Alles zur Versicherung: Betriebliche Vorsorge
Muss ich als Arbeitgeber in Österreich eine Betriebspension anbieten?
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Kurz gesagt
Wie viel Steuer und Abgaben zahle ich auf die Firmenpension in Österreich? Die Pension aus einer Pensionskasse ist frei von Sozialversicherung, es fällt nur Lohnsteuer an, zusammen mit Ihrer staatlichen Pension meist zu 20 bis 40 Prozent Grenzsteuersatz. Von 300 Euro bleiben so rund 180 bis 240 Euro. Der Teil aus Ihren eigenen Beiträgen ist zu 75 oder 100 Prozent steuerfrei.
Abzüge 2026 auf eine Pensionskassenpension aus Arbeitgeberbeiträgen, je nach Grenzsteuersatz Ihres gesamten Pensionseinkommens.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Firmenpension 300 Euro, Grenzsteuersatz 20 Prozent | etwa 60 Euro Lohnsteuer, rund 240 Euro netto |
| Firmenpension 300 Euro, Grenzsteuersatz 30 Prozent | etwa 90 Euro Lohnsteuer, rund 210 Euro netto |
| Firmenpension 300 Euro, Grenzsteuersatz 40 Prozent | etwa 120 Euro Lohnsteuer, rund 180 Euro netto |
| Firmenpension 100 Euro aus Eigenbeiträgen ohne Prämie, 30 Prozent | etwa 7,50 Euro Lohnsteuer |
| Abfindung einer kleinen Firmenpension | halber Steuersatz, nur bis 16.500 Euro Barwert |
Grenzen und Sätze nach Gesetz und Angaben der Kassen, Stand 2026.
Die Nettobeträge sind selbst gerechnet und berücksichtigen weder Absetzbeträge noch Sonderzahlungen.
Das ist eine Einordnung, keine Steuerberatung.
Rechenbeispiel
So wird aus 300 Euro Firmenpension der Betrag auf Ihrem Konto, wenn Ihr gesamtes Pensionseinkommen in der Stufe von 30 Prozent liegt.
| Firmenpension brutto | 300,00 Euro |
| Sozialversicherung | 0,00 Euro |
| Lohnsteuer 30 Prozent | 90,00 Euro |
| Netto im Monat | 210,00 Euro |
| Zum Vergleich: 6 Prozent Krankenversicherung auf die staatliche Pension | 108,00 Euro |
Netto bleiben rund 70 Prozent der Firmenpension. Liegt Ihr Einkommen in der Stufe von 20 Prozent, sind es 240 Euro. Rechnen Sie im ersten Jahr mit einer möglichen Nachzahlung, wenn beide Pensionen getrennt versteuert werden.
Eine Firmenpension aus der Pensionskasse wird anders behandelt als Ihre staatliche Pension. Auf die staatliche Pension zahlen Sie Krankenversicherung, seit Juni 2025 sind das 6 Prozent. Die Pension aus Arbeitgeberbeiträgen der Pensionskasse ist dagegen lohnsteuerpflichtig, aber nicht sozialversicherungspflichtig.
Die Steuer wird nicht für die Firmenpension allein berechnet. Sie wird zu Ihrer staatlichen Pension dazugezählt und mit dem Satz besteuert, in den Ihr gesamtes Einkommen fällt. Das nennt man Grenzsteuersatz: der Satz, mit dem jeder zusätzliche Euro besteuert wird.
Die betriebliche Kollektivversicherung, eine Lebensversicherung des Arbeitgebers für die Belegschaft, ist steuerlich der Pensionskasse gleichgestellt. Bei einer direkten Pensionszusage zahlt dagegen der frühere Arbeitgeber selbst aus und zieht die Lohnsteuer ab. Welche Abzüge dort anfallen, lassen Sie sich von ihm bestätigen.
| Herkunft des Geldes | Lohnsteuer auf die Pension | Sozialversicherung |
|---|---|---|
| Beiträge des Arbeitgebers | voll steuerpflichtig | keine |
| Eigenbeiträge ohne Prämie | nur 25 Prozent steuerpflichtig | keine |
| Eigenbeiträge mit 4,25 Prozent Prämie | steuerfrei | keine |
| Staatliche Pension zum Vergleich | voll steuerpflichtig | 6 Prozent Krankenversicherung |
2026 sind in Österreich die ersten 13.539 Euro Jahreseinkommen steuerfrei. Darüber gelten 20 Prozent bis 21.992 Euro, 30 Prozent bis 36.458 Euro und 40 Prozent bis 70.365 Euro.
Mit einer mittleren staatlichen Pension liegen Sie meist schon in der Stufe von 20 oder 30 Prozent. Jeder Euro Firmenpension wird dann mit diesem Satz besteuert. Wer eine kleine staatliche Pension hat, zahlt auf eine kleine Firmenpension unter Umständen gar keine Steuer.
Der Pensionistenabsetzbetrag senkt die Steuer zusätzlich, 2026 um bis zu 1.020 Euro im Jahr bei niedrigeren Pensionen. Mit steigendem Einkommen wird er kleiner.
Die Pensionskasse zahlt die Firmenpension oft ohne Lohnsteuerabzug aus, und die Pensionsversicherung zieht die Steuer für beide Pensionen gemeinsam ab. Das klappt nicht immer, etwa wenn die staatliche Pension zu niedrig ist, um alle Abzüge zu tragen.
Werden beide Pensionen getrennt versteuert, müssen Sie nach Jahresende eine Arbeitnehmerveranlagung machen. Dabei kommt häufig eine Nachzahlung heraus, weil jede Stelle für sich zu wenig Steuer abgezogen hat. Legen Sie dafür im ersten Pensionsjahr etwas zur Seite.
Eine Auszahlung auf einmal ist nur möglich, wenn der Barwert der Pension höchstens 16.500 Euro beträgt, Wert 2026. Dann gilt nur der halbe Steuersatz, was die Abfindung steuerlich oft günstiger macht als die laufende Pension.
Größere Guthaben werden als lebenslange Pension ausgezahlt. Eine freie Wahl zwischen Kapital und Rente wie in manchen anderen Ländern gibt es in Österreich nicht.
Ist Ihr gesamtes Pensionseinkommen niedrig, bleibt die Firmenpension oft fast steuerfrei. Haben Sie nur über das Prämienmodell mit bis zu 1.000 Euro im Jahr eingezahlt, ist der Teil daraus ohnehin steuerfrei. Eine eigene Rechnung lohnt sich dann vor allem für den Fall einer Nachzahlung.
Fragen und Antworten
Auf die Pension aus Arbeitgeberbeiträgen einer Pensionskasse nicht, sie ist nur lohnsteuerpflichtig. Bei einer direkten Zusage des Arbeitgebers lassen Sie sich die Abzüge bestätigen.
Wenn Firmenpension und staatliche Pension getrennt ausgezahlt werden, zieht jede Stelle Steuer nur für ihren Teil ab. In der Veranlagung wird beides zusammengezählt, dann fällt der höhere Satz an.
Mit Prämie bis 1.000 Euro im Jahr ganz, ohne Prämie zu 75 Prozent. Steuerpflichtig ist also höchstens ein Viertel.
Nur wenn der Barwert höchstens 16.500 Euro beträgt, Stand 2026. Dann gilt der halbe Steuersatz.
Sozialversicherung nicht. Lohnsteuer fällt an, sobald Ihr gesamtes Einkommen über 13.539 Euro im Jahr liegt, Wert 2026.
Ja, sie zählt als Einkommen. Wer eine Ausgleichszulage bezieht, hat von einer kleinen Firmenpension daher oft wenig.
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