Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung oder ÖGK: Was gilt in Österreich?

Kurz gesagt

In Österreich müssen Sie sich meist nicht entscheiden. Wer arbeitet, ist über das ASVG oder das Gesetz für Selbständige pflichtversichert, die private Krankenversicherung kommt als Zusatz dazu. Eine Wahl statt der Pflichtversicherung haben nur einige freie Berufe. Sonderklasse kostet mit 30 Jahren meist etwa 70 bis 190 Euro im Monat.

Private Krankenversicherung oder ÖGK: Was gilt in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Prämienspannen für Österreich, 30 Jahre, Stand Juni 2026.

BeispielRichtwert
Nur Wahlarzt, 30 Jahreetwa 70 bis 125 Euro im Monat
Wahlarzt und Sonderklasse, 30 Jahreetwa 70 bis 190 Euro im Monat
Volle Sonderklasse mit Wahlarzt, umfassendetwa 150 bis 215 Euro im Monat
Optionstarif für späteren Abschluss ohne neue Gesundheitsprüfungab etwa 8 Euro im Monat

Richtwerte, Stand Juni 2026, aus öffentlich genannten Prämienspannen. Die Prämie hängt von Eintrittsalter, Gesundheit, Bundesland und Selbstbehalt ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Angestellte, 32 Jahre, Wien

Sie ist bei der ÖGK pflichtversichert und überlegt, ob sich Sonderklasse und Wahlarzt lohnen.

Pflichtversicherungläuft weiter, Beitrag vom Gehalt
Sonderklasse und Wahlarztetwa 70 bis 190 Euro im Monat
Wahlarzt ohne Zusatz, Rechnung 120 EuroKassenersatz oft nur ein Teil davon (Richtwert aus der Angebotspraxis)

Die Zusatzversicherung kostet sie rund 840 bis 2.280 Euro im Jahr zusätzlich. Sie lohnt sich, wenn ihr Sonderklasse und Wahlärzte diesen Betrag wert sind.

Warum die Frage in Österreich anders lautet

Anders als in Deutschland gibt es für Angestellte keine Einkommensgrenze, ab der man die gesetzliche Kasse verlassen kann. Wer unselbständig arbeitet, ist nach dem ASVG pflichtversichert, Selbständige über die Sozialversicherung der Selbständigen. Das gilt unabhängig vom Einkommen.

Die eigentliche Frage lautet deshalb: Reicht mir die Leistung der Kasse, oder will ich mit einer privaten Zusatzversicherung mehr? Die Kasse deckt die medizinisch notwendige Versorgung ab, auch teure Behandlungen.

PunktPflichtversicherungPrivate Zusatzversicherung
Pflichtja, für fast alle Erwerbstätigennein, freiwillig
Beitragnach Einkommennach Alter und Gesundheit bei Abschluss
Kinderbeitragsfrei mitversicherteigene Prämie je Kind
Spitalallgemeine KlasseSonderklasse, freie Arztwahl im Spital
ÄrzteKassenärzte, Wahlarzt mit TeilersatzWahlarztkosten weitgehend erstattet
Gesundheitsprüfungkeineja, Vorerkrankungen können ausgeschlossen werden

Für wen die private Zusatzversicherung passt

Sinnvoll ist sie für alle, denen kurze Wartezeiten, die Wahl des Operateurs, ein Einzel- oder Zweibettzimmer oder Wahlärzte wichtig sind. Je jünger und gesünder Sie abschließen, desto günstiger bleibt die Prämie.

Wer oft zu Wahlärzten geht, zahlt sonst viel selbst. Die Kasse ersetzt nur 80 Prozent dessen, was sie einem Vertragsarzt zahlen würde, und das ist oft nur ein kleiner Teil der Rechnung.

Wann Sie sie nicht brauchen

Wenn Sie mit Kassenärzten zufrieden sind und keine Sonderklasse wollen, sichert Sie die Pflichtversicherung gut ab. Für Familien mit knappem Budget kann das Geld in einer Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung wichtiger sein.

Achten Sie auf die Dauer. Die Prämie steigt mit dem Alter und mit den Spitalskosten, auch in der Pension. Schließen Sie nur ab, was Sie auch mit 70 noch zahlen können.

Opting-out für freie Berufe

Einige Kammerberufe, etwa Ärzte, Apotheker, Notare, Ziviltechniker oder Wirtschaftstreuhänder, können statt der Pflichtversicherung eine Gruppenkrankenversicherung über ihre Kammer wählen. Die Bedingungen sind je Kammer verhandelt.

Diese Wahl ist schwer umkehrbar. Lassen Sie sich vorher durchrechnen, wie sich Prämie und Leistung bis ins Alter entwickeln, auch mit Familie.

Schritt für Schritt

  1. Klären, welche Pflichtversicherung für Sie gilt und ob Opting-out überhaupt möglich ist.
  2. Festlegen, was Ihnen wichtig ist: Sonderklasse, Wahlarzt oder beides.
  3. Gesundheitsfragen ehrlich und vollständig beantworten.
  4. Selbstbehalt und Wartezeiten vergleichen.
  5. Prämie für das Alter mitdenken, nicht nur für heute.

Checkliste

  • Pflichtversicherung geklärt
  • Umfang der Zusatzversicherung festgelegt
  • Gesundheitsfragen vollständig beantwortet
  • Selbstbehalt im Spital bekannt
  • Prämie auch in der Pension tragbar
  • Kinder mitgedacht

Häufige Fehler

  • Glauben, eine private Krankenversicherung ersetze in Österreich die Pflichtversicherung
  • Vorerkrankungen verschweigen und später den Schutz verlieren
  • Nur auf die Anfangsprämie achten und die Steigerung im Alter übersehen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Kann ich als Angestellter aus der ÖGK austreten?

Nein. Angestellte sind unabhängig vom Einkommen pflichtversichert, eine private Versicherung kommt nur dazu.

Bekomme ich mit Sonderklasse schneller einen Termin?

Bei planbaren Operationen oft ja, weil Sie Spital und Arzt wählen können. Einen Anspruch darauf gibt es nicht.

Wer darf Opting-out wählen?

Nur Angehörige bestimmter Kammerberufe, deren Kammer eine Gruppenkrankenversicherung vereinbart hat.

Sind Kinder in der Zusatzversicherung mitversichert?

Nein, jedes Kind braucht einen eigenen Vertrag. In der Pflichtversicherung sind Kinder dagegen beitragsfrei mitversichert.

Was ist ein Optionstarif?

Er sichert Ihnen das Recht, später ohne neue Gesundheitsprüfung aufzustocken, und kostet wenige Euro im Monat.

Kann ich die Prämie von der Steuer absetzen?

Für neue Verträge nur noch in Ausnahmefällen. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Private Krankenversicherung

Wir vergleichen mehrere Versicherer und melden uns mit einem Vorschlag. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Private Krankenversicherung in Österreich (Sonderklasse)

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich für den Rückruf. Hinweise zur Verarbeitung finden Sie im Datenschutz.