viele Polizzen werden im Reisebüro mit der Buchung abgeschlossen. Die Liste ist ein Marktüberblick.

VersichererEinordnung
Europäische ReiseversicherungReisespezialist, Jahres- und Einzelpolizzen, auch im Reisebüro
UNIQAgroße österreichische Versicherungsgruppe, Reisekranken einzeln oder im Paket
Wiener StädtischeVersicherer der Vienna Insurance Group
Generali Österreichösterreichische Gesellschaft der Generali-Gruppe
Allianz Österreichösterreichische Gesellschaft der Allianz
ÖAMTC SchutzbriefClubleistung mit Heimtransport und Hilfe, ersetzt keine vollständige Reisekrankenversicherung

Bedingungen aller Tarife vergleichen 11 Tarife von 8 Anbietern, Stand 24. Oktober 2026

Produkte und Bausteine am Markt

Jahrespolizze

Deckt alle Urlaubsreisen eines Jahres bis zur Höchstdauer je Reise. Für die meisten Reisenden die passende Lösung.

Einzelreise

Schutz für eine bestimmte Reise, oft im Reisebüro abgeschlossen. Bei mehr als einer Reise im Jahr meist teurer als die Jahrespolizze.

Langzeitpolizze

Für längere Aufenthalte, je nach Tarif bis zu mehreren Jahren. Für Auszeit, Weltreise und Überwintern.

Studium, Au pair, Work and Travel

Langzeittarife für junge Reisende, oft mit Altersgrenze. Gastländer und Hochschulen verlangen manchmal einen Nachweis.

Reisepaket

Reisekranken mit Storno, Abbruch und Gepäck in einer Polizze. Vor dem Abschluss prüfen, was davon schon versichert ist.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Mit der e-card bin ich in der EU so versichert wie daheim.

Das stimmt nicht.

Falsch. Die e-card bringt nur die Leistungen der Sozialversicherung im Urlaubsland, oft mit Selbstbehalten und nur bei Vertragspartnern. Den Heimtransport nach Österreich zahlt sie nie.

Wer die Höchstdauer überschreitet, kann für die ganze Reise ohne Schutz dastehen.

Das stimmt.

Richtig, je nach Bedingungen. Viele Jahrespolizzen decken eine zu lange Reise überhaupt nicht. Vorher verlängern oder eine Langzeitpolizze wählen.

Der ÖAMTC Schutzbrief ersetzt die Reisekrankenversicherung.

Das stimmt nicht.

Nein. Der Schutzbrief hilft beim Heimtransport und mit Hilfeleistungen, ist aber keine vollständige Krankenkostenversicherung für Arzt und Spital.

Die Reisekrankenversicherung lässt sich meist noch knapp vor der Abreise abschließen.

Das stimmt.

Stimmt. Anders als beim Stornoschutz gibt es in der Regel keine Frist nach der Buchung. Für eine schon laufende Reise gilt das aber nicht.

Mit der Bestätigung der ÖGK bekomme ich den Rest von der privaten Versicherung.

Das stimmt.

Richtig. Wer eine private Reiseversicherung hat, kann sich von der ÖGK bestätigen lassen, was sie erstattet hat, und den Restbetrag beim privaten Versicherer einreichen.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Mit der Jahrespolizze länger im Ausland bleiben als deren Höchstdauer
  • Beim Überwintern die Wochen am Stück nicht nachzählen
  • Sich auf die e-card verlassen und den Heimtransport vergessen
  • Im Spital nicht zuerst die Notrufnummer anrufen
  • Den ÖAMTC Schutzbrief für eine vollständige Krankenversicherung halten
  • Ein Paket nur wegen des Krankenbausteins kaufen

Häufig gefragt

Fragen und Antworten

Was unterscheidet Reisekrankenversicherung und Reiseversicherung?

Reiseversicherung ist der Sammelbegriff.

Die Reisekrankenversicherung ist ein Baustein davon und zahlt nur Behandlung und Heimtransport.

Storno, Reiseabbruch und Gepäck sind eigene Versicherungen.

Zahlt die ÖGK einen Heimtransport aus dem Ausland?

Nein.

Den Rücktransport nach Österreich übernimmt keine gesetzliche Krankenversicherung,

auch nicht per Ambulanzjet, Hubschrauber oder Rettungswagen.

Dafür braucht es eine private Reisekrankenversicherung.

Wie lange darf eine Reise mit der Jahrespolizze dauern?

Je nach Tarif meist sechs bis acht Wochen am Stück.

Die Zahl der Reisen im Jahr ist nicht begrenzt.

Für längere Aufenthalte gibt es Langzeitpolizzen.

Bin ich im Auslandssemester versichert?

Mit der normalen Jahrespolizze meist nicht, weil ein Semester länger dauert als deren Höchstdauer.

Dafür gibt es Langzeitpolizzen für Studierende.

Klären Sie zusätzlich mit Ihrer Krankenkasse, wie lange die e-card im Gastland gilt.

Was gilt bei Vorerkrankungen?

Unerwartete Erkrankungen und Unfälle sind gedeckt.

Bei bekannten Leiden entscheiden die Bedingungen:

Gute Tarife zahlen bei einer unerwarteten Verschlechterung.

Geplante Behandlungen sind ausgeschlossen.

Wie reiche ich Arztrechnungen aus dem Ausland ein?

Bei Behandlungen in der EU zuerst bei der ÖGK oder Ihrer Kasse.

Die Kasse bestätigt ihre Erstattung,

den Rest übernimmt mit dieser Bestätigung die private Reiseversicherung.

Außerhalb Europas direkt beim privaten Versicherer.

Kann ich die Polizze noch vor dem Abflug abschließen?

Meist ja.

Für die Reisekrankenversicherung gibt es in der Regel keine Wartezeit und keine Frist nach der

Buchung.

Für eine bereits laufende Reise ist ein Abschluss dagegen kaum möglich.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Reisekranken anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Reisekrankenversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.

Das gehört oft dazu

Boot oder Yacht? Dafür gibt es eigene Deckungskonzepte, ebenfalls über Ihren Makler.

Zur Bootsversicherung

Stand

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich.

Wir sind Makler und vermitteln Ihnen genau den Tarif, den Sie gewählt haben,

bei jedem Versicherer am Markt.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Ihre Angaben nutzen wir nur für den Rückruf. Mehr dazu im Datenschutz.