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Kurz gesagt
In Österreich sind 20 Prozent der Stornokosten als Selbstbehalt üblich. Viele Tarife verzichten darauf bei den klassischen Gründen wie plötzlicher schwerer Krankheit oder Unfall und verlangen die 20 Prozent nur bei erweiterten Gründen wie einer geplatzten Hochzeit oder einer nicht bestandenen Prüfung. Bei 2.000 Euro Stornokosten sind das 400 Euro.
Veröffentlichte Prämien und Selbstbehaltsregeln aus Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Üblicher Selbstbehalt im Stornoschutz | 20 Prozent der Stornokosten |
| Stornoschutz bei plötzlicher schwerer Krankheit oder Unfall, Tarif mit Basis ohne Selbstbehalt | 0 Prozent Selbstbehalt, Reisepreis bis 10.000 Euro |
| Erweiterte Stornogründe im selben Tarif | 20 Prozent Selbstbehalt |
| Jahres-Stornoversicherung eine Person, Reisen bis 1.000 Euro, einfache und gehobene Stufe | ab etwa 95 und ab etwa 109 Euro im Jahr |
| Storno für eine Reise mit 1.000 Euro Reisepreis | ab etwa 70 Euro |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Prämien, Tarifblättern und einer Broschüre des Europäischen Verbraucherzentrums. Der Aufpreis von 15 bis 30 Euro für einen Tarif ohne Selbstbehalt und die Stornosätze im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Der Veranstalter verlangt nach seiner Staffel 50 Prozent des Reisepreises. Einmal sagt die Familie wegen einer schweren Erkrankung des Vaters ab, einmal, weil die Tochter die Matura nicht bestanden hat.
| Stornokosten, 50 Prozent von 3.200 Euro | 1.600 Euro |
| Schwere Erkrankung, klassischer Grund ohne Selbstbehalt | 1.600 Euro Erstattung |
| Matura nicht bestanden, erweiterter Grund mit 20 Prozent | 320 Euro Eigenanteil, 1.280 Euro Erstattung |
| Tarif mit 20 Prozent bei jedem Grund | in beiden Fällen 320 Euro Eigenanteil |
Je nach Tarif und Grund trägt die Familie 0 oder 320 Euro selbst. Das ist mehr als der übliche Aufpreis für einen Tarif ohne Selbstbehalt über viele Jahre. Rechenbeispiel mit Richtwerten.
Zuerst steht fest, wie viel der Veranstalter für die Absage verlangt. Das bestimmt seine Stornostaffel: je näher die Abreise, desto höher der Anteil am Reisepreis, bei sehr kurzfristiger Absage oft rund 80 Prozent. Von diesem Betrag zieht der Versicherer den Selbstbehalt ab.
Gilt ein Selbstbehalt von 20 Prozent, tragen Sie ein Fünftel der Kosten selbst. Manche Tarife nennen zusätzlich einen Mindestbetrag je Person, dann frisst er bei kleinen Stornos einen großen Teil der Erstattung.
| Stornokosten | Selbstbehalt 20 Prozent | Erstattung | Erstattung ohne Selbstbehalt |
|---|---|---|---|
| 300 Euro | 60 Euro | 240 Euro | 300 Euro |
| 1.000 Euro | 200 Euro | 800 Euro | 1.000 Euro |
| 2.000 Euro | 400 Euro | 1.600 Euro | 2.000 Euro |
| 3.200 Euro | 640 Euro | 2.560 Euro | 3.200 Euro |
Viele österreichische Tarife trennen zwei Gruppen. Die klassischen Gründe, also plötzliche schwere Erkrankung, schwere Unfallfolgen oder ein Todesfall in der Familie, werden ohne Selbstbehalt ersetzt. Für erweiterte Gründe wie eine nicht bestandene Prüfung, Nachbarschaftshilfe nach einer Katastrophe oder die abgesagte Hochzeit, wegen der die Reise gebucht war, gilt ein Selbstbehalt von 20 Prozent.
Andere Tarife ziehen die 20 Prozent bei jedem Grund ab. Welcher Fall bei Ihnen gilt, steht in den Bedingungen im Abschnitt zum Selbstbehalt. Diese Seite lesen Sie vor dem Abschluss, nicht danach.
Manche Veranstalter rechnen einen Stornoschutz schon in den Reisepreis ein, meist mit 20 Prozent Selbstbehalt. Wer den Selbstbehalt nicht tragen will, kann ihn mit einer eigenen kleinen Versicherung abdecken, statt einen zweiten vollen Stornoschutz zu kaufen.
Prüfen Sie deshalb vor jedem Abschluss die Reisebestätigung. Doppelter Stornoschutz bringt nichts, der Schaden wird nur einmal ersetzt.
Der Aufpreis ist meist klein im Verhältnis zum möglichen Eigenanteil. Ein einziger Storno mit 1.000 Euro Kosten kostet Sie mit Selbstbehalt 200 Euro, der Unterschied in der Jahresprämie liegt oft bei 15 bis 30 Euro.
Mit Selbstbehalt fahren Sie gut, wenn Sie selten stornieren und günstig reisen. Ohne Selbstbehalt lohnt sich bei teuren Reisen, mit Kindern oder älteren Mitreisenden und wenn Sie fest mit der vollen Erstattung rechnen. Bei kostenlos stornierbaren Buchungen stellt sich die Frage gar nicht.
Fragen und Antworten
20 Prozent der Stornokosten. Maßgeblich ist, was in Ihrer Polizze steht.
Ja. Manche Tarife ersetzen plötzliche schwere Krankheit und Unfall ohne Selbstbehalt, andere bieten eine Stufe ganz ohne Selbstbehalt gegen höhere Prämie.
Sie deckt den Selbstbehalt eines Stornoschutzes ab, den der Veranstalter schon im Preis hat. Das ist oft günstiger als ein zweiter voller Schutz.
Bei günstigen Reisen und seltenen Absagen ja. Ab etwa 2.000 Euro Reisepreis wiegt ein Eigenanteil von 400 Euro meist schwerer als die gesparte Prämie.
Bei der Jahrespolizze meist zur nächsten Verlängerung. Bei einer Polizze für eine Reise gilt, was beim Abschluss vereinbart war.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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