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Kurz gesagt
Wer zahlt die Kosten für einen Feuerwehreinsatz in Österreich? Beim Löschen eines Brandes, bei Naturereignissen und bei der Rettung von Menschen und Tieren meist niemand, diese Einsätze sind nach den Feuerwehrgesetzen der Länder kostenfrei. Zahlen müssen Sie bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei technischen Hilfen wie Türöffnungen und bei Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen, in Niederösterreich ab 448,10 Euro.
Tarifsätze der Tarifordnung des NÖ Landesfeuerwehrverbands, gültig seit 1. Jänner 2026, als Beispiel für Österreich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Feuerwehrmann, je Person und Stunde | 34,40 Euro |
| Tanklöschfahrzeug bis 16 Tonnen, je Stunde | 129,80 Euro |
| Löschfahrzeug bis 7,5 Tonnen, je Stunde | 113,70 Euro |
| Aufsperren einer Wohnung | nach Aufwand, mindestens 114,90 Euro |
| Personenbefreiung aus einem Aufzug, bis 30 Minuten | 229,80 Euro |
| Fehlalarm einer Brandmeldeanlage | nach Aufwand, mindestens 448,10 Euro |
| Fehlalarm eines Heimrauchmelders, von einer Person weitergeleitet | 57,40 Euro |
Stand Oktober 2026, aus der Tarifordnung 2026 des NÖ Landesfeuerwehrverbands und den
Feuerwehrgesetzen der Länder; andere Bundesländer haben eigene Tarife.
Die Schadenhöhe im Rechenbeispiel ist Richtwert aus der Angebotspraxis, ebenso die Aussage,
wie Polizzen Feuerlöschkosten behandeln.
Ob Ihr Vertrag einen Kostenersatzbescheid erstattet, prüfen wir für Sie.
Rechenbeispiel
Ein Hausbesitzer in Niederösterreich kippt noch warme Asche in die Kunststofftonne. Nachts brennen Tonne und Carport. Zwei Fahrzeuge mit neun Feuerwehrleuten löschen zwei Stunden. Die Gemeinde wertet das als grob fahrlässig.
| Tanklöschfahrzeug und Löschfahrzeug, je zwei Stunden | 487 Euro |
| Neun Feuerwehrleute, je zwei Stunden zu 34,40 Euro | 619,20 Euro |
| Kostenersatz an die Gemeinde, ohne Löschmittel | rund 1.106 Euro |
| Schaden am Carport | etwa 6.000 bis 9.000 Euro |
| Carport mitversichert, grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen | ja |
Den Carport zahlt die Eigenheimversicherung trotz des Fehlers. Den Kostenersatz von rund 1.106 Euro zahlen Sie zunächst selbst, ob die Versicherung ihn übernimmt, hängt von der Polizze ab. Rechnung mit Tarifsätzen 2026 und Richtwerten.
Feuerwehrwesen ist in Österreich Landessache, jedes Bundesland hat ein eigenes Feuerwehrgesetz. Die Grundlinie ist aber überall ähnlich. In Niederösterreich etwa begründet der Einsatz bei Bränden, Naturereignissen und zur Rettung von Menschen und Tieren keinen Kostenersatz.
Auch wer in gutem Glauben die 122 wählt, weil er Rauch sieht, muss nicht zahlen. Ein unbeabsichtigter falscher Alarm ist nach der niederösterreichischen Tarifordnung ausdrücklich kostenfrei. Zögern Sie im Ernstfall deshalb nie aus Angst vor einer Rechnung.
Wer einen Einsatz vorsätzlich oder grob fahrlässig auslöst, muss der Gemeinde die Kosten ersetzen, ebenso wer die Feuerwehr ohne ausreichenden Grund ruft. Kostenpflichtig sind auch Hilfen in Ihrem Interesse ohne akute Gefahr, etwa eine Türöffnung, das Auspumpen eines Kellers nach einem Rohrbruch oder das Befreien aus einem Aufzug.
