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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Zahnversicherung

Zahlt die Zahnversicherung in Österreich Implantate?

Kurz gesagt

Ja, eine gute Zahnversicherung zahlt in Österreich Implantate, je nach Tarif meist 50 bis 90 Prozent der Rechnung. Das zählt, denn die ÖGK zahlt für Implantate in der Regel nichts, und ein Implantat mit Krone kostet etwa 2.500 bis 4.000 Euro, in Wien oft mehr. In den ersten Jahren begrenzen die meisten Tarife die Leistung auf gestaffelte Höchstbeträge.

Zahlt die Zahnversicherung in Österreich Implantate?

Was es kostet

Kosten für Implantate in Österreich und Leistungen privater Tarife aus veröffentlichten Ratgebern, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Implantat mit Krone, einfacher Falletwa 2.500 bis 4.000 Euro
Implantat in Wienetwa 3.000 bis 4.000 Euro
Implantat in ländlichem Niederösterreichetwa 2.300 bis 3.100 Euro
Zahnversicherung mit Implantaten, Erwachseneetwa 15 bis 45 Euro im Monat

Stand Oktober 2026.

Implantatkosten schwanken stark je Praxis, Region und Aufwand.

Der Tarif mit 80 Prozent und 4.000 Euro Höchstbetrag im Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis; Ihr Angebot hängt von Alter und Zahnstatus ab.

Rechenbeispiel

Implantat mit 50 Jahren, Tarif mit 80 Prozent

Ein Backenzahn muss durch ein Implantat mit Knochenaufbau ersetzt werden, die Rechnung beträgt 4.200 Euro. Der Tarif zahlt 80 Prozent, ab dem fünften Jahr bis 4.000 Euro im Jahr.

ÖGK0 Euro
Tarif im sechsten Vertragsjahr, 80 Prozent3.360 Euro
Ihr Eigenanteil840 Euro
Im ersten Vertragsjahr bei 1.000 Euro Höchstbetrag3.200 Euro Eigenanteil

Mit einem länger laufenden Vertrag zahlen Sie 840 statt 4.200 Euro. Im ersten Jahr hilft derselbe Tarif kaum, deshalb früh abschließen.

Was ein Implantat in Österreich kostet

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan, auf die eine Krone gesetzt wird. Die Preise legt jede Praxis selbst fest, weil die Honorarordnung der Zahnärztekammer nur Kassenleistungen regelt.

In Wien und Salzburg liegen die Preise oft 10 bis 25 Prozent über denen am Land. Die Rechnung setzt sich aus diesen Teilen zusammen:

PostenÜbliche Kosten
3D-Röntgen und Planungetwa 250 bis 450 Euro
Setzen des Implantatsetwa 1.200 bis 1.800 Euro
Krone auf dem Implantatetwa 900 bis 1.500 Euro
Knochenaufbau, falls nötigetwa 600 bis 1.500 Euro
Gesamt, einfacher Falletwa 2.500 bis 4.000 Euro

Was die Kasse zahlt

Die ÖGK, die SVS und die KFA Wien zahlen für Implantate in der Regel nichts. Eine Ausnahme sind besondere medizinische Fälle, etwa nach einem Tumor im Kieferbereich.

Bei der BVAEB gibt es nach Bewilligung 80 Prozent der Kosten, höchstens 350 Euro je Implantat. Auch dann bleibt der größte Teil der Rechnung bei Ihnen. Anders als in Deutschland gibt es keinen festen Zuschuss für die Lücke.

Wie eine Zahnversicherung das Implantat erstattet

Private Tarife ersetzen einen Prozentsatz der Rechnung. Einfache Tarife zahlen etwa die Hälfte, gute 80 bis 90 Prozent, oft mit Jahreshöchstbetrag. Wichtig ist, dass der Tarif Implantate ausdrücklich nennt und den Knochenaufbau einschließt.

Weil die Kasse nichts beiträgt, trägt der Tarif in Österreich einen größeren Teil als in Deutschland. Ein Unterschied von 50 zu 90 Prozent macht bei einem Implantat schnell 1.200 Euro aus.

Die Grenzen in den ersten Jahren

Fast alle Tarife staffeln die Leistung. Üblich sind etwa 500 bis 1.000 Euro im ersten Jahr, danach steigende Beträge und ab dem vierten oder fünften Jahr die volle Leistung. Bei Zahnersatz gelten oft sechs bis zwölf Monate Wartezeit.

Für ein Implantat kurz nach Abschluss reicht das nicht. Nach einem Unfall entfallen Wartezeit und Staffel bei vielen Tarifen, prüfen Sie das in den Bedingungen.

Wann ein Abschluss nichts mehr bringt

Fehlt der Zahn schon oder hat die Praxis ein Implantat angeraten, zahlt kein Tarif dafür. Das wird beim Abschluss abgefragt und ausgeschlossen.

Dann helfen eher zwei Kostenvoranschläge aus verschiedenen Praxen. Für die übrigen Zähne kann eine Zahnversicherung trotzdem sinnvoll sein.

Schritt für Schritt

  1. Zahnstatus prüfen lassen: Fehlt ein Zahn oder ist etwas angeraten?
  2. Tarife suchen, die Implantate und Knochenaufbau ausdrücklich nennen.
  3. Erstattungssatz, Jahreshöchstbetrag und Staffel der ersten Jahre vergleichen.
  4. Bei der BVAEB vorab die Bewilligung für den Zuschuss einholen.
  5. Abschließen, solange alle Zähne gesund sind.

Checkliste

  • Implantate ausdrücklich mitversichert
  • Knochenaufbau eingeschlossen
  • Erstattung mindestens 80 Prozent
  • Jahreshöchstbetrag reicht für ein Implantat
  • Staffel der ersten Jahre bekannt
  • Regel für Unfälle geprüft

Häufige Fehler

  • Erst abschließen, wenn das Implantat schon empfohlen ist
  • Im ersten Vertragsjahr die volle Leistung erwarten
  • Einen Tarif mit 50 Prozent wählen und mit 90 rechnen
  • Fehlende Zähne im Antrag nicht angeben

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlt die ÖGK ein Implantat?

In der Regel nicht. Implantate sind Privatleistungen, nur in besonderen medizinischen Fällen gibt es Ausnahmen.

Wie viel zahlt eine Zahnversicherung für Implantate?

Je nach Tarif etwa 50 bis 90 Prozent der Rechnung, in den ersten Jahren begrenzt auf gestaffelte Höchstbeträge.

Wie teuer ist ein Implantat in Wien?

Meist etwa 3.000 bis 4.000 Euro mit Krone, mit Knochenaufbau auch mehr. Am Land ist es oft einige hundert Euro günstiger.

Kann ich abschließen, wenn schon ein Zahn fehlt?

Oft ja, aber die bestehende Lücke ist dann ausgeschlossen. Für die anderen Zähne gilt der Schutz normal.

Zahlt die BVAEB mehr?

Ja, nach Bewilligung 80 Prozent, höchstens 350 Euro je Implantat. Der Rest bleibt bei Ihnen oder Ihrer Zahnversicherung.

Quellen

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