Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Cyberversicherung

Lohnt sich eine private Cyberversicherung in Österreich?

Kurz gesagt

Für manche ja, für viele kaum. Private Cyberpolizzen kosten in Österreich etwa 4 bis 8 Euro im Monat, zahlen bei Onlinebetrug aber oft nur 1.000 bis 3.000 Euro im Jahr. Sinnvoll sind sie, wenn Sie viel online kaufen und verkaufen und keinen Rechtsschutz haben. Prüfen Sie vorher Haushaltsversicherung, Rechtsschutz und die Rechte gegenüber Ihrer Bank.

Lohnt sich eine private Cyberversicherung in Österreich?

Was es kostet

Monatsprämien privater Cyberversicherungen in Österreich laut Übersicht der Arbeiterkammer Oberösterreich, Stand Jänner 2025.

BeispielRichtwert
Familientarif mit Hilfe bei Datenmissbrauch, Grenze bis 1.000 Euro im Jahretwa 4 Euro im Monat
Einzeltarif mit Kaufschutz bis 2.000 Euro, Selbstbehalt 89 Euroetwa 4,90 Euro im Monat
Familientarif mit Kaufschutz bis 2.000 Euro, Selbstbehalt 89 Euroetwa 7,90 Euro im Monat
Tarife mit Betrugsschutz bis 3.000 Euro im Jahretwa 4,15 bis 7,99 Euro im Monat

Werte aus der Übersicht von Jänner 2025, Stand der Recherche September 2026; Prämien können sich seither geändert haben. Die Schadenbeträge im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Familie in Linz, verkauft regelmäßig über Kleinanzeigen, ohne Rechtsschutz

Fünf Jahre Prämie gegen einen typischen Betrugsfall gerechnet.

Familientarifetwa 95 Euro im Jahr
Fünf Jahreetwa 475 Euro
Kinderwagen verkauft, Zahlung stellt sich als gefälscht herausetwa 600 Euro Schaden
Ersatz nach Abzug von 89 Euro Selbstbehaltetwa 510 Euro

Ein einzelner Fall deckt etwa die Prämie von fünf Jahren. Ohne regelmäßigen Onlinehandel bleibt die Polizze meist ungenutzt.

Was die Polizze im Ernstfall tut

Sie zahlen eine gebrauchte Kamera im Voraus, und das Paket kommt nie. Oder jemand bestellt mit Ihren Daten auf Ihren Namen. Die Cyberpolizze ersetzt den Schaden bis zur Grenze oder hilft, die Folgen zu beseitigen.

Dazu kommen je nach Tarif eine Hotline, Datenrettung nach Schadsoftware, Hilfe beim Löschen bloßstellender Inhalte und eine erste anwaltliche Beratung. Viele österreichische Tarife sind eher Hilfspakete als große Geldversicherungen.

Was Sie womöglich schon abgesichert haben

Einiges ist bereits anders geregelt. Bei nicht autorisierten Zahlungen muss Ihre Bank nach dem Zahlungsdienstegesetz grundsätzlich erstatten, außer Sie haben grob fahrlässig gehandelt, etwa einen Code am Telefon weitergegeben.

Manche Haushaltsversicherungen bieten einen Cyberbaustein als Zusatz, manche Rechtsschutzpolizzen einen Internet- oder Datenrechtsschutz. Wer das nicht prüft, zahlt doppelt.

RisikoWo es sonst abgesichert sein kann
Abbuchung ohne Ihre FreigabeErstattungspflicht der Bank, außer bei grober Fahrlässigkeit
Streit mit einem OnlinehändlerRechtsschutz mit Vertragsrecht
Missbrauch Ihrer Daten, Löschung durchsetzenRechtsschutz mit Datenrechtsschutz, nur in manchen Tarifen
Ware bezahlt, nie geliefertKäuferschutz des Zahlungsdienstes, sonst meist nur in der Cyberpolizze
Bloßstellung im Netzmeist nur in der Cyberpolizze

Wann sie sich nicht lohnt

Kaufen Sie selten online, zahlen Sie auf Rechnung oder mit Käuferschutz und haben Sie Rechtsschutz, bleibt für die Cyberpolizze wenig übrig.

Auch die niedrigen Grenzen sprechen oft dagegen. Wenn ein Tarif höchstens 400 Euro je Fall zahlt, sichert er ein teures Notebook nicht ab. Und er ersetzt keine Vorsicht: Wer Passwörter mehrfach nutzt oder Updates weglässt, riskiert Kürzungen.

Worauf es beim Tarif ankommt

Vergleichen Sie die Grenze je Fall und je Jahr, die Zahl der Fälle pro Jahr und den Selbstbehalt. Schauen Sie, ob nur ausbleibende Lieferungen oder auch beschädigte Ware gedeckt sind.

Wichtig ist außerdem, ob der Verkauf über Kleinanzeigen eingeschlossen ist, denn dort passiert viel Betrug, und ob die Polizze bei Identitätsmissbrauch auch Anwaltskosten zahlt.

Schritt für Schritt

  1. Haushaltsversicherung und Rechtsschutz auf Cyber- und Internetbausteine prüfen.
  2. Überlegen, wie oft Sie im Voraus zahlen oder privat verkaufen.
  3. Grenzen je Fall mit Ihren größten Onlinekäufen vergleichen.
  4. Selbstbehalt und Zahl der Fälle pro Jahr gegenüberstellen.
  5. Zwei-Faktor-Anmeldung und eigene Passwörter je Konto einrichten.

Checkliste

  • Betrug beim Kaufen und Verkaufen eingeschlossen
  • Grenze je Fall hoch genug für Ihre teuersten Onlinekäufe
  • Identitätsmissbrauch mit Anwaltskosten
  • Hilfe bei Bloßstellung im Netz für alle im Haushalt
  • Keine Doppelung mit Haushaltsversicherung oder Rechtsschutz

Häufige Fehler

  • Eine Cyberpolizze abschließen, obwohl Bank und Rechtsschutz das meiste schon abdecken
  • Die niedrige Grenze je Fall übersehen
  • Zugangscodes weitergeben und dann auf die Versicherung hoffen
  • Den Betrug nicht sofort bei Polizei und Bank melden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlt die Cyberversicherung bei Phishing?

Oft ja, wenn der Tarif Kontomissbrauch einschließt. Zuerst ist aber Ihre Bank gefragt. Wer grob fahrlässig handelt, bekommt von beiden womöglich wenig.

Ist die Familie mitversichert?

In Familientarifen meist alle im selben Haushalt. Der Aufpreis gegenüber dem Einzeltarif liegt bei wenigen Euro im Monat.

Hilft die Polizze bei Cybermobbing meines Kindes?

Viele Tarife bieten Beratung und Hilfe beim Löschen von Inhalten. Prüfen Sie, ob auch Anwaltskosten gedeckt sind.

Gibt es Cyberschutz in der Haushaltsversicherung?

Bei manchen Versicherern als Zusatzbaustein. Grenzen und Leistungen sind ähnlich wie bei eigenen Polizzen, oft etwas günstiger.

Bin ich als Ein-Personen-Unternehmen versichert?

Nein. Beruflich genutzte Geräte und Daten brauchen eine gewerbliche Cyberversicherung.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Cyberversicherung

Wir vergleichen mehrere Versicherer und melden uns mit einem Vorschlag. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Cyberversicherung für Betriebe

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich für den Rückruf. Hinweise zur Verarbeitung finden Sie im Datenschutz.