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Zahnversicherung in Österreich: Kronen, Brücken und Implantate zahlt die Kasse nicht

Die Krankenkasse deckt beim Zahnarzt Kontrolle, einfache Füllungen, Extraktionen und bestimmte abnehmbare Prothesen. Festsitzender Zahnersatz wie Kronen, Brücken und Implantate ist in Österreich Privatleistung. Eine Zahnversicherung übernimmt einen Teil dieser Kosten, und genau dort liegen die großen Rechnungen.

Zahnversicherung

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Zahlt die ÖGK Kronen und Implantate?

Nein. Kronen, Brücken und Implantate sind keine Kassenleistungen, auch nicht anteilig; Sie bezahlen sie zur Gänze selbst. Die Kasse leistet bei abnehmbarem Zahnersatz, bei Füllungen, Wurzelbehandlungen und Extraktionen. Eine Zahnversicherung erstattet je nach Tarif einen festen Prozentsatz der Rechnung für Zahnersatz, oft 50 bis 80 Prozent, meist bis zu einem Jahreshöchstbetrag.

Selbst rechnen

Zahnersatz: was bei Ihnen hängen bleibt

Festsitzender Zahnersatz ist meist keine Kassenleistung. Tragen Sie Rechnung, allfälligen Kassenzuschuss und die Erstattung Ihres Tarifs ein.

Vereinfachte Rechnung.

Was Kasse und Patient beim Zahnarzt tragen

Beim Vertragszahnarzt sind Untersuchung, Röntgen, einfache Füllungen, Wurzelbehandlung und Zahnentfernung Kassenleistungen. Für abnehmbare Prothesen gibt es einen Kassenanteil mit Zuzahlung. Alles, was festsitzend ersetzt wird, verhandeln Sie privat mit dem Zahnarzt.

Weil die Preise für Kronen und Implantate frei vereinbart werden, unterscheiden sie sich zwischen Praxen und Bundesländern deutlich. Holen Sie vor größeren Arbeiten einen schriftlichen Kostenvoranschlag ein. Diesen verlangt auch jeder Versicherer, bevor er eine Leistung zusagt.

Zahnspange für Kinder: die Gratisregel und ihre Grenze

Seit 2015 zahlt die Kasse eine festsitzende Zahnspange für Kinder und Jugendliche bis 18 vollständig, wenn die Fehlstellung schwer ist, das heißt Grad 4 oder 5 auf der IOTN-Skala. Die Behandlung muss bei einem Vertragskieferorthopäden erfolgen.

Bei leichteren Fehlstellungen, also Grad 1 bis 3, gibt es nur einen Kostenzuschuss oder gar nichts. Dann zahlen Eltern oft mehrere tausend Euro. Eine Kinderzahnversicherung, die vor der ersten Untersuchung beim Kieferorthopäden besteht, kann diese Lücke schließen.

Wartezeit, Staffel und angeratene Behandlungen

Zahnversicherungen haben meist eine Wartezeit von einigen Monaten und begrenzen die Leistung in den ersten Jahren. Behandlungen, die vor Vertragsbeginn angeraten oder begonnen wurden, sind ausgeschlossen.

Wer einen Zahn schon verloren hat oder gerade einen Kostenvoranschlag in der Hand hält, bekommt diese Arbeit nicht mehr versichert. Der richtige Zeitpunkt ist nach einer Kontrolle ohne Befund.

Was versichert ist

  • Kronen, Brücken und Implantate zu einem festen Prozentsatz
  • Inlays und hochwertige Füllungen statt einfacher Kassenfüllung
  • Mundhygiene beim Zahnarzt, je nach Tarif ein- oder zweimal im Jahr
  • Kieferorthopädie für Kinder bei leichten Fehlstellungen, je nach Tarif
  • Zuzahlungen bei abnehmbarem Zahnersatz
  • Zahnbehandlung nach Unfällen ohne Staffelgrenzen
  • Wahlzahnarzt, soweit die Kasse nicht erstattet

Was nicht versichert ist

  • Arbeiten, die vor Vertragsbeginn angeraten oder begonnen waren
  • Bereits fehlende Zähne, je nach Tarif
  • Beträge über dem Jahreshöchstbetrag oder der Staffel
  • Rein ästhetische Behandlungen wie Bleaching
  • Kieferorthopädie für Erwachsene, außer in Spezialtarifen

Wer sie braucht

  • Erwachsene, bei denen in den nächsten Jahren Kronen oder Implantate absehbar sind, solange noch kein Befund vorliegt
  • Eltern von Kindern vor der ersten Untersuchung beim Kieferorthopäden
  • Wer Mundhygiene regelmäßig machen lässt und sie über die Versicherung bezahlen will

