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Was kostet eine Krankenzusatzversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Was eine Krankenzusatzversicherung in Österreich kostet, hängt vom Baustein und vom Eintrittsalter ab: Reiseschutz ab rund 45 Euro im Jahr, Zahn ab etwa 20 bis 30 Euro im Monat, Wahlarzt mit 30 Jahren ab etwa 35 Euro und die volle Sonderklasse ab etwa 80 Euro. Wer nur die Sonderklasse nach Unfall wählt, zahlt ab rund 8 Euro.

Was kostet eine Krankenzusatzversicherung in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Prämien für gesunde Erwachsene in Österreich, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Jahres-Reisekrankenversicherung, Einzelpersonab etwa 45 bis 49 Euro im Jahr
Zahnversicherung, Erwachseneetwa 20 bis 50 Euro im Monat
Wahlarzt, 25 bis 30 Jahre, Basis bis Komfortetwa 35 bis 70 Euro im Monat
Wahlarzt, 41 bis 50 Jahre, Basis bis Komfortetwa 65 bis 130 Euro im Monat
Sonderklasse, 30 Jahreab etwa 80 Euro im Monat, nur nach Unfall ab etwa 8 Euro
Sonderklasse, 50 Jahre, ohne Selbstbehaltetwa 110 bis 140 Euro im Monat

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Prämien.

Ihre Prämie hängt von Eintrittsalter, Gesundheit, Bundesland und Selbstbehalt ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

45 Jahre, Graz, bei der ÖGK versichert

So setzt sich die Monatsprämie zusammen, wenn Sie die Bausteine wählen, die für die meisten zählen, und auf die volle Sonderklasse verzichten.

Reisekranken (rund 49 Euro im Jahr)rund 4 Euro
Zahnversicherungetwa 30 bis 45 Euro
Sonderklasse nur nach Unfalletwa 10 bis 15 Euro
Wahlarzt Basisetwa 65 bis 90 Euro

Zusammen etwa 110 bis 155 Euro im Monat. Ohne Wahlarzt sinkt die Prämie auf rund 45 bis 65 Euro. Die Werte für den Unfallbaustein mit 45 Jahren sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Prämien je Baustein

In Österreich sind Sie über Arbeit, Pension oder Mitversicherung bei der Kasse versichert. Eine private Krankenversicherung ist deshalb immer ein Zusatz: Sie zahlen nur für die Lücken, die Sie schließen wollen.

Die Tabelle zeigt öffentlich genannte Prämien für gesunde Erwachsene. Für Ihr Alter, Ihr Bundesland und Ihre Gesundheit kann die Prämie darüber oder darunter liegen.

BausteinPrämieWofür
Reisekranken, Jahrespolizzeab rund 45 bis 49 Euro im JahrPrivatärzte im Ausland, Rücktransport
Zahnetwa 20 bis 50 Euro im MonatKronen, Brücken, Implantate, Mundhygiene
Wahlarzt, 25 bis 30 Jahreetwa 35 bis 70 Euro im MonatArztrechnungen ohne Kassenvertrag
Wahlarzt, 41 bis 50 Jahreetwa 65 bis 130 Euro im Monatwie oben, später abgeschlossen
Sonderklasse nur nach Unfall, 30 Jahreab rund 8 Euro im MonatZimmer und Arztwahl nach einem Unfall
Volle Sonderklasse, 30 Jahreab etwa 80 Euro im MonatZimmer, Arztwahl, Privatspital
Volle Sonderklasse, 50 Jahreetwa 110 bis 140 Euro im Monatwie oben, ohne Selbstbehalt

Warum das Eintrittsalter den Preis bestimmt

Österreichische Krankenversicherer kalkulieren mit Alterungsrückstellungen. Die Prämie hängt am Alter beim Abschluss, nicht am heutigen Alter. Wer mit 30 abschließt, zahlt mit 50 deutlich weniger als jemand, der erst mit 50 einsteigt.

Unabhängig davon steigen die Prämien, wenn die Kosten im Gesundheitswesen steigen. Rechnen Sie mit jährlichen Anpassungen um einige Prozent.

Selbstbehalt und Bundesland

Bei der Sonderklasse senkt ein Selbstbehalt je Spitalsaufenthalt die Prämie spürbar. Er lohnt sich, wenn Sie ihn im Ernstfall leicht aus Rücklagen zahlen können.

Die Spitalskosten und damit die Prämien unterscheiden sich je Bundesland. In Wien ist die Sonderklasse meist teurer als in ländlichen Regionen.

Wann Sie sich die Prämie sparen können

Wer fast nur zu Kassenärzten geht, braucht keine Wahlarztversicherung. Die Kasse ersetzt Rechnungen von Wahlärzten zu 80 Prozent ihres eigenen Tarifs, bei wenigen Besuchen im Jahr zahlen Sie die Differenz günstiger selbst.

Ein reines Spitalgeld ohne Sonderklasse bringt Ihnen weder ein anderes Zimmer noch einen anderen Arzt. Die Reiseversicherung dagegen kostet wenig und schützt vor fünfstelligen Rechnungen.

Schritt für Schritt

  1. Klären, welche Rechnung Sie wirklich treffen würde: Zahn, Wahlarzt oder Spital.
  2. Nur diese Bausteine wählen, kleine Beträge selbst zahlen.
  3. Bei der Sonderklasse einen Selbstbehalt prüfen, den Sie sich leisten können.
  4. Gesundheitsfragen vollständig beantworten.
  5. Früh abschließen, weil das Eintrittsalter die Prämie dauerhaft bestimmt.

Checkliste

  • Bausteine nach Risiko gewählt, nicht nach Paketangebot
  • Selbstbehalt bewusst festgelegt
  • Wahlarzt-Jahresgrenze passt zu Ihren Arztbesuchen
  • Prämienanpassungen in den letzten Jahren erfragt
  • Gesamtprämie passt dauerhaft ins Budget

Häufige Fehler

  • Ein Komplettpaket kaufen und später teuer wieder kündigen
  • Die Wahlarztversicherung abschließen, obwohl Sie fast nur Kassenärzte nutzen
  • Mit dem Abschluss warten, bis eine Behandlung ansteht
  • Vorerkrankungen verschweigen und im Leistungsfall leer ausgehen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet die Sonderklasse im Monat?

Mit 30 Jahren ab etwa 80 Euro für die volle Deckung, mit 50 Jahren etwa 110 bis 140 Euro. Nur nach Unfall gibt es sie ab rund 8 Euro.

Lohnt sich ein Selbstbehalt?

Oft ja. Er senkt die Prämie jeden Monat, und Sie zahlen ihn nur, wenn Sie tatsächlich ins Spital müssen.

Kann ich die Prämie von der Steuer absetzen?

Nein. Für Verträge ab 2016 gab es keinen Abzug mehr, für ältere Verträge ist die Absetzbarkeit als Sonderausgabe inzwischen ausgelaufen.

Zahlt der Arbeitgeber etwas dazu?

Eine Pflicht gibt es nicht. Manche Firmen bieten Gruppenverträge mit niedrigeren Prämien an.

Warum steigt meine Prämie jedes Jahr?

Weil die Kosten im Gesundheitswesen steigen. Am Eintrittsalter ändert sich nichts, die Anpassung trifft alle Versicherten eines Tarifs.

Wann brauche ich keine Krankenzusatzversicherung?

Wenn Sie mit der Kassenleistung zufrieden sind und größere Rechnungen aus Rücklagen zahlen können. Eine Reiseversicherung sollten Sie trotzdem haben.

Quellen

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Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

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