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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Private Krankenversicherung

Gibt es einen Basistarif in der privaten Krankenversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Gibt es einen Basistarif in der privaten Krankenversicherung in Österreich? Nein. Private Tarife ergänzen hier die Pflichtversicherung, und der Versicherer darf nach der Gesundheitsprüfung ablehnen oder Zuschläge verlangen. Wer gar nicht versichert ist, kann sich bei der ÖGK selbst versichern, 2026 für 565,25 Euro im Monat, bei geringem Einkommen auf Antrag günstiger.

Gibt es einen Basistarif in der privaten Krankenversicherung in Österreich?

Was es kostet

Beitrag der Selbstversicherung nach den Angaben der öffentlichen Verwaltung für 2026, private Prämien aus öffentlich genannten Beispielen.

BeispielRichtwert
Selbstversicherung bei der ÖGK, voller Beitrag565,25 Euro im Monat
Sonderklasse, 30 Jahreab etwa 80 Euro im Monat
Wahlarztversicherung, 30 Jahreab etwa 35 Euro im Monat
Sonderklasse nur nach Unfall, 30 Jahreab etwa 8 Euro im Monat
Risikozuschlag bei älteren Neukundenetwa 25 bis 300 Prozent

Stand Oktober 2026.

Dass Gruppenverträge oft einfacher aufnehmen, ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Die Höhe einer herabgesetzten Selbstversicherung legt die ÖGK im Einzelfall fest; private Prämien hängen von Alter, Gesundheit und Bundesland ab,

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Rückkehrer, 45 Jahre, ohne Job und ohne Versicherung

Er war fünf Jahre im Ausland und kommt ohne Anstellung zurück nach Wien. Ein privater Versicherer hat ihn wegen einer Vorerkrankung abgelehnt.

Selbstversicherung bei der ÖGK565,25 Euro im Monat
Mit Herabsetzung bei geringem Einkommenweniger, nach Bescheid der ÖGK
Wartezeit ohne Vorversicherung in Österreichsechs Monate
Ab einer AnstellungPflichtversicherung, Selbstversicherung endet

Die Selbstversicherung sichert ihn ab, auch ohne privaten Vertrag. Wichtig ist, sie sofort zu beantragen und die Herabsetzung gleich mitzustellen. Ob Versicherungszeiten aus dem Ausland die Wartezeit verkürzen, klärt die ÖGK im Einzelfall.

Warum es keinen Basistarif braucht

In Deutschland müssen private Krankenversicherer einen Basistarif anbieten, weil viele Menschen ganz privat versichert sind. In Österreich ist das anders: Wer arbeitet oder eine Pension bezieht, ist bei der ÖGK, der SVS oder der BVAEB pflichtversichert. Die private Krankenversicherung kommt nur dazu, etwa für Sonderklasse oder Wahlarzt.

Deshalb gibt es keinen Tarif, in dem ein privater Versicherer jeden aufnehmen muss. Er prüft Ihre Gesundheit und entscheidet frei über Aufnahme, Zuschlag oder Ausschluss.

PunktBasistarif in DeutschlandLage in Österreich
AufnahmePflicht, ohne Zuschlagfreie Entscheidung des Versicherers
Grundschutzprivat über den Basistarifüber die gesetzliche Pflicht oder Selbstversicherung
Wer nicht versichert istBasistarif bei einem privaten AnbieterSelbstversicherung bei der ÖGK
Beitraggesetzlich gedeckeltSelbstversicherung 565,25 Euro im Monat 2026

Die Selbstversicherung bei der ÖGK

Wer in Österreich wohnt und nicht krankenversichert ist, kann sich bei der ÖGK selbst versichern. Das betrifft etwa Rückkehrer aus dem Ausland, Menschen ohne Einkommen oder Selbständige, deren Pflichtversicherung geendet hat. Der Beitrag beträgt 2026 565,25 Euro im Monat.

Bei geringem Einkommen können Sie eine Herabsetzung beantragen. Stellen Sie den Antrag gleich mit der Anmeldung, dann gilt der niedrigere Beitrag ab dem ersten Monat. Leistungen gibt es nach sechs Monaten, sofort, wenn Sie zuvor sechs Wochen am Stück oder 26 Wochen in den letzten zwölf Monaten versichert waren.

Wenn der private Versicherer ablehnt

Eine Ablehnung trifft vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Ab 60 ist ein Neuabschluss oft teuer oder gar nicht mehr möglich. Dann helfen drei Wege: ein Gruppenvertrag über den Arbeitgeber oder einen Verband, der oft einfacher aufnimmt, ein Tarif mit Ausschluss nur der bekannten Erkrankung, oder ein kleinerer Baustein wie die Sonderklasse nur nach Unfall.

Ihre medizinische Grundversorgung bleibt in jedem Fall über die gesetzliche Versicherung gesichert. Der private Schutz ist ein Zusatz, kein Muss.

Was bei hohen Prämien hilft

Wer schon privat versichert ist und die Prämie kaum noch zahlen kann, braucht keinen Basistarif. Fragen Sie Ihren Versicherer nach einem anderen Tarif, einem höheren Selbstbehalt oder einem kleineren Umfang. So bleibt die angesparte Alterungsrückstellung angerechnet.

Eine Kündigung ist der letzte Schritt. Ein späterer Neuabschluss kostet mehr und verlangt eine neue Gesundheitsprüfung.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob Sie über Arbeit, Pension oder Angehörige schon pflichtversichert sind.
  2. Ohne Versicherung die Selbstversicherung bei der ÖGK beantragen.
  3. Bei geringem Einkommen die Herabsetzung gleich mit beantragen.
  4. Privaten Zusatzschutz erst danach wählen und Gruppenverträge prüfen.
  5. Bei hoher privater Prämie zuerst einen Tarifwechsel beim eigenen Versicherer anfragen.

Checkliste

  • Pflichtversicherung geprüft
  • Antrag auf Selbstversicherung samt Herabsetzung gestellt
  • Vorversicherungszeiten für die Wartezeit belegt
  • Gruppenvertrag über Arbeitgeber oder Verband geprüft
  • Gesundheitsfragen vollständig beantwortet

Häufige Fehler

  • Einen Basistarif nach deutschem Vorbild suchen
  • Nach einer Ablehnung ganz ohne Versicherung bleiben
  • Die Herabsetzung erst später beantragen und den vollen Beitrag zahlen
  • Einen alten privaten Vertrag kündigen, statt den Tarif zu wechseln

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Muss mich ein privater Krankenversicherer in Österreich aufnehmen?

Nein. Er prüft Ihre Gesundheit und darf ablehnen, Zuschläge verlangen oder einzelne Erkrankungen ausschließen.

Wer kann sich bei der ÖGK selbst versichern?

Wer in Österreich wohnt und nicht krankenversichert ist. Der Beitrag beträgt 2026 565,25 Euro im Monat.

Gibt es eine günstigere Selbstversicherung?

Ja, bei geringem Einkommen auf Antrag. Die Höhe legt die ÖGK fest.

Was ist mit Ärzten und Anwälten mit Opting-out?

Einige Kammerberufe dürfen statt der gesetzlichen eine private Gruppenversicherung wählen. Die Regeln dafür stehen in der jeweiligen Kammer, klären Sie Ihren Fall dort.

Kann ich als Deutscher meinen Basistarif nach Österreich mitnehmen?

Nein. Mit dem Umzug und einer Anstellung in Österreich werden Sie hier pflichtversichert. Den deutschen Vertrag sollten Sie erst kündigen, wenn der neue Schutz steht.

Quellen

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Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen und vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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