Wer darauf verzichten kann

  • Wer bereits einen Kostenvoranschlag hat, weil diese Arbeit ausgeschlossen ist
  • Wer größere Zahnarztrechnungen aus Rücklagen bezahlen kann

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Implantat im Seitenzahn, rund 2.000 bis 4.000 € mit Krone. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Festsitzender Zahnersatz ist Privatsache. Ein Basistarif zahlt 50 Prozent bis zu einer niedrigen Jahresgrenze, starke Tarife 80 Prozent und mehr.
  2. Mundhygiene zweimal im Jahr, rund 80 bis 150 € je Termin. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Die Kasse zahlt die professionelle Reinigung nicht. Komforttarife übernehmen zwei Termine im Jahr.
  3. Zahnspange bei leichter Fehlstellung, rund 3.000 bis 6.000 €. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Die Gratiszahnspange gibt es nur bei schweren Fehlstellungen. Für leichtere Grade zahlen nur Tarife mit Kieferorthopädie, meist anteilig.
  4. Krone nach Sturz mit dem Rad, rund 600 bis 1.200 €. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Bei Unfällen verzichten starke Tarife auf die Staffel. Basistarife zahlen den gewohnten Prozentsatz bis zur Jahresgrenze.
  5. Bleaching für die Maturafotos, rund 300 bis 600 €. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Ästhetische Behandlungen sind ausgeschlossen, auch in Premiumtarifen.
  6. Brücke war schon besprochen, rund 1.500 bis 3.000 €. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Was vor Vertragsbeginn angeraten war, zahlt kein Tarif. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Empfehlung.

Was sie kostet

Der Beitrag hängt vom Alter, vom Erstattungssatz und vom Jahreshöchstbetrag ab. Tarife mit hohem Satz und ohne Staffel kosten deutlich mehr.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Eintrittsalter
  • Erstattungssatz für Zahnersatz
  • Jahreshöchstbetrag
  • Mundhygiene und Kieferorthopädie als Bausteine
  • Staffel in den ersten Jahren
  • Fehlende Zähne bei Abschluss

Wir nennen keine Beitragsbeispiele, weil für Österreich keine breit veröffentlichten Tarifvergleiche vorliegen, die eine seriöse Spanne tragen. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Zahnersatz-Basis

Fester Prozentsatz für Kronen und Implantate mit niedrigem Jahreshöchstbetrag.

02

Zahn Komfort

Höherer Satz, Mundhygiene, höhere Jahresgrenze. Der übliche Umfang.

03

Zahn Premium

Hoher Satz, Kieferorthopädie, kurze Staffel. Oft als Baustein einer ambulanten Gesamtversicherung.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Erstattungssatz Zahnersatz 50 % 80 % und mehr Bei einem Implantat entscheidet der Satz über Hunderte Euro.
Jahreshöchstbetrag niedrig hoch oder ohne Grenze nach der Staffel Mehrere Implantate in einem Jahr sprengen kleine Budgets.
Staffel mehrjährig mit engen Grenzen kurz, Unfälle ausgenommen In den ersten Jahren zählt, was die Staffel erlaubt.
Mundhygiene nicht enthalten zweimal im Jahr Regelmäßige Reinigung beugt teuren Arbeiten vor.
Kieferorthopädie Kinder ausgeschlossen auch bei IOTN 1 bis 3 Unterhalb der Gratisgrenze zahlen Eltern alles selbst.
Wartezeit mehrere Monate keine oder kurze Wartezeit Ein Schaden kurz nach Abschluss wäre sonst nicht gedeckt.

Anbieter im Überblick

Zahnversicherungen bieten in Österreich vor allem die Krankenversicherer an, als eigenen Tarif oder als Baustein. Die Liste ist ein Marktüberblick.

VersichererEinordnung
UNIQAbörsennotierte Versicherungsgruppe
Merkur VersicherungGrazer Versicherer, Schwerpunkt Krankenversicherung
Wiener StädtischeTeil der Vienna Insurance Group
GeneraliTeil der italienischen Generali-Gruppe
Allianzösterreichische Gesellschaft der Allianz-Gruppe
DONAU VersicherungTeil der Vienna Insurance Group

Produkte und Bausteine am Markt

Zahnersatzversicherung

Kronen, Brücken und Implantate zu einem festen Satz.

Zahnbaustein in der ambulanten Versicherung

Teil eines Gesamtpakets mit Wahlarzt und Heilbehelfen, mit gemeinsamem oder eigenem Budget.

Kinderzahnversicherung

Mit Kieferorthopädie für leichtere Fehlstellungen, vor der ersten Untersuchung abzuschließen.

