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Was kostet eine private Cyberversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Was kostet eine private Cyberversicherung in Österreich? Meist 4 bis 8 Euro im Monat, rund 48 bis 96 Euro im Jahr. Ein Familientarif kostet nur wenige Euro mehr als einer für Sie allein. Dafür ersetzen die Polizzen bei Onlinebetrug oft nur 1.000 bis 3.000 Euro im Jahr, teils mit 89 Euro Selbstbehalt. Wichtiger als die Prämie ist, wie viel je Fall wirklich gezahlt wird.

Was kostet eine private Cyberversicherung in Österreich?

Was es kostet

Monatsprämien privater Cyberversicherungen in Österreich laut Übersicht der Arbeiterkammer Oberösterreich, Stand Jänner 2025.

BeispielRichtwert
Einzeltarif mit Kaufschutz bis 2.000 Euro, Selbstbehalt 89 Euroetwa 4,90 Euro im Monat
Familientarif mit Kaufschutz bis 2.000 Euro, Selbstbehalt 89 Euroetwa 7,90 Euro im Monat
Basistarif mit Betrugsschutz bis 3.000 Euro im Jahretwa 4,99 Euro im Monat
Erweiterter Tarif mit höheren Leistungenetwa 7,99 Euro im Monat
Tarife für den ganzen Haushalt oder als Zusatzetwa 4,04 bis 4,15 Euro im Monat

Werte aus der Übersicht von Jänner 2025, Stand der Recherche Oktober 2026; Prämien können sich seither geändert haben.

Der Betrugsfall im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Familie in Graz, kauft und verkauft regelmäßig online

Die Familie hat keinen Rechtsschutz und verkauft Kindersachen auf Kleinanzeigenplattformen. Sie rechnet den Familientarif über fünf Jahre.

Familientarif, 7,90 Euro im Monatrund 95 Euro im Jahr
Prämie über fünf Jahrerund 474 Euro
Ein Betrugsfall: Kinderwagen per Überweisung bezahlt, nie geliefert600 Euro
Ersatz nach 89 Euro Selbstbehalt511 Euro

Ein solcher Fall deckt gut die Prämie von fünf Jahren. Passiert keiner, bleibt vor allem die Hilfe im Ernstfall. Zahlt die Familie meist mit Käuferschutz, kann sie auf die Polizze verzichten.

Was den Preis bestimmt

Wohnort und Alter spielen bei der Cyberpolizze kaum eine Rolle. Die Prämie hängt vom Umfang ab: Gibt es Geld bei Betrug beim Einkaufen, bei Missbrauch des Kontos, und wer im Haushalt ist mitversichert?

Die Unterschiede in Euro sind klein, die Unterschiede in der Leistung groß. Ein Tarif für 4 Euro kann im Ernstfall mehr zahlen als einer für 8 Euro, wenn die Grenzen besser passen.

TarifartPrämie im MonatWas meist drin ist
Einzeltarif mit Kaufschutzetwa 4,90 EuroWare kommt nicht oder ist unbrauchbar, bis 2.000 Euro, 89 Euro Selbstbehalt
Familientarif mit Kaufschutzetwa 7,90 Eurodieselben Leistungen für alle im Haushalt
Basistarif mit Kontoschutzetwa 4,99 EuroBetrug und Diebstahl von Geld bis 3.000 Euro im Jahr, Datenrettung
Erweiterter Tarifetwa 7,99 Eurodazu soziale Medien, Identitätsdiebstahl, Smart Home
Zusatz zur Haushaltsversicherungetwa 4,04 bis 4,15 EuroBeratung, Datenrettung, Kaufschutz bis 3.000 Euro

Die Grenzen sind wichtiger als die Prämie

Manche Tarife zahlen höchstens zwei Fälle im Jahr, andere 400 Euro je Fall und 1.000 Euro im Jahr. Wer einmal ein gebrauchtes Handy für 800 Euro per Überweisung bezahlt und nie bekommt, merkt den Unterschied sofort.

Prüfen Sie deshalb: Wie viel gibt es je Fall und im Jahr? Gilt der Schutz auch, wenn Sie selbst etwas verkaufen und kein Geld bekommen? Und wie viel Selbstbehalt wird abgezogen?

Was Bank und Haushaltsversicherung schon leisten

Wird Ihr Konto oder Ihre Karte ohne Ihre Zustimmung belastet, muss die Bank den Betrag grundsätzlich zurückbuchen. Sie haften nach den Regeln für Zahlungsdienste meist mit höchstens 50 Euro, außer bei grober Fahrlässigkeit, etwa wenn Sie einen Code am Telefon weitergegeben haben.

Viele Haushaltsversicherungen bieten einen Cyberbaustein an, oft für wenige Euro im Monat. Haben Sie den schon, zahlen Sie mit einer eigenen Polizze doppelt.

Wann Sie das Geld besser sparen

Zahlen Sie online fast nur mit Kreditkarte, auf Rechnung oder mit Käuferschutz, holen Sie Ihr Geld bei Betrug oft auch ohne Versicherung zurück. Dann bringt die Polizze vor allem Beratung und Hilfe beim Löschen von Daten.

Sinnvoll ist sie, wenn Sie oft per Überweisung kaufen, viel privat verkaufen, Kinder im Netz unterwegs sind oder Sie keinen Rechtsschutz haben. Für beruflich genutzte Geräte gilt sie nicht.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen, ob Haushaltsversicherung und Rechtsschutz schon einen Cyberbaustein haben.
  2. Festlegen, ob Sie Geld bei Betrug wollen oder vor allem Hilfe und Beratung.
  3. Grenze je Fall mit Ihren größten Onlinekäufen vergleichen.
  4. Einzel- und Familientarif vergleichen, wenn Kinder online sind.
  5. Selbstbehalt und Kündigungsfrist im Angebot ansehen.

Checkliste

  • Grenze je Fall und im Jahr für Betrug beim Kaufen bekannt
  • Betrug beim Verkaufen eingeschlossen, wenn Sie privat verkaufen
  • Missbrauch von Konto und Karte geregelt
  • Alle Personen im Haushalt mitversichert
  • Keine Doppelung mit Haushaltsversicherung oder Rechtsschutz
  • Selbstbehalt bekannt

Häufige Fehler

  • Nur auf die Monatsprämie schauen und die Grenze je Fall übersehen
  • Einen Cyberbaustein doppelt bezahlen
  • Einen Code am Telefon weitergeben und dann auf Ersatz hoffen
  • Beruflich genutzte Geräte über die private Polizze absichern wollen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Cyberversicherung im Jahr?

Meist rund 48 bis 96 Euro, je nach Umfang und ob der ganze Haushalt mitversichert ist.

Ist der Familientarif viel teurer?

Nein. Im Beispiel kostet er 3 Euro im Monat mehr als der Einzeltarif und gilt für alle im Haushalt.

Gibt es einen Selbstbehalt?

Je nach Tarif. Manche ziehen 89 Euro je Fall ab, andere zahlen ab dem ersten Euro, haben dafür aber niedrigere Grenzen.

Zahlt nicht ohnehin die Bank, wenn mein Konto missbraucht wird?

Bei Zahlungen ohne Ihre Zustimmung meist ja, bis auf höchstens 50 Euro. Bei grober Fahrlässigkeit kann die Bank ablehnen, dann hilft die Polizze.

Kann ich die Prämie von der Steuer absetzen?

Privat in der Regel nicht. Fragen Sie Ihre Steuerberatung, wenn Sie Geräte auch beruflich nutzen.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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