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Klassische Pensionsversicherung
Garantierter Rechnungszins plus Gewinnbeteiligung. Gut planbar, geringe Ertragserwartung.
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Die staatliche Pension aus dem Pensionskonto ersetzt nur einen Teil des letzten Einkommens. Private Pensionsversicherungen schließen diese Lücke mit einer lebenslangen Zusatzpension, die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge bekommt dafür eine staatliche Prämie. Entscheidend sind Laufzeit, Kosten und die Frage, ob Sie das Geld vor der Pension brauchen könnten.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Wer im Alter den gewohnten Lebensstandard halten will, braucht meist eine Ergänzung, weil die ASVG-Pension nur einen Teil des Aktiveinkommens ersetzt. Wie groß die Lücke ist, zeigt Ihr Pensionskonto, das Sie über die Pensionsversicherungsanstalt abrufen können. Eine private Pensionsversicherung lohnt sich vor allem bei langer Laufzeit und wenn das Geld bis zur Pension sicher entbehrlich ist. Wer kurzfristig flexibel bleiben muss, sollte zuerst eine Rücklage bilden.
Selbst rechnen
Was Sie in der Pension brauchen, steht in keinem Bescheid. Tragen Sie ein, was Sie monatlich ausgeben wollen, und was sicher hereinkommt.
Ohne Inflation und ohne Steuern gerechnet. Das Pensionskonto nennt einen Bruttowert, abzuziehen sind Krankenversicherung und Steuer.
Die klassische oder fondsgebundene Pensionsversicherung ist ungefördert, aber steuerlich schlank: Auf laufende Prämien fällt 4 Prozent Versicherungssteuer an, Erträge im Vertrag bleiben frei von Kapitalertragsteuer. Die spätere Pension ist erst dann einkommensteuerpflichtig, wenn die Summe der Auszahlungen den Wert des eingesetzten Kapitals übersteigt.
Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge nach § 108g EStG bekommt eine staatliche Prämie, 2026 sind es 4,25 Prozent auf bis zu 3.817,04 Euro Einzahlung. Das Geld ist mindestens zehn Jahre gebunden, die lebenslange Pension daraus ist steuerfrei. Wer vorher Kapital entnimmt, verliert die Hälfte der Prämie und zahlt Kapitalertragsteuer auf die Erträge.
Die Pensionszusatzversicherung nach § 108b EStG ist eine lebenslange Rentenversicherung mit derselben Prämie wie Arbeitnehmerbeiträge zur Pensionskasse. Die geförderten Beiträge sind begrenzt, die Pension daraus ist steuerfrei.
Viele ältere Beratungsunterlagen werben noch mit der Absetzbarkeit als Sonderausgabe. Für Verträge, die ab 2016 abgeschlossen wurden, gibt es diesen Vorteil nicht mehr, und für ältere Verträge ist er mit 2020 ausgelaufen. Wer heute abschließt, bekommt keinen Steuervorteil beim Einzahlen, sondern nur die günstige Besteuerung im Vertrag und bei der Auszahlung.
Das ändert die Rechnung für Gutverdiener: Anders als in Deutschland gibt es in Österreich keine private Pensionsform, deren Beiträge man in großem Umfang vom Einkommen abziehen kann. Umso wichtiger sind niedrige Kosten und ein garantierter Verrentungsfaktor.
Einmalerläge sind nur mit 4 Prozent Versicherungssteuer belegt, wenn der Vertrag mindestens 15 Jahre läuft, bei Personen ab 50 genügen zehn Jahre. Wird früher rückgekauft, verlangt das Finanzamt nachträglich 11 Prozent, und der Ertrag wird einkommensteuerpflichtig. Wer eine Erbschaft oder Abfertigung anlegen will, sollte die Laufzeit deshalb vorher festlegen.
Auch bei laufenden Prämien kostet ein früher Rückkauf viel, weil die Abschlusskosten in den ersten Jahren verrechnet werden. Prämienfreistellung oder Prämienpause sind fast immer günstiger als die Kündigung. Wir beraten zu Versicherungsverträgen, nicht zu einzelnen Fonds oder Wertpapieren.
Was versichert ist
Was nicht versichert ist
Wer sie braucht
Wer darauf verzichten kann
Pech-Rad
Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.