Zahnprophylaxe-Tarif

Nur Mundhygiene und Kontrolle, günstig, aber ohne Schutz bei Zahnersatz.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Seit dem Amalgamverbot 2025 zahlt die Kasse jede Füllung ohne Aufpreis.

Das stimmt nicht.

Falsch. Das EU-Verbot gilt seit 1. Jänner 2025, eine bundesweit einheitliche Kassenlösung für das Ersatzmaterial gab es danach lange nicht, je nach Kasse und Zahnarzt fallen Aufzahlungen an. Fragen Sie vor der Behandlung, welches Material Ihre Kasse übernimmt und was Sie dazuzahlen.

Einen ausgeschlagenen Zahn kann auch die private Unfallversicherung zahlen.

Das stimmt.

Stimmt, viele Unfallversicherungen haben Unfallkosten oder kosmetische Operationen nach Unfällen eingeschlossen. Prüfen Sie die Obergrenze in der Polizze, bevor Sie beide Versicherer anschreiben.

Implantate zahlt die Kasse in Österreich bei niemandem.

Das stimmt nicht.

Falsch, aber fast. In eng begrenzten medizinischen Ausnahmefällen, etwa nach einer Tumoroperation im Kiefer, kann die Kasse Implantate übernehmen. Für alle anderen bleibt es Privatleistung.

Beim Zahnarzt ohne Kassenvertrag bekomme ich von der Kasse keinen Cent.

Das stimmt nicht.

Falsch. Für Leistungen, die auch ein Kassenzahnarzt verrechnen darf, erstattet die Kasse einen Teil ihres eigenen Tarifs. Reichen Sie die Rechnung mit der Leistungsaufstellung ein.

Kieferorthopädie für Erwachsene zahlt kaum eine Zahnversicherung.

Das stimmt.

Stimmt. Die meisten Tarife beschränken Zahnspangen auf Kinder und Jugendliche. Ausnahmen sind Spezialtarife oder Behandlungen nach einem Unfall.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Annehmen, die Kasse beteilige sich an Kronen oder Implantaten
  • Erst abschließen, wenn der Kostenvoranschlag schon da ist
  • Einen Tarif mit niedrigem Jahreshöchstbetrag für mehrere Implantate einplanen
  • Bei Kindern warten, bis der Kieferorthopäde eine Behandlung empfiehlt
  • Fehlende Zähne im Antrag nicht angeben

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet ein Implantat in Österreich?

Das vereinbart jede Praxis frei, einheitliche Preise gibt es nicht. Verlangen Sie vor der Behandlung einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Die Kasse beteiligt sich an Implantaten nicht.

Ist die Zahnspange für Kinder gratis?

Bei schweren Fehlstellungen, IOTN Grad 4 und 5, ja: Die Kasse zahlt die festsitzende Zahnspange bis zum 18. Geburtstag beim Vertragskieferorthopäden. Bei leichteren Fehlstellungen zahlen die Eltern ganz oder großteils selbst.

Zahlt die Kasse die Mundhygiene?

Grundsätzlich nicht, einzelne Kassen geben Zuschüsse, etwa für bestimmte Gruppen. Viele Zahnversicherungen erstatten eine oder zwei Mundhygienen im Jahr.

Kann ich eine Zahnversicherung abschließen, wenn eine Behandlung ansteht?

Ja, aber die angeratene Behandlung bleibt ausgeschlossen. Die Versicherung zahlt nur für Befunde, die nach Vertragsbeginn entstehen.

Wie funktioniert die Staffel?

In den ersten Vertragsjahren gilt ein niedrigerer Höchstbetrag, der jedes Jahr steigt. Danach leistet der Tarif bis zur vollen Jahresgrenze. Unfälle sind meist ausgenommen.

Zahlt die Zahnversicherung auch beim Wahlzahnarzt?

Ja, bei Privatleistungen spielt der Kassenvertrag keine Rolle. Bei Kassenleistungen reichen Sie die Rechnung zuerst bei der Kasse ein, die Versicherung erstattet dann einen Teil der Differenz, je nach Tarif.

Gilt die Zahnversicherung auch für Behandlungen im Ausland?

Viele Tarife leisten auch für Behandlungen in anderen EU-Ländern, etwa in Ungarn, zu den vertraglichen Sätzen. Prüfen Sie die Bedingungen und lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung ausstellen.

Kann ich die Zahnversicherung kündigen?

In der Regel zum Ende des Versicherungsjahres, manche Tarife haben eine Mindestlaufzeit. Ein späterer Neuabschluss beginnt wieder mit Wartezeit und Staffel.

NAMMERT Versicherungsmakler

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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

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3Angaben zu Ihren Wünschen

Zahnversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
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