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Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser und Sturm als getrennte Verträge oder Positionen. Transparent, aber mit dem Risiko, dass eine Gefahr fehlt.
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Die Betriebsinhaltsversicherung deckt Einrichtung, Maschinen, Vorräte und Waren eines Betriebs gegen Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser und Sturm. In Österreich wird sie meist als Bündelpolizze für Gewerbe angeboten, oft gemeinsam mit Betriebshaftpflicht und Glas. Die zwei Stolperstellen sind eine zu niedrige Versicherungssumme und die knappen Grenzen bei Hochwasser.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Nein, gesetzlich ist sie freiwillig. Viele Bestandverträge über Geschäftslokale verlangen sie aber, ebenso Banken und Leasinggeber. Wirtschaftlich ist sie für fast jeden Betrieb sinnvoll, der mehr Einrichtung, Werkzeug oder Ware hat, als er nach einem Brand aus eigenen Mitteln sofort neu kaufen könnte. Versichert wird der Neuwert aller Betriebssachen, und genau dieser Wert wird häufig unterschätzt.
Ist die Versicherungssumme niedriger als der Versicherungswert, ersetzt der Versicherer den Schaden nur im Verhältnis der beiden Werte. Sind Einrichtung und Waren 150.000 Euro wert und 75.000 Euro versichert, bekommen Sie nach einem Wasserschaden von 10.000 Euro nur 5.000 Euro. Die Kürzung trifft jeden Teilschaden, nicht erst den Totalschaden.
Abhilfe schafft eine Versicherung auf Erstes Risiko für bestimmte Positionen, bei der bis zur vereinbarten Summe ohne Kürzung gezahlt wird, oder ein ausdrücklicher Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung. Ohne eine solche Vereinbarung gilt § 56 VersVG, und die Summe muss mit dem Betrieb mitwachsen.
Überschwemmung, Hochwasser, Vermurung und Lawine sind in österreichischen Betriebspolizzen meist nur mit einem eigenen Höchstbetrag gedeckt, der weit unter der Versicherungssumme liegt. In Zonen mit hohem Risiko ist mehr oft gar nicht zu bekommen. Wer in einem Gefahrenzonenbereich arbeitet, sollte diese Grenze kennen, bevor das Wasser kommt.
Die Beihilfen der Länder aus dem Katastrophenfonds ersetzen nur einen Teil des Schadens und nur, was nicht versichert ist. Sie sind eine Hilfe, keine Planungsgrundlage. Nach dem Hochwasser 2024 gab es für Betriebe zusätzlich ein Sonderprogramm des aws, auch das war keine Versicherungsleistung.
Nach § 61 VersVG ist der Versicherer leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer den Schaden grob fahrlässig herbeiführt. Eine anteilige Kürzung wie in Deutschland kennt das Gesetz nicht. Der eingeschaltete Heizstrahler neben dem Karton oder das gekippte Fenster über Nacht kann deshalb den ganzen Anspruch kosten.
Bessere Polizzen mildern das vertraglich ab, etwa durch einen Verzicht für bestimmte Fälle oder einen Höchstbetrag, der trotz grober Fahrlässigkeit gezahlt wird. Diese Klausel ist bei Gewerbe wichtiger als ein paar Euro Prämie.
Pech-Rad
Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.
Kosten:
Die Prämie ergibt sich aus der Versicherungssumme, der Betriebsart und der Lage. Die Branche wiegt schwer: Eine Tischlerei ist ein anderes Brandrisiko als eine Steuerberatungskanzlei, ein Juwelier ein anderes Einbruchsrisiko als ein Blumengeschäft. Zur Prämie kommt die Versicherungssteuer.
Für Betriebsinhalt gibt es in Österreich keine veröffentlichten Prämienvergleiche, auf die man sich stützen könnte. Die Prämie steht erst im Angebot fest.
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Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser und Sturm als getrennte Verträge oder Positionen. Transparent, aber mit dem Risiko, dass eine Gefahr fehlt.