Kosten:
Die Prämie legen Sie selbst fest, Richtwerte wie bei Sachversicherungen gibt es deshalb nicht. Vergleichen sollten Sie Kosten, Garantien und den Verrentungsfaktor. Der Verein für Konsumenteninformation und die Arbeiterkammer empfehlen, sich die Kosten im Basisinformationsblatt genau anzusehen.
Wovon der Beitrag abhängt
Keine Beitragsrichtwerte, weil Sie die Prämie selbst bestimmen. Prämiensätze und Steuerregeln Stand 2026. Kosten und Garantien stehen erst im Angebot fest.
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Klassische Pensionsversicherung
Garantierter Rechnungszins plus Gewinnbeteiligung. Gut planbar, geringe Ertragserwartung.
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Fondsgebundene Pensionsversicherung
Das Guthaben liegt in Fonds, die Wertentwicklung schwankt. Bei langer Laufzeit die höheren Chancen, oft mit wählbarem Garantieanteil.
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Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge
Staatliche Prämie, gesetzliche Vorgaben zur Veranlagung, zehn Jahre Bindung und steuerfreie Pension. Die Förderung ist begrenzt, die Kosten entscheiden über den Nutzen.
| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
|---|---|---|---|
| Kosten | im Basisinformationsblatt vollständig ausgewiesen | niedrige laufende Kosten über die ganze Laufzeit | Über zwanzig Jahre zehren hohe Kosten einen großen Teil des Ertrags auf. |
| Verrentungsfaktor | bei Abschluss angegeben | ohne Vorbehalt garantiert | Nur der garantierte Faktor sagt, wie viel Pension aus dem Kapital sicher wird. |
| Rentengarantiezeit | 5 Jahre | frei wählbar, mit Auszahlung des Restkapitals | Bei frühem Tod nach Pensionsbeginn soll das Kapital nicht verloren gehen. |
| Prämienpause | Prämienfreistellung | Pause bis 24 Monate ohne Zusatzkosten | Karenz oder Arbeitslosigkeit sollen den Vertrag nicht beenden. |
| Flexibler Pensionsantritt | fixes Datum | Antritt innerhalb eines Zeitraums wählbar | Das Pensionsantrittsalter kann sich bis zu Ihrer Pension noch ändern. |
| Fondsauswahl | wenige Hausfonds | breite Auswahl und kostenloser Wechsel | Die Veranlagung soll zu Ihrem Risikoprofil passen. |
| Hinterbliebenenschutz | Prämienrückgewähr vor Pensionsbeginn | Guthabenauszahlung plus wählbare Rentengarantiezeit | Sonst bleibt das Kapital beim Versicherer. |
Private Pensionsversicherungen und Zukunftsvorsorge bieten die großen österreichischen Lebensversicherer an. Die Liste ist ein Marktüberblick, keine Aussage über eine Zusammenarbeit.
| Versicherer | Einordnung |
|---|---|
| Wiener Städtische | Teil der Vienna Insurance Group, Vertrieb über eigenen Außendienst, Banken und Makler |
| UNIQA | börsennotierter österreichischer Versicherungskonzern, Außendienst, Banken und Makler |
| Generali Versicherung | österreichische Tochter des italienischen Generali-Konzerns |
| Allianz Österreich | Teil der deutschen Allianz-Gruppe |
| DONAU Versicherung | Teil der Vienna Insurance Group |
| GRAWE | Grazer Wechselseitige, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit |
| ÖBV | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, ursprünglich für den öffentlichen Dienst gegründet |
| ERGO Versicherung | österreichische Tochter der ERGO Group, Teil der Munich Re |
| Helvetia Österreich | Tochter der Schweizer Helvetia-Gruppe |
Klassische Pensionsversicherung
Garantiezins plus Gewinnbeteiligung, 4 Prozent Versicherungssteuer auf laufende Prämien.
Fondsgebundene Pensionsversicherung
Veranlagung in Fonds, auf Wunsch mit Garantie oder Ablaufmanagement vor dem Pensionsantritt.
Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge
Nach § 108g EStG, 2026 mit 4,25 Prozent Prämie, mindestens zehn Jahre Bindung, Pension steuerfrei.
Pensionszusatzversicherung
Nach § 108b EStG, lebenslange Rente mit Prämie, begrenzte geförderte Beiträge.
Sofortpension gegen Einmalerlag
Ein vorhandenes Kapital wird sofort in eine lebenslange Pension umgewandelt, etwa zum Pensionsantritt.
Mythos oder Wahrheit
Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.
