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Charter in Französisch-Polynesien: was gilt für Einreise, Papiere und Riffpassagen?
Kurze Antwort
Für einen Charter in Französisch-Polynesien will die Basis in aller Regel Erfahrung als Skipper und einen anerkannten Befähigungsausweis. Was für die Einreise gilt, sagt das Außenministerium; an Bord sind die Riffpassagen mit ihrem Strom die eigentliche Herausforderung.
Wer in Französisch-Polynesien chartert, startet meist auf Raiatea oder Tahiti und segelt durch die Gesellschaftsinseln nach Tahaa, Huahine oder Bora Bora. Jede Insel liegt in einer Lagune hinter einem Riff, und hinein kommt man nur durch schmale Passagen. Das Gebiet gehört zu Frankreich, aber weder zum Schengen-Raum noch zum Zollgebiet der EU. Welche Dokumente Sie für die Einreise brauchen und ob ein Rückflug nachzuweisen ist, steht in den Reiseinformationen des österreichischen Außenministeriums; die Yacht ist vor Ort zugelassen, ihre Papiere erledigt die Basis.
Die Basen wollen in aller Regel nachweisbare Erfahrung als Skipper und einen anerkannten Befähigungsausweis, etwa das ICC oder einen gleichwertigen Schein für das Küstenrevier; manche fragen nach Erfahrung auf offenem Wasser, weil zwischen den Inseln Ozean liegt. Heikel sind die Passagen: Drückt Dünung über das Riff in die Lagune, läuft in der Passage ein kräftiger Strom hinaus, und an den Rändern bricht die See. Viele Basen verbieten Passagen bei Dunkelheit und schwerem Seegang, und in der Lagune wird nur bei gutem Licht auf Sicht gefahren.
Achten Sie auf die Jahreszeit: Etwa von November bis April ist Regenzeit, in der auch tropische Wirbelstürme auftreten können. Lassen Sie sich vor der Buchung schriftlich geben, welche Scheine die Basis anerkennt, welche Inseln und Passagen erlaubt sind und was bei einer Grundberührung am Riff gilt. Halten Sie sich an Bojenfelder und Schutzgebiete, denn Ankern auf Korallen ist vielerorts verboten. Für Schäden, die Sie mit der gecharterten Yacht bei Dritten verursachen, haften Sie persönlich; eine eigene Skipperhaftpflicht mit Geltung im Pazifik gehört deshalb dazu.
Zum Merken
Einreise
Frankreich, aber nicht Schengen: Reiseinformationen des Außenministeriums
Riffpassagen
Strom, Brandung und Licht geben den Zeitpunkt vor
In der Südsee bestimmt die Passage den Tag: bei gutem Licht und ruhiger See hinein, sonst warten.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Brauche ich für Französisch-Polynesien dieselben Dokumente wie für Frankreich?
Nicht unbedingt. Französisch-Polynesien gehört zu Frankreich, aber nicht zum Schengen-Raum. Was für die Einreise gilt, steht in den Reiseinformationen des Außenministeriums.
Welchen Befähigungsausweis will die Basis in Französisch-Polynesien sehen?
Meist das ICC oder einen gleichwertigen Schein für das Küstenrevier, dazu nachweisbare Erfahrung als Skipper. Was genau anerkannt wird, lassen Sie sich vor der Buchung schriftlich bestätigen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Riffpassage?
Bei gutem Licht, wenig Dünung und möglichst schwachem Strom. Drückt viel Seegang über das Riff, läuft in der Passage ein starker Strom hinaus; dann warten Sie besser ab.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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