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Was kostet die Versicherung für ein Elektroauto?

Kurz gesagt

Seit April 2025 zahlen auch Elektroautos in Österreich die motorbezogene Versicherungssteuer, berechnet nach Dauerleistung und Eigengewicht, bei den meisten Modellen unter 500 Euro im Jahr. Ein Tesla Model 3 kostet mit Haftpflicht samt Steuer bei bester Bonus-Malus-Stufe ab etwa 57 Euro im Monat, mit Vollkasko ab etwa 150 Euro, als Neueinsteiger deutlich mehr.

Was kostet die Versicherung für ein Elektroauto?

Was es kostet

Öffentlich genannte Beispielprämien für Österreich inklusive Steuer, Stand 2025 und 2026.

BeispielRichtwert
Tesla Model 3, Baujahr 2025, Bonus-Malus-Stufe 0, Haftpflichtab etwa 57 Euro im Monat
Gleiches Auto, Stufe 0, Teilkasko und Haftpflichtab etwa 87 Euro im Monat
Gleiches Auto, Stufe 0, Vollkasko und Haftpflichtab etwa 150 Euro im Monat
Gleiches Auto, Einstiegsstufe 9, Haftpflicht bis Vollkaskoab etwa 83 bis 259 Euro im Monat
Motorbezogene Versicherungssteuer, 100 kW Dauerleistung, 2.000 kgrund 495 Euro im Jahr

Beispielprämien aus öffentlich genannten Rechnungen mit Versicherungssumme 20 Millionen Euro und Selbstbehalt bis 500 Euro, sowie die Steuerformel seit April 2025. Das Rechenbeispiel ist mit angenommenen Fahrzeugdaten selbst gerechnet. Ihre Prämie hängt von Auto, Wohnort und Bonus-Malus-Stufe ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Kompaktes E-Auto, 70 kW Dauerleistung, 1.700 kg

So rechnen Sie die Steuer selbst, mit angenommenen Werten aus dem Zulassungsschein.

Leistung: 70 minus 45 = 25 kW × 0,25 Euro6,25 Euro im Monat
Gewicht: 1.700 minus 900 = 800 kg, 500 × 0,015 Euro7,50 Euro im Monat
restliche 300 kg × 0,03 Euro9,00 Euro im Monat
Steuer zusammen22,75 Euro im Monat

Rund 273 Euro Steuer im Jahr, dazu kommt die eigentliche Haftpflicht- und Kaskoprämie.

Die Steuer für Elektroautos

Bis März 2025 waren Elektroautos von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit. Seit 1. April 2025 zahlen neue und bestehende E-Autos sie, eingehoben monatlich mit der Haftpflichtprämie. Sie ist bei jedem Versicherer gleich hoch.

Gerechnet wird mit zwei Teilen. Von der Dauerleistung laut Zulassungsschein werden 45 kW abgezogen, mindestens 10 kW bleiben: die ersten 35 kW kosten 0,25 Euro, die nächsten 25 kW 0,35 Euro, jedes weitere kW 0,45 Euro im Monat. Vom Eigengewicht werden 900 kg abgezogen, mindestens 200 kg bleiben: die ersten 500 kg kosten 0,015 Euro, die nächsten 700 kg 0,03 Euro, jedes weitere kg 0,045 Euro im Monat.

TeilAbzug und MindestwertSatz je Monat
Leistungminus 45 kW, mindestens 10 kW0,25 Euro, dann 0,35 Euro, dann 0,45 Euro je kW
Gewichtminus 900 kg, mindestens 200 kg0,015 Euro, dann 0,03 Euro, dann 0,045 Euro je kg
Beispiel 100 kW, 2.000 kg55 kW und 1.100 kg zählenrund 41 Euro im Monat, 495 Euro im Jahr

Wovon die Prämie abhängt

Die eigentliche Prämie richtet sich wie bei jedem Auto nach Leistung und Wert, Wohnort, Alter des Lenkers und Ihrer Bonus-Malus-Stufe. Beim Tesla Model 3 liegt die Vollkasko in der Einstiegsstufe fast beim Doppelten der besten Stufe.

In der Kasko wirken zusätzlich Neupreis und Akku. Eine Reparatur nach Unfall ist bei Elektroautos oft teurer, weil der Akku geprüft oder getauscht werden muss und nicht jede Werkstatt Hochvolttechnik repariert.

Was der Kaskotarif enthalten sollte

Achten Sie darauf, dass der Akku gegen Unfall, Brand, Kurzschluss, Überspannung und Tierbiss an Hochvoltleitungen samt Folgeschäden versichert ist. Nützlich sind außerdem Schutz für das Ladekabel und eine Pannenhilfe, die bei leerem Akku zur nächsten Ladestation schleppt.

Die natürliche Alterung des Akkus ist nie versichert, dafür gilt die Garantie des Herstellers. Eine fest montierte Wallbox gehört meist zur Eigenheim- oder Haushaltsversicherung.

Wann Sie keine Vollkasko brauchen

Bei einem älteren, gebraucht gekauften E-Auto mit niedrigem Wert kann eine Teilkasko genügen, wenn sie Brand, Kurzschluss und Tierbiss am Akku einschließt. Einen selbst verschuldeten Unfall zahlt sie nicht.

Neue, geleaste oder finanzierte Elektroautos sollten dagegen vollkaskoversichert sein, weil schon ein Akkuschaden einen großen Teil des Werts ausmachen kann.

Schritt für Schritt

  1. Dauerleistung (Feld P.2) und Eigengewicht aus dem Zulassungsschein nehmen.
  2. Steuer vorab ausrechnen, sie ist bei jedem Versicherer gleich.
  3. Festlegen, ob Teilkasko oder Vollkasko zum Wert des Autos passt.
  4. Akkuschutz, Tierbiss und Ladekabel in den Bedingungen prüfen.
  5. Nettoprämien mit gleicher Versicherungssumme und gleichem Selbstbehalt vergleichen.

Checkliste

  • Haftpflichtsumme über der gesetzlichen Mindestsumme
  • Akku gegen Unfall, Brand und Kurzschluss versichert
  • Tierbiss an Hochvoltleitungen samt Folgeschäden
  • Bonus-Malus-Stufe korrekt übernommen
  • Nettoprämie ohne Steuer verglichen

Häufige Fehler

  • Glauben, E-Autos seien weiterhin steuerfrei
  • Mit Spitzenleistung statt Dauerleistung rechnen
  • Prämien inklusive Steuer vergleichen und den Unterschied dem Versicherer zuschreiben
  • Annehmen, die Kasko zahle nachlassende Akkuleistung

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlen Elektroautos in Österreich Steuer?

Ja, seit 1. April 2025 die motorbezogene Versicherungssteuer, berechnet nach Dauerleistung und Eigengewicht.

Welche Leistung zählt für die Steuer?

Die Nenndauerleistung laut Zulassungsschein, nicht die oft viel höhere Spitzenleistung.

Ist die Versicherung für ein E-Auto teurer?

Die Prämie selbst ist oft ähnlich, die Kasko kann wegen des Akkus teurer sein. Dazu kommt seit 2025 die Steuer.

Zahlt die Versicherung einen schwächer werdenden Akku?

Nein, Alterung ist kein Versicherungsfall. Dafür gilt die Herstellergarantie.

Wer versichert die Wallbox?

Meist die Eigenheim- oder Haushaltsversicherung, nicht die Kfz-Versicherung.

Wie hoch kann die Steuer werden?

Bei den meisten E-Autos unter 500 Euro im Jahr, bei sehr schweren und starken Modellen über 2.000 Euro.

Quellen

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