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Alle Grundgefahren in einer Polizze, dazu Glas, Betriebshaftpflicht und oft eine Betriebsunterbrechung. In Österreich die übliche Form für kleine und mittlere Betriebe.
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Höhere Grenzen für Hochwasser, Klauseln zur groben Fahrlässigkeit, Unterversicherungsverzicht und Allgefahrenelemente. Für Betriebe mit hohen Werten.
| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
|---|---|---|---|
| Unterversicherung | § 56 VersVG gilt voll | Verzicht oder Erstes Risiko für wesentliche Positionen | Sonst kürzt jede zu niedrige Summe auch kleine Schäden. |
| Grobe Fahrlässigkeit | Leistungsfreiheit nach § 61 VersVG | vertraglicher Einschluss bis zu einer festen Summe | In Österreich hängt daran oft der ganze Anspruch. |
| Hochwasser und Überschwemmung | niedriges Sublimit oder ausgeschlossen | Sublimit, das zum Wert der Einrichtung passt | Die Unwetter der letzten Jahre haben gezeigt, wie weit Standardgrenzen daneben liegen. |
| Kostenpositionen | Aufräumungskosten mit kleinem Betrag | Aufräumung, Abbruch, Entsorgung und Dekontamination mit eigenen Summen | Nach einem Brand frisst die Entsorgung schnell einen großen Teil der Summe. |
| Fremde Sachen | nicht versichert | Kundengut und Kommissionsware eingeschlossen | Ware, die Ihnen Kunden zur Reparatur geben, müssen Sie ersetzen. |
| Überspannung | nur durch direkten Blitz | Überspannung durch Blitz und Netz eingeschlossen | Kassen und Steuerungen gehen fast immer durch Überspannung kaputt, nicht durch Feuer. |
| Betriebsunterbrechung | nicht enthalten | Ertragsausfall mit ausreichender Haftzeit in der Bündelpolizze | Nach dem Schaden laufen Löhne und Miete weiter. |
Betriebsinhalt bieten in Österreich die großen Sachversicherer und die Landesversicherer an, meist als Gewerbe-Bündelpolizze. Die Liste ist ein Marktüberblick ohne Wertung.
| Versicherer | Einordnung |
|---|---|
| UNIQA | börsennotierte österreichische Versicherungsgruppe, eigene Gewerbeprodukte |
| Wiener Städtische | Teil der Vienna Insurance Group, Firmen- und Gewerbekunden |
| Generali | Generali Versicherung AG, Teil der italienischen Generali-Gruppe |
| Allianz | Allianz Elementar Versicherungs-AG, Gewerbe und Industrie |
| Zurich | Zürich Versicherungs-AG, Firmenkunden über Makler und Vertrieb |
| DONAU Versicherung | Teil der Vienna Insurance Group |
| Grazer Wechselseitige | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Graz |
| Oberösterreichische Versicherung | regionaler Versicherer mit Gewerbegeschäft |
| Helvetia | Helvetia Versicherungen AG, österreichische Gesellschaft eines Schweizer Konzerns |
Inhalt, Glas, Betriebshaftpflicht und oft Betriebsunterbrechung in einem Vertrag, mit Branchentarif.
Für Betriebe, die einzelne Gefahren gezielt und mit eigener Summe versichern wollen.
Für Positionen wie Bargeld, Kundengut oder Aufräumungskosten: Bezahlt wird bis zur Summe, ohne Unterversicherungsprüfung.
Eigene Lösungen für Gastronomie, Ordinationen, Friseure oder Kfz-Werkstätten mit typischen Einschlüssen wie Kühlgut.
Mythos oder Wahrheit
Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.
Ein Sturm ist für die Versicherung erst ein Sturm, wenn Orkanwarnung herrscht.
Das stimmt nicht.
Nein, nach den österreichischen Bedingungen reicht eine Windgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h am Versicherungsort. Ob sie erreicht wurde, lässt sich bei GeoSphere Austria nachfragen.
Klettert ein Dieb durch das gekippte Fenster, ist das kein Einbruch und nicht versichert.
Das stimmt nicht.
Einsteigen zählt als Einbruchsdiebstahl. Das eigentliche Risiko liegt woanders: Ein über Nacht offenes Fenster kann als grob fahrlässig gewertet werden, und dann droht nach § 61 VersVG die Leistungsfreiheit.
