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Erwerbsunfähigkeit
Leistet nur, wenn Sie gar keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen können. Günstiger, aber ähnlich streng wie die gesetzliche Invaliditätspension.
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Wer krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann, bekommt in Österreich nur unter strengen Voraussetzungen eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension. Oft wird zuerst Rehabilitation verlangt, und ohne Berufsschutz verweist die Pensionsversicherung auf jede andere Tätigkeit. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen, wenn Sie Ihren eigenen Beruf nicht mehr ausüben können.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Nur wenn Sie Berufsschutz haben und die Beeinträchtigung voraussichtlich dauerhaft ist. Berufsschutz haben vor allem Angestellte und Menschen in einem erlernten oder angelernten Beruf, den sie lange genug ausgeübt haben. Alle anderen werden auf den gesamten Arbeitsmarkt verwiesen. Für ab 1964 Geborene gibt es bei vorübergehender Invalidität keine befristete Pension mehr, sondern Rehabilitationsgeld oder Umschulung. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung fragt nur nach Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf.
Selbst rechnen
Die Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension ist an strenge Voraussetzungen gebunden und meist deutlich niedriger als der Lohn. Tragen Sie ein, was Sie netto haben und was die Pension ergäbe (Pensionskonto).
Ohne Steuern, Inflation und Valorisierung.
Die Pensionsversicherungsanstalt unterscheidet zwei Gruppen. Wer einen erlernten oder angelernten Beruf lange genug ausgeübt hat oder als Angestellter tätig war, genießt Berufsschutz: Er wird nur auf Tätigkeiten innerhalb seiner Berufsgruppe verwiesen. Alle anderen müssen jede Arbeit annehmen, die der allgemeine Arbeitsmarkt bietet, bevor eine Invaliditätspension infrage kommt.
Seit 2014 hat Rehabilitation Vorrang. Für Menschen, die ab dem 1. Jänner 1964 geboren sind, gibt es bei nur vorübergehender Invalidität keine befristete Pension mehr. Stattdessen zahlt die Krankenversicherung Rehabilitationsgeld, oder das AMS zahlt Umschulungsgeld, wenn ein Berufswechsel zumutbar ist. Das ist sozialpolitisch sinnvoll, sichert aber das bisherige Einkommen nicht.
Die private BU misst an Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er konkret ausgestaltet war. Ist die Tischlerin zu mindestens 50 Prozent nicht mehr in der Lage, ihn auszuüben, und dauert das voraussichtlich mindestens sechs Monate, zahlt ein guter Tarif die vereinbarte Monatsrente. Ob sie theoretisch an einer Supermarktkassa arbeiten könnte, spielt dann keine Rolle, sofern der Vertrag auf die abstrakte Verweisung verzichtet.
In Österreich ist die selbstständige BU weniger verbreitet als in Deutschland, viele Menschen haben stattdessen eine Unfallversicherung. Die deckt aber nur Unfälle, und die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen durch Krankheit, allen voran Erkrankungen von Rücken und Psyche.
Im Antrag fragt der Versicherer nach Arztbesuchen, Diagnosen, Therapien und Medikamenten der letzten Jahre. Unrichtige oder unvollständige Angaben berechtigen ihn nach dem Versicherungsvertragsgesetz zum Rücktritt, und das zeigt sich meist erst im Leistungsfall.
Holen Sie deshalb vor dem Antrag Ihre Befunde ein und prüfen Sie, was bei der Sozialversicherung dokumentiert ist. Bei Vorerkrankungen klären wir mit anonymen Voranfragen, welcher Versicherer zu welchen Bedingungen annimmt, bevor ein Antrag unter Ihrem Namen gestellt wird.
Pech-Rad
Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.
Kosten:
Die Prämie richtet sich vor allem nach Beruf, Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Körperlich belastende Berufe sind deutlich teurer, manche werden nur mit Einschränkungen angenommen.
Wir nennen keine Prämienspanne, weil Beruf und Gesundheit den Preis zu stark bestimmen. Ihre Prämie steht erst im Angebot fest.
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Leistet nur, wenn Sie gar keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen können. Günstiger, aber ähnlich streng wie die gesetzliche Invaliditätspension.
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Leistet bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf. Der eigentliche Schutz der Arbeitskraft.
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Zusätzlich Pflegeleistung, garantierte Rentensteigerung, Leistung bei längerer Arbeitsunfähigkeit und umfassende Nachversicherung.
| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
|---|---|---|---|
| Abstrakte Verweisung | Verzicht | Verzicht, auch nach Berufswechsel | Sonst verweist der Versicherer wie die Pensionsversicherung auf eine andere Tätigkeit. |
| Prognosezeitraum | sechs Monate | sechs Monate mit rückwirkender Leistung | Längere Prognosezeiträume verschieben die erste Zahlung. |
| Nachversicherung | Heirat und Geburt eines Kindes | auch Wohnbaukredit, Gehaltserhöhung, Selbstständigkeit | Die Rente muss mitwachsen, ohne neue Gesundheitsprüfung. |
| Leistung bei Arbeitsunfähigkeit | keine | Rente nach sechs Monaten Krankenstand, bis die BU geprüft ist | Die Prüfung dauert oft Monate, in denen sonst kein Geld fließt. |
| Endalter | 60 | bis zum Regelpensionsalter | Eine Lücke von einigen Jahren bis zur Alterspension lässt sich später kaum schließen. |
| Prämienstundung | auf Antrag | zinslos, auch bei Karenz und Arbeitslosigkeit | Wer in einer engen Phase kündigt, bekommt den Schutz später oft nicht wieder. |
Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten in Österreich vor allem die großen Lebensversicherer an. Die Liste nennt Anbieter, die in dieser Sparte am Markt sind, und sagt nichts darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.
