Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Brauche ich eine eigene Privathaftpflicht, wenn ich eine Haushaltsversicherung habe?
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Kurz gesagt
Meist nicht. Die Privathaftpflicht, in Österreich fast immer Teil der Haushaltsversicherung, deckt nur den privaten Bereich. Als angestellte Aushilfe schützt Sie aber das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz: Bei leichter Fahrlässigkeit kann das Gericht Ihre Haftung mäßigen oder ganz erlassen. Wer selbstständig nebenbei arbeitet, braucht eine eigene Betriebshaftpflicht, oft ab etwa 200 Euro im Jahr.
Was Schutz für eine Nebentätigkeit in Österreich kostet, nach veröffentlichten Angaben.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Aushilfe als Dienstnehmer | 0 Euro, die Haftungsbegrenzung ergibt sich aus dem Gesetz |
| Betriebshaftpflicht für einen kleinen Betrieb | häufig ab etwa 200 Euro im Jahr |
| Ruhige Bürotätigkeit ohne Mitarbeiter | etwa 80 bis 200 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht als eigene Polizze, zum Vergleich | etwa 35 bis 60 Euro im Jahr, ohne Nebentätigkeit |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Angaben. Die Spanne für ruhige Bürotätigkeiten ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ob Ihre Tätigkeit versicherbar ist und zu welcher Prämie, klären wir vor dem Angebot.
Rechenbeispiel
Hauptberuf im Büro, am Wochenende Fotoaufträge auf eigene Rechnung. So klären Sie, was gedeckt ist.
| Umsatz aus der Fotografie | etwa 9.000 Euro im Jahr |
| Haftpflicht in der Haushaltsversicherung | deckt die Aufträge nicht |
| Umgestoßenes Stativ verletzt einen Gast | nur über eine Betriebshaftpflicht gedeckt |
| Betriebshaftpflicht für Fotografie | etwa 150 bis 250 Euro im Jahr (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
Ohne eigene Polizze tragen Sie jeden Schaden bei einem Auftrag selbst. Mit Betriebshaftpflicht sind es rund 13 bis 21 Euro im Monat.
Die Haftpflicht in der Haushaltsversicherung ist für Schäden aus dem Alltag gedacht: beim Radfahren, beim Sport, in der Wohnung. Was Sie in einem Beruf, einem Nebenberuf oder einem Gewerbe tun, nehmen die österreichischen Bedingungen ausdrücklich aus.
Erweiterungen für kleine selbstständige Nebentätigkeiten sind in Österreich selten. Gibt es sie, stehen sie ausdrücklich in der Polizze. Steht dort nichts, gehen Sie davon aus, dass kein Schutz besteht.
| Art der Tätigkeit | Üblicher Stand |
|---|---|
| Geringfügige Beschäftigung, zum Beispiel Kellnern | Haftpflicht zahlt nicht, das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz begrenzt Ihre Haftung |
| Ehrenamt im Verein | je nach Bedingungen, oft über die Vereinshaftpflicht geregelt |
| Gelegentliche Gefälligkeit ohne Bezahlung | privater Bereich, meist gedeckt |
| Bezahlte Nachhilfe oder Babysitten auf Rechnung | als Erwerbstätigkeit meist nicht gedeckt |
| Nebengewerbe, zum Beispiel Onlinehandel oder Fotografie | nicht gedeckt, eigene Betriebshaftpflicht |
| Beratende Tätigkeit auf Honorar | nicht gedeckt, Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht |
Wer als Dienstnehmer bei der Arbeit einen Schaden anrichtet, haftet in Österreich nicht voll. Das Gesetz kennt vier Stufen: Bei einer entschuldbaren Fehlleistung haften Sie gar nicht, bei leichter Fahrlässigkeit kann das Gericht den Ersatz mäßigen oder ganz erlassen, bei grober Fahrlässigkeit nur mäßigen, bei Vorsatz haften Sie voll.
Das gilt auch, wenn Sie einem Kunden des Arbeitgebers schaden und der Arbeitgeber zahlt: Er kann sich nur in diesem Rahmen an Sie halten. Ansprüche aus leichter Fahrlässigkeit muss er zudem binnen sechs Monaten geltend machen. Werden Sie selbst geklagt, informieren Sie sofort den Arbeitgeber, damit der Rückgriff geklärt werden kann.
Sobald Sie auf eigene Rechnung arbeiten, braucht es eine Betriebshaftpflicht. Für ruhige Tätigkeiten ohne Mitarbeiter ist sie oft günstiger als erwartet, für Handwerk und Arbeiten an fremden Sachen deutlich teurer.
Wer berät, plant oder programmiert, riskiert vor allem reine Vermögensschäden, also Geldverluste des Kunden ohne Sach- oder Personenschaden. Diese deckt nur eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht.
Arbeiten Sie nur angestellt nebenbei und ohne besondere Verantwortung für teure Geräte, reicht oft der gesetzliche Schutz. Eine eigene Polizze nur für den Aushilfsjob gibt es praktisch nicht.
Auch unbezahlte Hilfe unter Freunden bleibt privat. Kritisch wird es erst, wenn Sie regelmäßig gegen Geld tätig werden.
Fragen und Antworten
Nein. Dafür begrenzt das Dienstnehmerhaftpflichtgesetz Ihre Haftung gegenüber dem Arbeitgeber je nach Verschulden.
Oft nur einen Teil oder gar nichts. Das Gericht kann den Ersatz mäßigen oder erlassen, bei einer entschuldbaren Fehlleistung haften Sie nicht.
Das hängt von Ihren Bedingungen ab. Viele Vereine haben eine eigene Vereinshaftpflicht, fragen Sie dort zuerst nach.
Gelegentliche private Verkäufe gehören zum Privatleben. Ein angemeldetes Gewerbe ist nicht gedeckt.
Häufig ab etwa 200 Euro im Jahr, für ruhige Tätigkeiten ohne Mitarbeiter teils darunter.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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