Die Pensionsversicherung zahlt auch dann, wenn ich 100 werde.
Das stimmt.
Stimmt, die Pension ist lebenslang vereinbart. Das unterscheidet sie von jedem Sparbuch und jedem Fondssparplan, deren Guthaben irgendwann aufgebraucht ist.
Frauen gehen in Österreich weiterhin mit 60 in Pension.
Das stimmt nicht.
Falsch. Seit 2024 steigt das Regelpensionsalter der Frauen schrittweise auf 65, je Halbjahrgang um ein halbes Jahr. Wer ab Mitte 1968 geboren ist, geht wie Männer mit 65.
Geht der Lebensversicherer pleite, ist das Geld weg.
Das stimmt nicht.
Falsch. Lebensversicherer müssen für die Ansprüche ihrer Kunden einen Deckungsstock bilden, ein gesondert verwaltetes Vermögen. Im Konkurs dient er vorrangig den Versicherten.
Wer früher anfängt, braucht für dieselbe Zusatzpension deutlich weniger Prämie.
Das stimmt.
Stimmt. Das Geld hat mehr Jahre, um Erträge zu bringen, und die Abschlusskosten verteilen sich über eine längere Laufzeit. Zehn Jahre später zu beginnen, muss man mit höheren Prämien ausgleichen.
Aus einer Pensionsversicherung gibt es nur eine Pension, niemals Kapital.
Das stimmt nicht.
Falsch. Viele Tarife haben ein Kapitalwahlrecht, das vor dem Pensionsbeginn ausgeübt wird. Bei der geförderten Zukunftsvorsorge kostet die Kapitalauszahlung allerdings die Hälfte der Prämie.
Fragen und Antworten
4,25 Prozent. Gefördert werden Einzahlungen bis 3.817,04 Euro im Jahr, die Prämie beträgt also höchstens 162,22 Euro. Der Satz wird jedes Jahr neu festgelegt.
Nein, nicht mehr. Der Sonderausgabenabzug gilt nicht für Verträge ab 2016 und ist für ältere mit 2020 ausgelaufen. Der Vorteil liegt heute in der Besteuerung im Vertrag: 4 Prozent Versicherungssteuer statt Kapitalertragsteuer auf die Erträge.
Sie verlieren die Hälfte der erhaltenen Prämien, und auf die Erträge fällt Kapitalertragsteuer an. Günstiger ist es meist, den Vertrag prämienfrei zu stellen oder nach der Bindungsfrist als Pension auszahlen zu lassen.
Erst, wenn die Summe der ausgezahlten Pensionen den Wert des eingezahlten Kapitals übersteigt. Bis dahin ist sie einkommensteuerfrei. Pensionen aus Zukunftsvorsorge und Pensionszusatzversicherung sind steuerfrei.
Nur, wenn Sie die Mindestlaufzeit sicher einhalten können: 15 Jahre, ab 50 Jahren zehn Jahre. Sonst erhebt das Finanzamt 11 Prozent Versicherungssteuer statt 4 Prozent, und der Ertrag wird einkommensteuerpflichtig.
Bei vielen Tarifen ja, über eine Prämienpause oder Prämienfreistellung. Gute Tarife erlauben bis zu 24 Monate Pause ohne Zusatzkosten. Vor einer Kündigung sollten Sie diese Möglichkeiten immer prüfen.
Bei Lebensversicherungen 30 Tage ab Verständigung vom Zustandekommen des Vertrags, ohne Angabe von Gründen (§ 165a VersVG).
Im Pensionskonto, abrufbar über die Pensionsversicherungsanstalt oder mit ID Austria online. Die Kontomitteilung zeigt die bisher erworbene Gutschrift, daraus lässt sich die Lücke zum gewünschten Einkommen abschätzen.
Die klassische Pensionsversicherung garantiert einen Rechnungszins und je nach Tarif einen Verrentungsfaktor. Fondsgebundene Tarife garantieren die Wertentwicklung nicht, außer ein Garantiebaustein ist vereinbart. Gewinnbeteiligungen sind nie garantiert.
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Muss ich als Arbeitgeber in Österreich eine Betriebspension anbieten?

Bekomme ich eine Pension, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?

Wie hoch soll die Ablebensversicherung sein?

Reicht das Pflegegeld in Österreich aus?

Brauche ich eine Bestattungsvorsorge?
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Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.
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