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Wie stark steigen die Prämien der privaten Krankenversicherung 2027?

Kurz gesagt

Wie stark die Prämien der privaten Krankenversicherung 2027 steigen, ist Stand Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Zuletzt stiegen sie 2025 je nach Tarif um 3 bis 8 Prozent, bei über 45-Jährigen im Schnitt um 7,6 Prozent. Erlaubt sind nur Gründe wie Index, Leistungskosten oder Spitalsentgelte, nie das Älterwerden allein.

Wie stark steigen die Prämien der privaten Krankenversicherung 2027?

Was es kostet

Belegte Erhöhungen aus 2025 und aktuelle Inflation, Stand Oktober 2026.

BeispielRichtwert
Wahlarzt Basis, Erhöhung 2025plus 8 Prozent
Komforttarif, Erhöhung 2025plus 3 Prozent
Sonderklasse Premium, Erhöhung 2025plus 7 Prozent
Versicherte über 45, Erhöhung 2025plus 7,6 Prozent
Verbraucherpreisindex August 2026, Schnellschätzung3,2 Prozent

Für 2027 liegen Stand 14.

Oktober 2026 keine veröffentlichten Werte vor.

Die Zahlen für 2025 sind eine Marktauswertung mit Zwischenstand vom Jänner 2025,

keine amtliche Statistik.

Rechenbeispiel

Sonderklasse, 55 Jahre, 180 Euro Prämie im Monat

Zwei mögliche Erhöhungen für 2027 im Vergleich, als Rechenbeispiel ohne Bezug auf einen bestimmten Tarif.

Prämie 2026180 Euro
Mit 3 Prozent Erhöhung185,40 Euro
Mit 8 Prozent Erhöhung194,40 Euro
Unterschied im Jahr64,80 bis 172,80 Euro mehr

Je nach Tarif kostet die Erhöhung 2027 zwischen gut 5 und gut 14 Euro im Monat.

Anders als in Deutschland

In Österreich ist die private Krankenversicherung fast immer eine Zusatzversicherung zur gesetzlichen. Sie zahlt Sonderklasse im Spital, Wahlarzt oder Zahnleistungen. Eine Erhöhung trifft Sie deshalb zusätzlich zum Beitrag an die Österreichische Gesundheitskasse.

Die deutschen Nachrichten über PKV-Beiträge 2027, Beitragsbemessungsgrenzen und Arbeitgeberzuschüsse betreffen Sie in Österreich nicht. Hier gilt das Versicherungsvertragsgesetz mit eigenen Regeln.

Welche Gründe für eine Prämienerhöhung zählen

Der Versicherer darf die Prämie nur erhöhen, wenn das im Vertrag vereinbart ist und sich einer der gesetzlich genannten Faktoren ändert: ein vereinbarter Index, die Lebenserwartung, wie oft und wie teuer Leistungen in Anspruch genommen werden, die Ersätze der Sozialversicherung, die Entgelte der Spitäler oder das Gesundheitswesen selbst.

Ausgeschlossen ist eine Erhöhung, nur weil Sie älter oder kränker werden. Erlaubt ist allein eine vorab vereinbarte Altersstufe bis höchstens zum 20. Lebensjahr.

Was für 2027 zu erwarten ist

Verlässliche Zahlen für 2027 haben die Versicherer Stand Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Viele Tarife hängen teilweise am Verbraucherpreisindex, der im August 2026 laut Schnellschätzung bei 3,2 Prozent lag. Spitalskosten und Honorare steigen oft stärker.

Wie stark Ihre Prämie 2027 steigt, hängt von Ihrem Tarif und Ihrer Altersgruppe ab. Schätzungen ohne Tarifbezug helfen Ihnen wenig; maßgeblich ist das Schreiben Ihres Versicherers.

TarifgruppeErhöhung 2025Hinweis für 2027
Wahlarzt Basisplus 8 Prozentambulante Honorare steigen kräftig
Komfortplus 3 Prozenteher moderat
Sonderklasse Premiumplus 7 ProzentSpitalsentgelte wirken direkt
Versicherte über 45plus 7,6 Prozenthöchster Anstieg nach Alter

Was Sie tun können, wenn die Prämie steigt

Sie dürfen verlangen, dass der Versicherer den Vertrag mit höchstens gleicher Prämie und angemessen angepassten Leistungen fortführt. Typisch ist ein höherer Selbstbehalt oder ein Tarif ohne einzelne Bausteine.

Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer ist im höheren Alter selten günstig: Sie werden neu nach Gesundheit geprüft, und das Eintrittsalter bei Sonderklasse liegt oft bei 60 bis 65 Jahren.

Wann Sie nichts ändern sollten

Ist die Erhöhung 2027 gering und haben Sie Vorerkrankungen, ist der bestehende Vertrag oft mehr wert als jede Ersparnis. Aufgegebene Leistungen bekommen Sie später kaum zurück.

Schritt für Schritt

  1. Das Schreiben des Versicherers auf den genannten Anpassungsgrund prüfen.
  2. Mit der Anpassungsklausel im eigenen Vertrag vergleichen.
  3. Beim Versicherer Fortführung mit gleicher Prämie und angepassten Leistungen anfragen.
  4. Selbstbehalt und Bausteine gegen die Ersparnis rechnen.
  5. Erst danach über einen Wechsel nachdenken.

Checkliste

  • Anpassungsgrund ist einer der gesetzlich erlaubten
  • Erhöhung wirkt nicht rückwirkend
  • Angebot mit gleicher Prämie angefragt
  • Vorerkrankungen vor jedem Leistungsverzicht bedacht

Häufige Fehler

  • Deutsche Nachrichten zur PKV 2027 auf den österreichischen Vertrag übertragen
  • Mit über 60 kündigen und keinen neuen Versicherer finden
  • Das Recht auf Fortführung mit gleicher Prämie nicht nutzen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Darf meine Prämie steigen, nur weil ich älter werde?

Nein.

Das Älterwerden allein ist kein erlaubter Grund.

Zulässig ist nur eine vorab vereinbarte Stufe bis zum 20.

Lebensjahr.

Wann kommt die Erhöhung für 2027?

Der Versicherer muss sie Ihnen schriftlich erklären.

Wirksam wird sie frühestens ab dem Monatsersten nach Absendung des Schreibens.

Kann ich die Erhöhung ablehnen?

Sie können verlangen, dass der Vertrag mit gleicher Prämie und angepassten Leistungen weiterläuft.

Gibt es einen Zuschuss vom Arbeitgeber wie in Deutschland?

Nein, nicht gesetzlich.

Manche Arbeitgeber bieten Gruppenverträge an, das ist aber freiwillig.

Lohnt ein Anbieterwechsel bei hoher Erhöhung?

In jungen Jahren und bei guter Gesundheit eher, ab etwa 50 selten,

weil die Prämie nach dem neuen Eintrittsalter berechnet wird.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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1Für wen?
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Wir klären vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Bedingungen annimmt.

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.

Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland.

Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.

In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.

Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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