Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Brauche ich in Österreich eine private Krankenversicherung?
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Kurz gesagt
Die meisten müssen gar nicht zurück, denn in Österreich ersetzt die private Versicherung die Pflichtversicherung nicht. Wer arbeitet, bleibt bei der ÖGK oder einem anderen Träger. Nur Kammerberufe mit Opting-out stehen wirklich außerhalb. Für sie steht die Selbstversicherung bei der ÖGK offen, 2026 für 565,25 Euro im Monat, oder eine Anstellung macht sie wieder pflichtversichert.
Werte der Sozialversicherung für 2026 und Richtwerte für private Zusatzverträge.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Selbstversicherung in der Krankenversicherung bei der ÖGK | 565,25 Euro im Monat |
| Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung | 83,49 Euro im Monat |
| Sonderklasse als Zusatz, 30 Jahre | ab etwa 80 Euro im Monat |
| Wahlarzt als Zusatz, 30 Jahre | ab etwa 35 Euro im Monat |
Beiträge der Sozialversicherung für 2026, Prämien Richtwerte aus öffentlich genannten Beispielen, Stand September 2026. Die Regeln zum Opting-out unterscheiden sich je Kammer; klären Sie Ihren Fall dort.
Rechenbeispiel
Er heiratet, seine Frau hat kein eigenes Einkommen, ein Kind ist unterwegs. Er überlegt den Weg in die gesetzliche Versicherung.
| Gruppenvertrag für drei Personen | je Person eigene Prämie |
| Selbstversicherung bei der ÖGK 2026 | 565,25 Euro im Monat |
| Angehörige in der gesetzlichen Versicherung | können beitragsfrei mitversichert sein |
| Sonderklasse als privater Zusatz | je nach Alter und Gesundheit |
Für die Familie kann die gesetzliche Versicherung günstiger sein. Er klärt mit der Kammer, ob der Wechsel möglich ist, und mit dem Versicherer, ob er die Sonderklasse ohne neue Prüfung behält.
In Deutschland kann man die gesetzliche Kasse ab einem bestimmten Gehalt verlassen und muss später einen Weg zurück finden. In Österreich gibt es diese Wahl für Angestellte, Beamte und Gewerbetreibende nicht. Sie sind immer pflichtversichert, die private Versicherung kommt nur dazu.
Wer eine private Sonderklasse oder Wahlarztversicherung kündigt, ist deshalb sofort wieder nur bei der Kasse versichert. Ein Antrag ist nicht nötig.
| Gruppe | Gesetzlich versichert | Weg zurück |
|---|---|---|
| Angestellte | ja, immer | nicht nötig |
| Gewerbetreibende | ja, über die Sozialversicherung der Selbständigen | nicht nötig |
| Beamte | ja, bei der eigenen Anstalt | nicht nötig |
| Kammerberufe mit Opting-out | nein, wenn privat gewählt | Selbstversicherung, Anstellung oder Regeln der Kammer |
| Ohne Erwerbstätigkeit | über Angehörige oder Selbstversicherung | Selbstversicherung bei der ÖGK |
Selbständige Ärzte, Apotheker, Notare, Rechtsanwälte, Ziviltechniker, Wirtschaftstreuhänder, Tierärzte und Patentanwälte können statt der gesetzlichen Krankenversicherung einen Gruppenvertrag ihrer Kammer wählen. Ob und wann sie später wieder in die gesetzliche Versicherung wechseln können, regelt ihre Kammer.
Unabhängig davon macht jede Anstellung über der Geringfügigkeitsgrenze wieder pflichtversichert. Wer neben der Ordination im Spital arbeitet, ist dort ohnehin bei der ÖGK.
Wer in Österreich wohnt und nicht anderweitig krankenversichert ist, kann sich nach § 16 ASVG selbst versichern. Der Beitrag beträgt 2026 565,25 Euro im Monat, bei geringem Einkommen kann er auf Antrag herabgesetzt werden.
Leistungen gibt es grundsätzlich erst nach sechs Monaten. Die Wartezeit entfällt, wenn Sie unmittelbar davor mindestens sechs Wochen oder in den letzten zwölf Monaten 26 Wochen versichert waren. Stellen Sie den Antrag innerhalb von sechs Wochen nach dem Ende der alten Versicherung.
Ein Gruppenvertrag der Kammer endet meist mit dem Wechsel in die gesetzliche Versicherung. Klären Sie vorher, ob Sie Teile davon als Zusatz, etwa Sonderklasse, ohne neue Gesundheitsprüfung weiterführen können.
Einzelverträge für Sonderklasse oder Wahlarzt laufen unabhängig weiter. Die Alterungsrückstellung bleibt nur erhalten, solange Sie beim selben Versicherer bleiben.
Wer gesund ist, einen guten Gruppenvertrag hat und keine Familie mitversichern muss, fährt privat oft günstiger. Bei 565,25 Euro im Monat ist die Selbstversicherung für viele teurer als der Kammervertrag.
Mit Kindern oder einem Partner ohne eigenes Einkommen sieht es anders aus, weil diese in der gesetzlichen Versicherung beitragsfrei mitversichert sein können.
Fragen und Antworten
Ja. Als Angestellte oder Angestellter bleiben Sie pflichtversichert, die Sonderklasse ist nur ein Zusatz.
Gewerbetreibende sind ohnehin gesetzlich versichert. Bei Kammerberufen mit Opting-out regelt die Kammer den Rückweg.
2026 sind es 565,25 Euro im Monat. Bei geringem Einkommen kann der Beitrag auf Antrag herabgesetzt werden.
Grundsätzlich sechs Monate. Sie entfällt, wenn Sie unmittelbar davor versichert waren.
Ja, als Zusatz. Klären Sie, ob ein Gruppenvertrag in einen Einzelvertrag umgewandelt werden kann.
Ja, jede Anstellung über der Geringfügigkeitsgrenze macht pflichtversichert, egal wie hoch das Gehalt ist.
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