Alles zur Versicherung: Bestattungsvorsorge
Brauche ich eine Bestattungsvorsorge?
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Kurz gesagt
Sterbeversicherung oder Ablebensversicherung: Was passt besser? Für das Begräbnis die Sterbeversicherung, denn sie zahlt lebenslang. Die Ablebensversicherung endet meist spätestens mit 75, eine 65-jährige Frau lebt aber im Schnitt noch über 21 Jahre. Für Familie und Kredit ist dagegen die Ablebensversicherung richtig: 200.000 Euro kosten mit 40 etwa 15 bis 30 Euro im Monat.
Veröffentlichte Prämienbeispiele beider Arten in Österreich, damit Sie die Preise je Summe vergleichen können.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Sterbeversicherung, Eintritt mit 40, 7.500 Euro | etwa 23 Euro im Monat |
| Sterbeversicherung, Eintritt mit 50, 7.500 Euro | etwa 29 Euro im Monat |
| Sterbeversicherung, Eintritt mit 60, 7.500 Euro | etwa 40 Euro im Monat |
| Ablebensversicherung, 40 Jahre, 200.000 Euro, 20 Jahre | etwa 15 bis 30 Euro im Monat |
| Ablebensversicherung, 50 Jahre, 200.000 Euro, 20 Jahre | etwa 35 bis 65 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, Sterbeversicherung inklusive 4 Prozent Versicherungssteuer.
Die Zahldauer der Sterbeversicherung bis 85 im Beispiel ist eine Annahme.
Ihre Prämie hängt von Alter, Gesundheit, Rauchen, Summe und Laufzeit ab;
das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Er fragt sich, ob eine Sterbeversicherung reicht oder ob er eine Ablebensversicherung braucht. So sehen beide Verträge im Vergleich aus.
| Ablebensversicherung 200.000 Euro, 20 Jahre | etwa 15 bis 30 Euro im Monat |
| Eingezahlt bis zum Ende mit 60 | rund 3.600 bis 7.200 Euro |
| Auszahlung | 200.000 Euro, nur bei Tod vor 60 |
| Sterbeversicherung 7.500 Euro | etwa 23 Euro im Monat |
| Eingezahlt bei Zahlung bis 85 | rund 12.300 Euro |
| Auszahlung | 7.500 Euro, sicher nach der Aufbauphase |
Für Familie und Kredit führt kein Weg an der Ablebensversicherung vorbei. Für das Begräbnis legt er besser monatlich 23 Euro auf ein eigenes Konto. Nach 25 Jahren sind das rund 6.900 Euro, die ihm gehören, auch wenn er sie nicht braucht.
Die Ablebensversicherung, in Deutschland Risikolebensversicherung genannt, schützt Menschen, die von Ihrem Einkommen leben, und die Bank, die noch Geld für die Wohnung bekommt. Sie zahlt nur, wenn Sie in der vereinbarten Laufzeit sterben. Überleben Sie das Ende, ist der Schutz vorbei, ohne Auszahlung.
Die Sterbeversicherung, auch Begräbniskostenversicherung genannt, ist eine kleine Lebensversicherung ohne festes Ende. Sie zahlt sicher, offen ist nur der Zeitpunkt. Deshalb kostet sie je 1.000 Euro Summe ein Vielfaches. Mit namentlich eingetragenem Begünstigten kommt das Geld außerhalb der Verlassenschaft rasch bei den Angehörigen an.
| Merkmal | Sterbeversicherung | Ablebensversicherung |
|---|---|---|
| Zweck | Begräbnis und Kosten danach | Familie und Kredit absichern |
| Übliche Summe | 5.000 bis 10.000 Euro | 100.000 bis 250.000 Euro |
| Laufzeit | lebenslang | feste Jahre, oft bis höchstens 75 |
| Zahlt sicher? | ja, nach der Aufbauphase | nur bei Tod in der Laufzeit |
| Gesundheitsfragen | oft keine, dafür Wartezeit | fast immer |
| Preis je 1.000 Euro Summe | hoch | niedrig |
Viele Ablebensversicherungen enden spätestens mit dem 75. Geburtstag. Nach den Sterbetafeln lebt ein 65-jähriger Mann in Österreich im Schnitt noch rund 18 Jahre, eine Frau rund 21,5 Jahre. Die meisten erleben das Vertragsende also, und das Begräbnis fällt in die Jahre danach.
Außerdem ist die Ablebensversicherung für große Summen gebaut. Für 7.500 Euro Begräbniskosten ist sie kaum gedacht, und im Alter steigen die Prämien stark.
Haben Sie Kinder, einen Partner ohne eigenes Einkommen oder einen Wohnkredit, ist die Ablebensversicherung die wichtigere Polizze. Für wenige Euro im Monat sichert sie eine Summe, mit der die Familie Jahre überbrücken kann. Eine Sterbeversicherung über 7.500 Euro hilft hier wenig.
Stirbt jemand in der Laufzeit, deckt die hohe Summe das Begräbnis ohnehin mit ab. Eine zusätzliche Sterbeversicherung zahlen Sie in diesen Jahren doppelt.
Liegen 6.000 bis 10.000 Euro auf einem Konto, das Sie nicht anrühren, und lebt niemand von Ihrem Einkommen, brauchen Sie keinen der beiden Verträge. Ein Sparbuch mit Verfügung für die Angehörigen ist dann billiger, weil Kosten und Versicherungssteuer wegfallen.
Die Sterbeversicherung lohnt sich vor allem, wenn Sie das Geld nicht auf einmal haben, es sicher binden wollen oder wegen Ihrer Gesundheit keine andere Polizze mehr bekommen.
Gut passt eine Reihenfolge: In den Familien- und Kreditjahren eine Ablebensversicherung, daneben ein eigenes Sparkonto für das Begräbnis. Ist der Kredit getilgt und das Konto gefüllt, endet die Ablebensversicherung ohne Lücke.
Merken Sie mit etwa 60, dass das Ersparte nicht reicht, schließen Sie für die Restlücke eine Sterbeversicherung ab. Laufend zahlend geht das meist bis 70 oder 75.
Fragen und Antworten
Bei manchen Anbietern ja, aber nur mit kurzer Laufzeit, weil viele Verträge mit 75 enden. Die Prämie ist dann hoch.
Ja, wenn Sie in der Laufzeit sterben. Die Summe ist frei verwendbar. Nach dem Ende gibt es nichts.
Nein. Sie zahlen für den Schutz in der Laufzeit, dafür ist sie günstig.
Sie verbindet Sparen und Schutz und zahlt auch bei Vertragsende. Sie ist deutlich teurer als eine reine Ablebensversicherung und ersetzt keine Sterbeversicherung ohne Ende.
Für Menschen mit Vorerkrankungen ja. Gesunde zahlen damit oft mehr und warten zwei bis drei Jahre auf den vollen Schutz.
Ja, in der Regel 4 Prozent der Prämie. Wird ein Vertrag vor der Mindestdauer aufgelöst, können 7 Prozent dazukommen.
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