| Versicherer | Einordnung |
|---|---|
| Wiener Städtische | Teil der Vienna Insurance Group, Vertreter, Bankvertrieb und Makler |
| UNIQA | börsennotierter Versicherungskonzern mit Sitz in Wien, Vertreter und Makler |
| Allianz | österreichische Gesellschaft der Allianz-Gruppe, Vertreter und Makler |
| Generali | österreichische Tochter der Generali-Gruppe, Vertreter und Makler |
| Zurich | österreichische Gesellschaft der Zurich-Gruppe, vor allem Maklervertrieb |
| Helvetia | österreichische Gesellschaft der Helvetia-Gruppe, Vertreter und Makler |
| Donau Versicherung | Teil der Vienna Insurance Group, Vertreter und Makler |
Eigener Vertrag nur für das Risiko Berufsunfähigkeit, unabhängig von einer Spar- oder Pensionsvorsorge.
Prämienbefreiung und Rente als Baustein einer Er- und Ablebensversicherung. Bindet beide Teile an einen Vertrag.
Zahlt nur bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit. Eine Lösung für Berufe, die keine BU bekommen.
Zahlt bei Verlust bestimmter Fähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Autofahren. Psychische Erkrankungen sind meist nicht erfasst.
Mythos oder Wahrheit
Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.
Wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, zahlt ohnehin die PVA.
Das stimmt nicht.
Falsch, jedenfalls nicht so einfach. Mit Berufsschutz verweist die PVA innerhalb Ihrer Berufsgruppe, ohne Berufsschutz auf den ganzen Arbeitsmarkt. Bei vorübergehender Einschränkung gibt es für Jüngere Rehabilitationsgeld statt Pension.
Auch Lehrlinge können eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.
Das stimmt.
Stimmt. Viele Versicherer nehmen Lehrlinge auf, die Prämie richtet sich dann nach dem Lehrberuf. Wer früh abschließt, sichert sich den Gesundheitszustand, bevor die ersten Diagnosen in der Akte stehen.
Bekomme ich Rehabilitationsgeld, kürzt die private BU ihre Rente.
Das stimmt nicht.
Falsch. Die private BU zahlt die vereinbarte Rente unabhängig von der Sozialversicherung. Rehabilitationsgeld, Umschulungsgeld oder eine Pension werden nicht angerechnet.
Wer die Hälfte seines Berufs nicht mehr schafft, bekommt die ganze Rente.
Das stimmt.
Stimmt. Bei üblichen Tarifen reicht ein Grad von 50 Prozent für die volle vereinbarte Rente. Eine halbe Rente für eine halbe Berufsunfähigkeit sehen die meisten Bedingungen nicht vor.
Eine Tischlerin zahlt für die BU mehr als ein Steuerberater.
Das stimmt.
Stimmt. Versicherer teilen Berufe in Risikogruppen ein, und körperliche Arbeit landet in den teureren. Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit genau, auch den Anteil an Büroarbeit, weil das die Einstufung bestimmt.
Fragen und Antworten
Beide sind Leistungen der Pensionsversicherung bei geminderter Arbeitsfähigkeit. Die Invaliditätspension betrifft Arbeiter, die Berufsunfähigkeitspension Angestellte. Die Voraussetzungen hängen davon ab, ob Berufsschutz besteht, und in beiden Fällen hat Rehabilitation Vorrang.
Eine Leistung der Krankenversicherung für ab 1964 Geborene, die vorübergehend invalid sind. Sie ersetzt die frühere befristete Pension und ist mit einem Case Management zur Rückkehr in den Beruf verbunden. Sie ersetzt das Einkommen nicht vollständig.
Wenn Sie einen erlernten oder angelernten Beruf über längere Zeit ausgeübt haben oder als Angestellte tätig waren, in der Regel ja. Wer überwiegend ungelernt gearbeitet hat, hat keinen Berufsschutz und wird auf den gesamten Arbeitsmarkt verwiesen.
So hoch, dass Wohnkosten, laufende Ausgaben und Kreditraten gedeckt sind. Als Orientierung gelten 60 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens, abzüglich dessen, was von der Pensionsversicherung realistisch zu erwarten ist.
Ja, psychische Erkrankungen sind in der Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich versichert. Wurden sie vor Abschluss behandelt, müssen sie im Antrag angegeben werden, dann folgt oft ein Ausschluss oder Zuschlag.
Ja. Bei Selbstständigen prüfen Versicherer zusätzlich, ob Sie den Betrieb umorganisieren könnten. Gute Tarife verzichten darauf bei kleinen Betrieben oder begrenzen die Zumutbarkeit klar.
Oft ja, wenn der Gesundheitszustand es zulässt, denn bis zur Pension bleiben mehr als zwanzig Jahre Erwerbsleben. Die Prämie ist höher als mit 25, und die Gesundheitsfragen werden entscheidender.
Der Versicherungsschutz gilt bei den meisten Tarifen weltweit weiter. Im Leistungsfall müssen ärztliche Unterlagen vorgelegt werden, die der Versicherer prüfen kann, gegebenenfalls übersetzt.
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Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.

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