Sperrt der Dieb mit einem bei einem Einbruch gestohlenen Originalschlüssel auf, ist das gedeckt.
Das stimmt.
Ja, das Aufsperren mit Schlüsseln, die durch Einbruch oder Beraubung erlangt wurden, gilt als Einbruchsdiebstahl. Anders ist es mit einem Schlüssel, den Sie einfach verloren haben.
Für mein kleines Geschäft reicht die private Haushaltsversicherung.
Das stimmt nicht.
Nein, die Haushaltsversicherung deckt die Wohnung und den privaten Hausrat. Geschäftsräume, Waren und Betriebseinrichtung sind dort nicht versichert, beruflich genutzte Geräte in der Wohnung nur eingeschränkt.
Den Schaden durch das Löschwasser der Feuerwehr zahlt die Feuerversicherung mit.
Das stimmt.
Stimmt, Löschwasser, Ruß und Schäden durch das Aufbrechen von Türen gehören zum Brandschaden. Oft ist dieser Teil sogar größer als das, was tatsächlich verbrannt ist.
Fragen und Antworten
Nur wenn Hochwasser und Überschwemmung eingeschlossen sind, und dann meist nur bis zu einem eigenen Höchstbetrag. Dieser liegt oft weit unter dem Wert der Einrichtung. Lesen Sie die Grenze in Ihrer Polizze nach und fragen Sie, ob eine höhere Summe möglich ist.
Ein Vertrag, der mehrere Sparten für einen Betrieb zusammenfasst: Inhalt, Glas, Betriebshaftpflicht, oft auch Betriebsunterbrechung und Rechtsschutz. Das ist praktisch und oft günstiger als Einzelverträge. Jede Position hat aber ihre eigene Summe, und die muss stimmen.
Der Versicherer zahlt bis zur vereinbarten Summe, ohne zu prüfen, ob der Gesamtwert höher ist. Eine Unterversicherung spielt dann keine Rolle. Üblich ist das für Bargeld, Kundengut, Aufräumungskosten oder Sachen außerhalb des Betriebs.
Nein. Versichert sind Einbruchsdiebstahl und Beraubung. Ware, die jemand während der Öffnungszeiten einsteckt, ist in der Betriebsinhaltsversicherung nicht gedeckt.
So hoch wie der Neuwert aller Einrichtung, Maschinen und Geräte plus der höchste übliche Warenstand zum Einkaufspreis. Setzen Sie die Summe nach der Saisonspitze an, nicht nach dem Durchschnitt, oder vereinbaren Sie eine Vorsorge für schwankende Bestände.
Nicht gesetzlich, aber der Versicherer kann sie ab bestimmten Werten oder Branchen verlangen. Steht eine Alarmanlage in der Polizze, muss sie im Schadenfall eingeschaltet und gewartet gewesen sein, sonst drohen Leistungskürzungen.
Das hängt von der vereinbarten Laufzeit ab. Das Kündigungsrecht nach drei Jahren aus § 8 VersVG gilt nur für Verbraucher, Unternehmer sind an die Laufzeit gebunden. Nach einem Schadenfall können beide Seiten kündigen.
Gegen Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser und Sturm ja. Gegen Kurzschluss, Bedienungsfehler, Sturz oder Überspannung aus dem Netz nicht, dafür gibt es die Elektronikversicherung.
Weil die Gewerbepolizzen in Österreich bei Hochwassergrenzen, grober Fahrlässigkeit und Unterversicherung stark auseinandergehen. Als Makler vergleichen wir in Ihrem Auftrag und vertreten Sie im Schadenfall gegenüber dem Versicherer.
NAMMERT Versicherungsmakler
Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.

Braucht ein Betriebsgebäude in Österreich eine eigene Versicherung?

Welche Betriebsunterbrechungsversicherung brauche ich: Sach-BU oder BUFT?

Was deckt eine Elektronikversicherung, das die Betriebsinhaltsversicherung nicht deckt?

Muss ein Betrieb in Österreich eine Haftpflichtversicherung haben?

Zahlt der Staat, wenn mein Haus überflutet wird?
Welche Versicherungen brauche ich?
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Versicherungen, die Sie meist nicht brauchen
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Zur BootsversicherungNAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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