Gerechnet wird nach Tarifordnung, die erste Stunde voll, dann in halben Stunden. Die Gemeinde kann ganz oder teilweise verzichten, wenn der volle Betrag unbillig wäre. Städte mit Berufsfeuerwehr haben teils eigene Tarife.
| Anlass | Wer zahlt meist |
|---|---|
| Wohnungsbrand durch einen Gerätedefekt | niemand, Brandbekämpfung ist kostenfrei |
| Heiße Asche in der Mülltonne, Carport brennt | Sie, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt |
| Nachbar meldet Rauch, es war nur der Griller | niemand, unbeabsichtigter Fehlalarm |
| Fehlalarm einer Brandmeldeanlage | der Betreiber, in Niederösterreich ab 448,10 Euro |
| Wohnung aufsperren | Sie, in Niederösterreich ab 114,90 Euro |
| Bewusst falscher Notruf | der Anrufer, dazu droht eine Strafe |
Die Eigenheimversicherung zahlt den Schaden am Haus durch Brand, Rauch, Ruß und Löschwasser, samt Aufräumen und Abbruch. Schäden, die die Feuerwehr beim Löschen anrichtet, etwa eine aufgebrochene Tür oder ein eingeschlagenes Fenster, gehören zum Brandschaden. Die Haushaltsversicherung trägt dasselbe für Ihre Einrichtung.
Ob ein Kostenersatzbescheid der Gemeinde ersetzt wird, regeln die Polizzen unterschiedlich. Manche zahlen Feuerlöschkosten ausdrücklich, andere nicht. Reichen Sie den Bescheid deshalb immer ein. Die Haftpflicht zahlt einen Kostenersatz meist nicht, weil er kein Schadenersatz an einen Dritten ist.
Wer eine Brandmeldeanlage direkt an die Feuerwehr aufschaltet, zahlt dafür laufend und für jeden Fehlalarm. In Niederösterreich kostet der Anschluss 105,60 bis 119,40 Euro im Monat, ein Fehlalarm mindestens 448,10 Euro. Das betrifft meist Betriebe und große Wohnanlagen.
Für Heimrauchmelder nennt die niederösterreichische Tarifordnung 57,40 Euro, wenn eine Person den Fehlalarm weitergeleitet hat, und 486 Euro, wenn ein Melder ihn automatisch ohne gesetzliche Pflicht an die Feuerwehr schickt. Ein privater Melder, der nur piept, kostet Sie nichts.
Brennt es bei Ihnen und Sie haben nicht grob fahrlässig gehandelt, kostet Sie der Löscheinsatz in aller Regel nichts. Eine eigene Versicherung nur für Feuerwehrkosten brauchen Sie nicht.
Wichtig ist eine Eigenheimversicherung, die grobe Fahrlässigkeit einschließt, und eine ausreichende Versicherungssumme. Dann bleibt der eigentliche Brandschaden auch nach einem Fehler gedeckt.
Fragen und Antworten
Für Sie in der Regel nicht.
Nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit kann die Gemeinde Kostenersatz verlangen.
Nein, ein unbeabsichtigter Fehlalarm ist kostenfrei.
Nur wer bewusst falsch alarmiert, muss zahlen und macht sich strafbar.
In Niederösterreich nach Aufwand, mindestens 114,90 Euro.
Ist jemand in Gefahr, etwa eine hilflose Person, gilt das als Rettung und ist kostenfrei.
In Niederösterreich 34,40 Euro je Feuerwehrmann und für übliche Fahrzeuge etwa 68 bis 255 Euro je
Stunde.
Andere Länder haben eigene Tarife.
Die Arbeit der Feuerwehr meist nicht.
Sie zahlt aber Schäden an Ihrer Einrichtung durch Brand,
Löschwasser und das Eindringen der Feuerwehr.
Der Betreiber der Anlage.
In Niederösterreich sind es mindestens 448,10 Euro je Fehlalarm,
eine Kostenfreiheit wie beim blinden Alarm gibt es dafür nicht.
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