Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Betriebliche Vorsorge

Lohnt sich eine Firmenpension in Österreich?

Kurz gesagt

Lohnt sich eine Firmenpension in Österreich? Wenn Ihr Arbeitgeber einzahlt, fast immer: Seine Beiträge an Pensionskasse oder Kollektivversicherung sind frei von Lohnsteuer und Sozialversicherung, versteuert wird erst die Pension. Eigenbeiträge lohnen sich vor allem bis 1.000 Euro im Jahr wegen 4,25 Prozent Prämie. Grenzen: Die Pensionskasse garantiert keine feste Höhe, das Geld ist bis zur Pension gebunden.

Lohnt sich eine Firmenpension in Österreich?

Was es kostet

Rechengrößen und Marktwerte für die Firmenpension in Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Staatliche Prämie auf Eigenbeiträge bis 1.000 Euro4,25 Prozent, höchstens 42,50 Euro im Jahr
Lohnsteuerfreie Zukunftssicherungbis 300 Euro im Jahr
Ergebnis der Pensionskassen 2025plus 4,8 Prozent
Durchschnitt der Pensionskassen 1991 bis 2025rund 5,02 Prozent im Jahr
Abfindungsgrenze Pensionskasse 202616.500 Euro

Grenzen nach Gesetz, Marktwerte laut Fachverband.

Vergangene Ergebnisse sagen nichts über künftige.

Die Pensionshöhe im Beispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis und hängt an Rechnungszins und Kasse.

Keine Steuerberatung.

Rechenbeispiel

3.500 Euro brutto, Arbeitgeber zahlt 2 Prozent, 30 Jahre

So wächst eine Firmenpension, die allein der Arbeitgeber zahlt, bei angenommen 3 Prozent Ertrag nach Kosten und ohne Gehaltserhöhungen.

Arbeitgeberbeitrag, 2 Prozent von 14 Gehältern980 Euro im Jahr
Ihr Aufwand0 Euro
Eingezahlt in 30 Jahren29.400 Euro
Guthaben mit 3 Prozent Ertragrund 46.600 Euro
Mögliche Monatspension, Richtwertetwa 180 bis 250 Euro vor Steuer

Ohne eigenen Euro entsteht eine spürbare Zusatzpension. Legen Sie 1.000 Euro im Jahr mit Prämie dazu, wächst sie deutlich, und der Teil aus Ihren Beiträgen bleibt steuerfrei.

Wann sich die Firmenpension rechnet

In Österreich trägt die Firmenpension meist der Arbeitgeber. Zahlt er in eine Pensionskasse oder betriebliche Kollektivversicherung, kostet Sie das nichts, und auf die Beiträge fallen heute weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung an. Steuer zahlen Sie erst auf die spätere Pension, meist mit einem niedrigeren Steuersatz als im Erwerbsleben.

Die Frage ist deshalb weniger ob, sondern wie viel Sie selbst dazulegen sollten und welcher Weg zu Ihnen passt.

Ihre LageEinschätzung
Arbeitgeber zahlt in eine Pensionskasselohnt sich, Sie zahlen nichts dazu
Eigenbeitrag bis 1.000 Euro mit Prämiemeist sinnvoll, Prämie und steuerfreie Pension
Eigenbeitrag über 1.000 Euronur noch mäßig, Pension daraus zu 25 Prozent steuerpflichtig
Zukunftssicherung per Gehaltsumwandlungkleiner Steuervorteil, Kosten genau prüfen
Einkommen unter 13.539 Euro im JahrGehaltsumwandlung bringt keine Steuerersparnis
Wenige Jahre bis zur PensionKosten wiegen schwer, Rendite hat wenig Zeit

Was im Alter abgeht

Die Pension aus Arbeitgeberbeiträgen wird wie Ihre staatliche Pension lohnversteuert. Wie viel bleibt, hängt an Ihrem gesamten Pensionseinkommen.

Aus Eigenbeiträgen ohne Prämie sind 25 Prozent der Pension steuerpflichtig, aus prämienbegünstigten Eigenbeiträgen ist sie steuerfrei.

Eine Kapitalabfindung ist nur bis 16.500 Euro Guthaben möglich, Wert 2026. Für Pensionsabfindungen bis zu dieser Grenze gilt der halbe Steuersatz.

Das Risiko: keine feste Pension

Pensionskassen legen das Geld am Kapitalmarkt an. 2025 erzielten sie im Schnitt plus 4,8 Prozent, über 35 Jahre rund 5 Prozent im Jahr. In schlechten Jahren gibt es aber auch Verluste, und laufende Pensionen können sinken.

