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Kurz gesagt
Bei vielen Tarifen ja, aber nicht bei allen. Manche österreichischen Tarife staffeln die Prämie nach Altersgruppen, andere verzichten auf Altersaufschläge und passen nur nach einem Index an. Häufig steigt im Alter auch der Selbstbehalt, etwa auf 20 Prozent ab 8 Jahren. Neu aufgenommen werden Katzen und Hunde oft nur bis 5 bis 9 Jahre.
Öffentlich genannte Prämien und Bedingungen für Österreich, Basis meist ein gesundes Tier im Alter von 2 Jahren.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Katze, OP-Schutz, 2 Jahre | ab etwa 7 bis 14 Euro im Monat |
| Katze, Krankenschutz, 2 Jahre | ab etwa 18 bis 28 Euro im Monat |
| Hund, Labrador 2 Jahre, OP-Schutz | etwa 11 bis 20 Euro im Monat |
| Hund, Labrador 2 Jahre, Vollschutz | etwa 35 bis 45 Euro im Monat |
| Höchstalter beim Neuabschluss | je nach Anbieter 5 bis 9 Jahre |
| Selbstbehalt bei einzelnen Katzentarifen ab 8 Jahren | 20 Prozent |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Vergleichsrechnungen. Die Rechnung im Beispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis, weil künftige Index- und Tarifanpassungen niemand kennt. Das genaue Angebot mit allen Altersgruppen holen wir für Sie ein.
Rechenbeispiel
So kann sich die Belastung über acht Jahre entwickeln, wenn der Tarif nach Index anpasst und ab 8 Jahren einen höheren Selbstbehalt vorsieht.
| Einstiegsprämie, 22 Euro mal 12 | etwa 264 Euro im Jahr |
| Nach acht Jahren Indexanpassung von rund 3 Prozent jährlich | etwa 335 Euro im Jahr |
| Tierarztrechnung mit 9 Jahren, Nierenwerte und Behandlung | etwa 800 Euro |
| Selbstbehalt ab 8 Jahren, 20 Prozent | etwa 160 Euro selbst |
Die Prämie steigt hier moderat, der größere Unterschied entsteht durch den Selbstbehalt im Alter. Fragen Sie vor dem Abschluss nach beidem.
Es gibt drei Mechanismen. Erstens Altersgruppen: Der Tarif legt fest, ab welchem Geburtstag eine höhere Prämie gilt. Zweitens die Wertanpassung: Viele Polizzen sind an einen Index gebunden und steigen jedes Jahr ein wenig. Drittens Leistungskürzungen im Alter: Die Prämie bleibt, aber der Selbstbehalt steigt oder die Erstattung sinkt.
Der dritte Weg wird gern übersehen. Ein Tarif, der mit 2 Jahren günstig wirkt, kann mit 9 Jahren zwar dieselbe Prämie haben, aber von jeder Rechnung ein Fünftel bei Ihnen lassen.
| Mechanismus | Was passiert | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Altersgruppe | höhere Prämie ab einem bestimmten Geburtstag | Prämie der letzten Gruppe vor Abschluss erfragen |
| Indexanpassung | jährliche Erhöhung nach vereinbartem Index | welcher Index und ob auch eine Senkung vorgesehen ist |
| Steigender Selbstbehalt | ab einem Alter, oft 8 Jahre, zahlen Sie mehr selbst | steht in den Bedingungen, nicht im Prämienblatt |
| Sanierung des Tarifs | Anpassung für alle Verträge, wenn die Kosten steigen | nur wirksam, wenn eine zulässige Klausel vereinbart ist |
Gegenüber Verbrauchern darf ein Unternehmen die Prämie nur erhöhen, wenn der Vertrag die Umstände dafür umschreibt, sie sachlich gerechtfertigt sind, ihr Eintritt nicht vom Willen des Versicherers abhängt und unter denselben Voraussetzungen auch eine Senkung vorgesehen ist. So steht es in § 6 Abs 1 Z 5 KSchG.
Altersgruppen, die schon beim Abschluss in der Polizze stehen, sind keine nachträgliche Erhöhung, sondern vereinbarter Preis. Ein Recht, nur wegen einer vereinbarten Wertanpassung vorzeitig auszusteigen, gibt es in der Regel nicht. Sie können aber zum Ablauf jedes Versicherungsjahres kündigen, mit der Frist aus Ihrer Polizze.
Viele Anbieter nehmen Katzen und Hunde nur bis 5 oder 6 Jahre neu auf, einzelne bis 7 oder 9 Jahre. Ein neuer Vertrag beginnt wieder mit Wartezeit, oft ein bis drei Monate, und alles, was schon in der Krankengeschichte steht, wird ausgeschlossen.
Ein zehnjähriger Hund mit Gelenkbefund findet deshalb kaum einen Vertrag, der genau dafür zahlt. Bevor Sie wegen einer Prämie kündigen, klären Sie, ob Ihr Tier anderswo überhaupt noch und ohne Ausschluss aufgenommen wird.
Vor dem Abschluss: Tarife ohne Altersaufschlag oder mit flachen Stufen bevorzugen, nach der Prämie und dem Selbstbehalt mit 8 und 10 Jahren fragen und die Indexklausel lesen. Ein um 3 Euro billigerer Einstieg ist nichts wert, wenn später der Selbstbehalt springt.
Im laufenden Vertrag: Fragen Sie nach einem höheren Selbstbehalt oder dem Wechsel in den reinen OP-Schutz desselben Versicherers. Das senkt die Prämie, ohne dass Sie Wartezeit und Deckung für bereits gedeckte Krankheiten verlieren. Ob dafür eine neue Gesundheitsprüfung nötig ist, klären Sie vorher.
Fragen und Antworten
Das hängt vom Tarif ab. Manche staffeln ab etwa 5 Jahren, andere verzichten auf Altersaufschläge und erhöhen nur über den Index oder den Selbstbehalt.
Nur mit einer vereinbarten Klausel, die Gründe klar umschreibt, sachlich gerechtfertigt ist und auch eine Senkung vorsieht. Das verlangt § 6 Abs 1 Z 5 KSchG für Verbraucher.
Ein eigenes Sonderkündigungsrecht nur wegen einer vereinbarten Wertanpassung gibt es meist nicht. Sie können zum Ablauf des Versicherungsjahres mit der Frist aus der Polizze kündigen.
Nicht garantiert. Sie vermeiden aber Ausschlüsse für Vorerkrankungen und die Altersgrenze für neue Verträge.
Ja, einzelne Anbieter in Österreich verzichten darauf. Auch dort kann die Prämie über einen Index steigen.
Läuft sie schon und deckt Krankheiten, die das Tier hat, meist ja. Ein Neuabschluss in diesem Alter ist oft gar nicht mehr möglich.
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