Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Brauche ich eine eigene Privathaftpflicht, wenn ich eine Haushaltsversicherung habe?
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Kurz gesagt
Die private Haftpflicht zahlt, wenn Sie einem anderen einen Personen- oder Sachschaden zufügen, samt Folgekosten wie Verdienstausfall. Sie prüft außerdem, ob die Forderung berechtigt ist, und wehrt unberechtigte Ansprüche ab, notfalls vor Gericht. In Österreich steckt sie meist in der Haushaltsversicherung; einzeln kostet sie ab etwa 40 Euro im Jahr.
Richtwerte aus öffentlich genannten Vergleichen für Österreich, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Eigene Privathaftpflicht, 3 Millionen Euro Summe | ab etwa 40 Euro im Jahr |
| Eigene Privathaftpflicht für eine Person | etwa 35 bis 60 Euro im Jahr |
| Haushaltsversicherung mit Haftpflicht, 70 Quadratmeter in Wien | etwa 72 bis 180 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Vergleichen. Die Prämie hängt von Summe, Geltungsbereich und Zusatzleistungen ab.
Rechenbeispiel
Sie übersehen eine Fußgängerin, sie bricht sich das Handgelenk und fällt drei Monate aus.
| Behandlung und Therapie | etwa 8.000 Euro |
| Schmerzengeld | etwa 6.000 Euro |
| Verdienstausfall drei Monate | etwa 7.500 Euro |
| Kaputte Brille und Kleidung | etwa 600 Euro |
Rund 22.000 Euro übernimmt die Haftpflicht. Ohne sie zahlen Sie selbst, bei schwereren Folgen ein Vielfaches.
Personenschäden sind die teuersten: Wer einen Radfahrer so verletzt, dass er dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, haftet für Behandlung, Schmerzengeld, Verdienstausfall und womöglich eine lebenslange Rente.
Sachschäden betreffen fremde Sachen, etwa das Handy, das Sie vom Tisch stoßen, oder den Wasserschaden beim Nachbarn. Vermögensschäden, die aus einem Personen- oder Sachschaden folgen, sind mitversichert. Reine Vermögensschäden ohne einen solchen Anlass nur, wenn der Tarif sie nennt.
| Schaden | Beispiel | Größenordnung |
|---|---|---|
| Personenschaden | Radfahrer stürzt wegen Ihnen schwer | bis in Millionenhöhe |
| Sachschaden | Laptop eines Freundes zerbricht | einige hundert bis tausend Euro |
| Folgeschaden | Verdienstausfall nach Verletzung | oft höher als der Sachschaden |
| Unberechtigte Forderung | Nachbar verlangt Ersatz für Altschaden | Anwalts- und Gerichtskosten |
Die Versicherung zahlt nicht einfach jede Forderung. Sie prüft zuerst, ob Sie überhaupt haften und in welcher Höhe. Ist die Forderung unberechtigt, wehrt sie diese für Sie ab und trägt die Kosten eines Prozesses.
Das ist wichtig, weil man nach dem ABGB nur für Schäden haftet, die man schuldhaft verursacht. Kinder unter 14 Jahren haften nur eingeschränkt, und bei Aufsichtspflichten kommt es auf den Einzelfall an. Diese Fragen klärt der Versicherer, nicht Sie.
Gute Verträge decken Mietsachschäden an Wohnung und Hotelzimmer, den Verlust fremder Schlüssel, Schäden durch deliktsunfähige Kinder und Gefälligkeitsschäden, etwa beim Umzugshelfen. Manche zahlen auch, wenn Ihnen jemand einen Schaden zufügt und selbst nicht zahlen kann.
Nicht versichert sind Vorsatz, Schäden mit dem Auto, berufliche Tätigkeiten, Hunde ohne Einschluss und meist geliehene Sachen. Prüfen Sie diese Punkte in den Bedingungen Ihrer Haushaltsversicherung.
Fragen und Antworten
In Österreich meist ja. Prüfen Sie Summe und Geltungsbereich in der Polizze.
Nein, nur Schäden, die Sie anderen zufügen. Eigene Sachen schützt die Haushaltsversicherung.
Meist nicht, weil die Familie als eine Einheit gilt. Einige Tarife machen Ausnahmen für Personenschäden.
Schaden melden, Fotos machen, nichts anerkennen und die Forderung an den Versicherer weitergeben.
Wenn Sie die Aufsicht verletzt haben, ja. Sonst zahlen gute Tarife freiwillig bis zu einer Grenze.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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