Wer Schwankungen nicht verträgt, achtet auf eine betriebliche Kollektivversicherung. Sie arbeitet mit Garantiezins wie eine Lebensversicherung, hat dafür meist eine geringere Ertragschance.

Lassen Sie sich die Verwaltungskosten der Kasse und die Annahmen für die Pensionsberechnung zeigen.

Wann es sich nicht lohnt

Hohe Eigenbeiträge über 1.000 Euro im Jahr bringen keine Prämie mehr. Dann ist eine flexible private Anlage oft gleichwertig, weil Sie an das Geld jederzeit herankommen.

Eine Zukunftssicherung per Gehaltsverzicht mit 300 Euro im Jahr rechnet sich nur, wenn die Kosten des Versicherungsvertrags niedrig sind.

Wer bald selbständig wird oder ins Ausland geht, sollte bedenken, dass das Guthaben bis zur Pension ruht.

Was die geplante Reform ändern soll

Die Bundesregierung hat im April 2026 vorgeschlagen, Pensionen aus Eigenbeiträgen ganz steuerfrei zu stellen, die Abfertigung neu für alle in eine Pensionskasse übertragbar zu machen und allen Kollektivverträgen Pensionskassenzusagen zu erlauben. Umsetzen will sie das ab 2027.

Bis das Gesetz beschlossen ist, rechnen Sie mit den heutigen Regeln.

Schritt für Schritt

  1. In der Personalabteilung fragen, ob und wie viel der Betrieb in Pensionskasse oder Kollektivversicherung zahlt.
  2. Kontoauszug, Veranlagungsform und Verwaltungskosten der Kasse ansehen.
  3. Eigenbeitrag bis 1.000 Euro im Jahr prüfen und die Prämie beantragen.
  4. Steuer auf die spätere Pension grob einrechnen.
  5. Mit einer privaten Anlage gleicher Höhe vergleichen, vor allem bei Beträgen über 1.000 Euro.
  6. Jedes Jahr den Kontoauszug mit der Hochrechnung prüfen.

Checkliste

  • Höhe des Arbeitgeberbeitrags bekannt
  • Veranlagung und Risiko der Kasse verstanden
  • Prämie für Eigenbeiträge beantragt
  • Steuer im Alter eingerechnet
  • Folgen eines Jobwechsels geklärt
  • Hinterbliebenenleistung geprüft, wenn Sie Familie haben

Häufige Fehler

  • Die Hochrechnung der Kasse für eine feste Zusage halten
  • Mehr als 1.000 Euro einzahlen und eine Prämie erwarten, die es dafür nicht gibt
  • Die Abfindung bei einem Jobwechsel nehmen und die Prämien zurückzahlen müssen
  • Abfertigung neu und Firmenpension verwechseln

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ist die Pension aus der Pensionskasse sicher?

Sie ist gesetzlich vom Vermögen des Arbeitgebers getrennt. Eine feste Höhe gibt es aber nicht, nach schlechten Jahren kann die Pension sinken.

Lohnen sich Eigenbeiträge zur Pensionskasse?

Bis 1.000 Euro im Jahr meist ja, wegen 4,25 Prozent Prämie und steuerfreier Pension daraus. Darüber ist der Vorteil gering.

Was ist besser, Pensionskasse oder Kollektivversicherung?

Die Pensionskasse hat mehr Ertragschance, die Kollektivversicherung einen Garantiezins. Für Vorsichtige und kurze Laufzeiten passt eher die Kollektivversicherung.

Muss ich die Firmenpension in der Steuererklärung angeben?

Die Pensionskasse zieht die Lohnsteuer selbst ab. Haben Sie mehrere Pensionen, kann eine Veranlagung zu Nachzahlungen führen.

Kann ich die Firmenpension als Kapital nehmen?

Nur wenn das Guthaben höchstens 16.500 Euro beträgt, Stand 2026. Die Reform sieht zum Pensionsantritt 20.000 Euro vor, beschlossen ist das noch nicht.

Lohnt sich eine Firmenpension kurz vor der Pension noch?

Zahlt der Arbeitgeber, ja. Eigene Beiträge haben wenig Zeit zu wachsen, prüfen Sie dann Kosten und Prämie genau.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Betriebliche Vorsorge

Wir vergleichen Versicherer und melden uns. Kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Betriebliche Altersvorsorge

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

Erstinformation lesen · Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich.

Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen.

Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Ihre Angaben nutzen wir nur für den Rückruf. Mehr dazu im Datenschutz.