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Lohnt sich eine Sterbeversicherung für Ehepaare in Österreich?

Kurz gesagt

Für Ehepaare in Österreich lohnt sich eine Sterbeversicherung vor allem für das zweite Begräbnis und wenn wenig erspart ist. Meist braucht jeder Partner eine eigene Polizze: Zwei Verträge über je 7.500 Euro kosten mit 60 zusammen rund 80 Euro im Monat, mit 70 rund 121 Euro. Wichtig ist das Bezugsrecht über Kreuz, dann ist das Geld sofort da, ohne Warten auf die Verlassenschaft.

Lohnt sich eine Sterbeversicherung für Ehepaare in Österreich?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen für Österreich, 7.500 Euro Summe, ohne Gesundheitsfragen, inklusive 4 Prozent Versicherungssteuer. Paarprämien sind selbst addiert.

BeispielRichtwert
Eine Person, Eintritt mit 60etwa 40 Euro im Monat
Ehepaar, beide 60etwa 80 Euro im Monat
Eine Person, Eintritt mit 70etwa 60 Euro im Monat
Ehepaar, beide 70etwa 121 Euro im Monat
Eintritt mit 60, Summen 5.000 bis 10.000 Euroetwa 27 bis 53 Euro im Monat je Person

Richtwert aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026,

angelehnt an öffentlich genannte Tarifbeispiele; Paarprämien sind verdoppelte Einzelwerte,

Zwischenalter sind eingeordnet.

Partnernachlässe sind nicht eingerechnet.

Ihre Prämie hängt von Alter, Summe, Zahldauer und Gesundheitsfragen ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Ehepaar in Linz, er 70, sie 63

Erspart sind 6.000 Euro. Die Kinder sollen später kein Begräbnis vorstrecken müssen.

Polizze für ihn, 7.500 Euro, Eintritt mit 70etwa 60 Euro im Monat
Polizze für sie, 7.500 Euro, Eintritt mit 63etwa 45 bis 50 Euro im Monat
Erspartes für das erste Begräbnis6.000 Euro
Bezugsrechtüber Kreuz, Kinder als Ersatz

Sinnvoll ist hier vor allem die Polizze für sie, weil sie voraussichtlich länger lebt und das zweite Begräbnis absichert. Seine Polizze ist teuer und durch das Ersparte teilweise ersetzbar.

Ein Vertrag für zwei ist die Ausnahme

Bei der Sterbeversicherung schließt in Österreich in der Regel jeder Ehepartner eine eigene Polizze ab, mit eigener Summe und eigener Prämie nach seinem Eintrittsalter. Fragen Sie trotzdem nach einem Nachlass, wenn beide beim selben Versicherer abschließen.

Der Vorteil getrennter Verträge für Ehepaare: Stirbt ein Partner, läuft die Polizze des anderen unverändert weiter, ohne neue Gesundheitsfragen.

Warum das zweite Begräbnis den Ausschlag gibt

Beim ersten Todesfall ist meist ein gemeinsames Konto da, und der überlebende Partner kann das Begräbnis vorstrecken. Beim zweiten Todesfall müssen die Kinder zahlen, bis die Verlassenschaft abgeschlossen ist, und das dauert oft Monate.

Genau hier hilft die Sterbeversicherung mit namentlichem Bezugsrecht: Die genannte Person bekommt das Geld direkt vom Versicherer, außerhalb der Verlassenschaft.

TodesfallTypische Geldquelle für das Begräbnis
Erster Partnergemeinsames Konto, Erspartes, Polizze des Verstorbenen
Zweiter PartnerPolizze mit Bezugsrecht der Kinder, sonst Vorstrecken durch die Familie

Für welche Ehepaare sie sich lohnt

Die Sterbeversicherung lohnt sich für Ehepaare mit wenig Erspartem, bei Vorerkrankungen und wenn die Kinder das Begräbnis nicht vorstrecken können. Auch wer sich zum Sparen zwingen will, hat mit der festen Abbuchung einen Vorteil.

Sie lohnt sich kaum, wenn Sie beide gesund sind und 12.000 Euro oder mehr frei verfügbar haben. Dann reicht ein eigenes Sparbuch, und Sie behalten die Prämien selbst.

Bezugsrecht über Kreuz richtig eintragen

Tragen Sie in seiner Polizze sie ein und in ihrer ihn, jeweils mit den Kindern als Ersatz. Stirbt zuerst der Partner, der als Bezugsberechtigter genannt ist, greift der Ersatz.

Fehlt ein namentliches Bezugsrecht, fällt die Leistung in die Verlassenschaft. Dann wartet auch dieses Geld auf den Abschluss beim Notar.

Wenn ein Partner deutlich älter ist

Die Prämie steigt mit dem Eintrittsalter stark. Mit 70 kostet eine Polizze über 7.500 Euro etwa 60 Euro im Monat, mit 60 etwa 40 Euro. Bei großem Altersabstand ist es oft klüger, nur den Jüngeren zu versichern, weil er voraussichtlich das zweite Begräbnis auslöst.

Rechnen Sie aus, nach wie vielen Jahren die Prämien die Summe erreichen. Bei Eintritt mit 70 ist das nach rund zehn Jahren der Fall.

Schritt für Schritt

  1. Erspartes zusammenrechnen, das für ein Begräbnis sofort verfügbar ist.
  2. Kosten eines Begräbnisses am Wohnort erfragen.
  3. Entscheiden, ob eine oder zwei Polizzen nötig sind.
  4. Bezugsrecht über Kreuz und mit Kindern als Ersatz eintragen.
  5. Nach Partnernachlass fragen, wenn beide beim selben Versicherer abschließen.

Checkliste

  • Summe passt zu den Begräbniskosten vor Ort
  • Namentliches Bezugsrecht in beiden Polizzen
  • Aufbauphase bei beiden Verträgen bekannt
  • Gesamtprämie mit der Versicherungssumme verglichen
  • Polizzen und Bezugsrecht den Kindern bekannt

Häufige Fehler

  • Den älteren Partner teuer versichern und den jüngeren vergessen
  • Kein Ersatz-Bezugsrecht eintragen
  • Die Polizze vor dem Pflegeheim kündigen, obwohl das Vermögen dort geschützt ist
  • Deutsche Tarifbeispiele für Österreich heranziehen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gibt es eine gemeinsame Sterbeversicherung für Ehepaare?

Selten.

In der Regel hat jeder Partner eine eigene Polizze.

Manche Versicherer geben einen Nachlass, wenn beide abschließen.

Was kostet eine Sterbeversicherung für ein Ehepaar?

Für je 7.500 Euro mit 60 rund 80 Euro im Monat zusammen, mit 70 rund 121 Euro.

Wer bekommt das Geld, wenn mein Mann stirbt?

Wer namentlich als Bezugsberechtigter in der Polizze steht.

Die Auszahlung kommt dann ohne Warten auf die Verlassenschaft.

Ist die Prämie steuerlich absetzbar?

Für Verträge, die seit 2016 abgeschlossen wurden, nicht mehr als Sonderausgabe.

Sollen wir gleich hohe Summen wählen?

Nicht zwingend.

Für das zweite Begräbnis ist die Polizze wichtiger.

Oft reicht eine höhere Summe beim Partner, der voraussichtlich länger lebt.

Quellen

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