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Ein Hausboot wird auf einem nebeligen Fluss von einem Arbeitsboot geschleppt, die Schleppleine an zwei Pollern belegt

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Hausboot an einen neuen Liegeplatz überstellen: Was ist vorher zu klären?

Kurze Antwort

Die Übersiedlung eines Hausboots ist eine eigene Reise mit eigenen Risiken. Klären Sie vorher Route, Genehmigungen und den neuen Liegeplatz, und melden Sie Überstellung und neuen Liegeort Ihrem Versicherer, bevor die Leinen los sind.

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Viele Hausboote rühren sich jahrelang nicht vom Fleck. Muss eines doch übersiedeln, weil der Liegeplatz gekündigt wurde, ein besserer frei wird oder das Boot verkauft ist, gibt es drei Möglichkeiten: mit eigenem Antrieb, im Schlepp eines Arbeitsboots oder an Land mit Kran und Tieflader. Jede hat ihre Tücken. Hausboote sind für ruhiges Wasser gebaut, sie bieten dem Wind viel Fläche, und auf der Donau warten Schleusen, Brücken mit knapper Durchfahrtshöhe, Strömung und ein Pegel, der sich von Tag zu Tag ändert.

Vor dem Termin stehen drei Fragen. Die erste gilt dem neuen Liegeplatz: Ist er vertraglich gesichert, auch für das Wohnen an Bord, und passen Strom, Wasser und Abwasser? Die zweite gilt der Route: Wer ohne eigenen Antrieb auf der Donau geschleppt wird, fährt als Schleppverband, und dafür gelten eigene Regeln. Fragen Sie bei der zuständigen Schifffahrtsbehörde nach, bevor Sie planen. Die dritte gilt der Haftung: Übernimmt ein Unternehmen Schlepp oder Transport, klären Sie schriftlich, wer für Schäden am Hausboot einsteht. Und Ihre Polizze nennt oft einen Liegeort und ein Fahrtgebiet. Eine Überstellung außerhalb davon oder ein Transport über Land kann ein anderes Risiko sein als das versicherte.

Melden Sie Überstellung und neuen Liegeort deshalb vorher und lassen Sie sich den Versicherungsschutz für die Fahrt schriftlich bestätigen. Fotografieren Sie den Zustand des Hausboots vor der Abfahrt. Verstauen Sie lose Gegenstände, drehen Sie das Gas ab und lassen Sie Strom und Wasser fachgerecht abklemmen. Planen Sie die Route mit allen Durchfahrtshöhen, fahren Sie nur bei ruhigem Wetter und passendem Wasserstand und halten Sie einen Ausweichplatz in Reserve. Am Ziel kommt es auf den ersten Tag an: Festmacher, Fender und Anschlüsse so herrichten, dass das Hausboot auch den nächsten Sturm am neuen Platz gut übersteht.

Vom alten zum neuen Liegeplatz: Weg mit Schleuse und Brücke, Schlepp und neuer Liegeort

Zum Merken

Liegeort

steht in der Polizze oft ausdrücklich drin

Überstellung

ist eine Reise mit eigenen Risiken

Erst melden, dann ablegen. Ein neuer Liegeort, von dem der Versicherer nichts weiß, ist die teuerste Überraschung einer Übersiedlung.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Muss ich die Übersiedlung dem Versicherer melden?

Ja, und zwar vorher. Die Polizze nennt häufig Liegeort und Fahrtgebiet. Eine Überstellung außerhalb davon oder ein neuer Liegeplatz kann den Schutz verändern. Lassen Sie sich die Deckung schriftlich bestätigen.

Wer haftet, wenn das Hausboot im Schlepp beschädigt wird?

Entscheidend ist der Vertrag mit dem Schleppunternehmen. Lassen Sie sich vorab schriftlich geben, wer für Schäden am Hausboot geradesteht, und fragen Sie Ihren Versicherer, ob die Kasko auch im Schlepp gilt.

Darf ein Hausboot ohne Motor auf der Donau geschleppt werden?

In aller Regel ja, für Schleppverbände gelten aber eigene Regeln. Fragen Sie bei der zuständigen Schifffahrtsbehörde nach, bevor Sie einen Termin fixieren.

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