Startseite / Themen / Fahrtgebiet & Reise
Charter auf den Liparischen Inseln: Ankerplätze, Vulkane und Fallwinde
Kurze Antwort
Auf den Liparischen Inseln fällt der Grund nahe am Ufer steil ab, gute Ankerplätze sind rar und im Sommer oft mit Bojen belegt. Bei Stromboli und Vulcano können die Behörden Zonen sperren, und Fallwinde von den Hängen kommen ohne Vorwarnung.
Ein Charter auf den Liparischen Inseln, nördlich von Sizilien, führt zu sieben Vulkaninseln, unter ihnen Lipari, Salina, Panarea, Vulcano und Stromboli. Für Österreicher, die sonst in Kroatien segeln, ist das Revier eine andere Klasse. Die Inseln ragen steil aus großer Tiefe auf, und der Grund fällt oft wenige Bootslängen vor dem Ufer so tief ab, dass kaum ein Anker hält. Gute Ankerplätze sind deshalb rar, im Sommer liegen an vielen davon kostenpflichtige Bojenfelder, und die wenigen Häfen füllen sich schnell. Sichere Nachtplätze gibt es weniger, als die Seekarte vermuten lässt.
Die Vulkane haben eigene Regeln. Stromboli ist dauernd aktiv; je nach Lage sperren die Behörden Zonen zu Wasser und an Land, vor allem vor der Sciara del Fuoco, dem Hang, über den Lava und Gestein ins Meer gehen. Auf Vulcano treten an manchen Stellen Gase aus, nicht jede Bucht dort taugt zum Baden. Dazu kommen Fallwinde: Wind, der über die hohen Inseln streicht, stürzt auf der Leeseite in Böen die Hänge herunter, auch wenn draußen nur mäßiger Wind geht. Bei Westwind läuft die Dünung oft um die Inseln herum und macht einen Ankerplatz unruhig.
Planen Sie die Nächte vor dem Törn: Fragen Sie an der Basis nach Häfen und Bojenfeldern und reservieren Sie im Sommer, wo es geht. Prüfen Sie vor jedem Schlag das Wetter und bei Stromboli die aktuellen Anordnungen der Hafenbehörde, der Capitaneria di porto. Ankern Sie nur, wo der Anker sicher greift, und geben Sie genug Kette; bei Fallböen bleibt jemand an Bord. Befähigungsausweis, Funkzeugnis und Crewliste sind dieselben wie sonst in Italien. Schäden Ihrer Yacht an Bojen, Stegen oder fremden Booten treffen Sie als Skipper; eine eigene Skipperhaftpflicht gehört deshalb dazu.
Zum Merken
Nachtplatz geplant
Boje oder Hafen, sicher auch bei Fallböen
Ankern aufs Geratewohl
steiler Grund, Anker hält nicht, Platz weg
Auf den Liparischen Inseln planen Sie die Nacht vor dem Ablegen, nicht erst vor der Bucht.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Kann ich auf den Liparischen Inseln frei ankern?
Oft nicht, weil der Grund nahe am Ufer so steil abfällt, dass der Anker kaum hält. In vielen Buchten liegen im Sommer kostenpflichtige Bojenfelder, und manche Zonen sind gesperrt.
Wie nah darf ich mit der Charteryacht an Stromboli heran?
Nur so weit, wie es die aktuellen Anordnungen der Behörden zulassen. Je nach Aktivität werden Zonen auf See gesperrt, besonders vor der Sciara del Fuoco. Fragen Sie vorher bei Basis und Hafenbehörde nach.
Was sind Fallwinde auf den Liparischen Inseln?
Böen, die auf der Leeseite der hohen Inseln die Hänge herabstürzen. Sie kommen plötzlich und viel stärker als der Wind draußen, deshalb bleibt vor Anker immer jemand an Bord.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
Passender Schutz
Weitere Themen
Fahrtgebiet & Reise, 45 Themen
In 5 Minuten versichert.
Beitrag online berechnen, Police am selben Tag, oder rufen Sie uns an: +49 3375 29 12 77.
War das hilfreich?