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Kurz gesagt
Eine Vollkasko lohnt sich meist für neue, geleaste und finanzierte Autos, grob in den ersten drei bis vier Jahren. Sie zahlt auch selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus. Kostet der Kaskoaufschlag im Jahr mehr als etwa ein Zehntel des Restwerts oder ist das Auto nur noch wenige tausend Euro wert, reicht oft die Teilkasko.
Öffentlich genannte Beispielprämien für Österreich, Stand August 2025.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| BMW 1er, 110 kW Diesel, Baujahr 2025, Wien, Haftpflicht und Vollkasko | ab etwa 132 Euro im Monat, rund 1.580 Euro im Jahr |
| Gleiches Auto, Haftpflicht und Teilkasko | ab etwa 108 Euro im Monat, rund 1.300 Euro im Jahr |
| Gleiches Auto, Haftpflicht mit Steuer | ab etwa 74 Euro im Monat, rund 890 Euro im Jahr |
Beispielprämien aus öffentlich genannten Rechnungen, Stand August 2025. Die Grenzwerte für den Umstieg sind Richtwerte aus der Angebotspraxis; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Angenommen, die Vollkasko kostet gegenüber der Teilkasko rund 280 Euro mehr im Jahr.
| Aufpreis Vollkasko | etwa 280 Euro im Jahr |
| Anteil am Restwert | etwa 2 Prozent |
| Selbstbehalt | 350 Euro |
Der Aufpreis liegt weit unter einem Zehntel des Werts. Die Vollkasko lohnt sich hier noch, bei 3.000 Euro Restwert eher nicht mehr.
Bei Leasing und Kredit verlangt die Bank oder Leasinggesellschaft fast immer eine Vollkasko, weil das Auto ihr als Sicherheit dient. Hier stellt sich die Frage nicht.
Auch wer ein neues oder junges Auto fährt und einen Totalschaden nicht aus eigener Tasche ersetzen könnte, ist mit der Vollkasko gut beraten. Ein selbst verschuldeter Unfall auf der Autobahn kostet schnell mehr als zehn Jahresprämien.
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Neuwagen oder bis etwa 3 Jahre alt | Vollkasko |
| Leasing oder Kredit | Vollkasko, meist vom Vertrag verlangt |
| Wert unter etwa 8.000 Euro | Teilkasko prüfen (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
| Wert unter etwa 3.000 Euro | oft nur Haftpflicht (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
| Viele Kurzstrecken in der Stadt | Vollkasko wegen Park- und Vandalismusschäden überlegen |
Nehmen Sie den Aufpreis der Vollkasko gegenüber der Teilkasko und vergleichen Sie ihn mit dem Restwert des Autos. Liegt der Aufpreis über etwa einem Zehntel des Werts, zahlen Sie in wenigen Jahren so viel Prämie, wie der Wagen noch wert ist.
Denken Sie auch an Ihre Rücklagen. Wer einen Schaden von einigen tausend Euro ohne Probleme selbst zahlen kann, braucht die Vollkasko früher nicht mehr.
Bei älteren Autos mit geringem Wert ersetzt die Vollkasko ohnehin nur den Zeitwert abzüglich Selbstbehalt. Diebstahl, Glas, Hagel und Wild sind in der Teilkasko abgedeckt.
Achten Sie beim Umstieg auf die Bonus-Malus-Regeln Ihres Versicherers. In der Kasko führen viele eigene Stufen, die bei einem späteren Neuwagen wieder zählen.
Fragen und Antworten
Grob drei bis vier Jahre, bei teuren Autos auch länger. Entscheidend ist das Verhältnis von Aufpreis zu Restwert.
Rechtlich nicht, aber fast jeder Leasing- oder Kreditvertrag verlangt sie.
Ja, Schäden am eigenen Auto durch Unbekannte sind in der Vollkasko meist gedeckt, abzüglich Selbstbehalt.
Oft ja, wenn Sie kleine Schäden selbst zahlen können. Die Prämie sinkt spürbar.
Meist zum Ende der Versicherungsperiode. Manche Versicherer erlauben die Umstellung auch früher, fragen Sie nach.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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