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Kurz gesagt
Eine eigene Brillenversicherung lohnt sich in Österreich selten. Die ÖGK zahlt Brillen nach Vertragstarif, Erwachsene tragen 2026 mindestens 138,60 Euro selbst, Kinder bis 15 nichts. Private Tarife zahlen Sehbehelfe meist nur als Teil eines Wahlarzttarifs, etwa 330 bis 440 Euro im Jahr, bei Prämien von rund 50 bis 70 Euro im Monat. Nur wegen der Brille rechnet sich das nicht.
Kostenanteile der Sozialversicherung 2026 und öffentlich genannte Leistungen und Prämien privater Tarife.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Kostenanteil ÖGK, Erwachsene | 10 Prozent, mindestens 138,60 Euro |
| Kostenanteil, Mitversicherte von 15 bis 27 | mindestens 46,20 Euro |
| Ambulanter Wahlarzttarif, Erwachsene | etwa 50 bis 70 Euro im Monat |
| Budget für Sehbehelfe im Wahlarzttarif | etwa 330 bis 440 Euro im Kalenderjahr |
Richtwerte, Stand Oktober 2026.
Die Budgets stammen aus einer veröffentlichten Leistungsübersicht von 2023 und können sich geändert haben; Prämien hängen von Alter und Tarif ab,
das genaue Angebot holen wir ein.
Das Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Sie kaufen alle drei Jahre eine Brille für 350 Euro und überlegen einen Wahlarzttarif für 60 Euro im Monat mit 330 Euro Budget für Sehbehelfe im Kalenderjahr.
| Prämie in drei Jahren (36 × 60 Euro) | 2.160 Euro |
| Erstattung für die Brille in drei Jahren | höchstens 330 Euro |
| Ohne Tarif: Kassenleistung abzüglich Kostenanteil | Sie zahlen mindestens 138,60 Euro selbst |
Für die Brille allein zahlen Sie gut sechsmal so viel ein, wie zurückkommt. Der Tarif rechnet sich nur, wenn Sie Wahlarzt, Therapien und Medikamente regelmäßig nutzen.
In Österreich ist die Brille eine Kassenleistung, anders als in Deutschland gilt das auch für Erwachsene mit üblicher Fehlsichtigkeit. Die ÖGK rechnet aber nach ihrem Vertragstarif ab, nicht nach dem Preis im Geschäft. Dazu kommt ein Kostenanteil von 10 Prozent, 2026 mindestens 138,60 Euro.
Bei einer einfachen Brille bleibt nach dem Kostenanteil oft wenig Kassenleistung übrig. Dünnere Gläser, Entspiegelung und eine schönere Fassung zahlen Sie als Aufpreis selbst. Bei SVS und BVAEB gelten ähnliche Regeln mit eigenen Höchstgrenzen.
| Fall | Was Sie selbst tragen | Was offen bleibt |
|---|---|---|
| Erwachsene | 10 Prozent, mindestens 138,60 Euro | Aufpreis über dem Vertragstarif |
| Kinder bis 15 Jahre | kein Kostenanteil | Aufpreis über dem Vertragstarif |
| Mitversicherte von 15 bis 27 | mindestens 46,20 Euro | Aufpreis über dem Vertragstarif |
| Gleitsicht oder Bifokal | die ganze Brille | keine Kassenleistung |
Einen reinen Brillentarif bieten private Versicherer in Österreich kaum an. Sehbehelfe stecken in ambulanten Tarifen, die vor allem Wahlarzt, Medikamente und Therapien zahlen. Für Erwachsene kosten sie etwa 50 bis 70 Euro im Monat.
Für Brillen, Kontaktlinsen und Augenlaserungen gibt es darin ein eigenes Budget, in zwei veröffentlichten Tarifstufen 328 und 438 Euro im Kalenderjahr. Wer alle drei Jahre eine Brille kauft, holt sich aus diesem Budget also höchstens einmal in drei Jahren Geld zurück.
Wenn Sie regelmäßig zum Wahlarzt gehen, Physiotherapie oder Psychotherapie brauchen, rechnet sich ein ambulanter Tarif über diese Leistungen. Das Brillenbudget ist dann ein willkommener Zusatz.
Mit Gleitsichtbrille ist der Vorteil größer, weil die Kasse hier gar nichts zahlt. Auch dann deckt das Budget aber nur einen Teil einer Brille, die schnell 800 Euro und mehr kostet.
Viele Optiker bieten beim Kauf eine Versicherung gegen Bruch, Verlust oder Diebstahl der Brille an. Das ist keine Krankenversicherung, sondern ein Schutz für dieses eine Stück.
Prüfen Sie Selbstbehalt, Laufzeit und ob nur der Optiker selbst die Brille ersetzt. Für eine günstige Brille ist der Aufpreis meist zu hoch, bei einer teuren Brille und viel Sport kann er sich lohnen.
Fragen und Antworten
Ja, nach ihrem Vertragstarif. Erwachsene tragen 2026 einen Kostenanteil von 10 Prozent, mindestens 138,60 Euro. Aufpreise für bessere Gläser und Fassungen zahlen Sie selbst.
Kinder bis 15 Jahre zahlen keinen Kostenanteil. Mitversicherte Jugendliche bis 27 Jahre zahlen mindestens 46,20 Euro.
In der Regel frühestens nach drei Jahren. Ändert sich die Sehstärke deutlich, ist eine neue Brille früher möglich.
Nein, Gleitsicht- und Bifokalgläser sind keine Kassenleistung. Hier hilft nur ein privates Budget für Sehbehelfe oder eigenes Sparen.
Kaum. Sehbehelfe sind meist ein Baustein ambulanter Wahlarzttarife. Daneben gibt es Versicherungen beim Optiker gegen Bruch und Verlust.
Bei einer teuren Brille und viel Sport kann sie passen. Für eine günstige Brille ist der Aufpreis meist zu hoch.
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