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Kurz gesagt
Der OP-Schutz ist günstig und zahlt nur bei Operationen unter Narkose, dafür samt Voruntersuchung und Nachbehandlung. Der Vollschutz kostet in Österreich etwa das Drei- bis Vierfache und zahlt auch Behandlung, Diagnostik und Medikamente. Für ein gesundes Tier mit Rücklage reicht der OP-Schutz, bei erwarteten chronischen Leiden trägt nur der Vollschutz.
Prämien und Behandlungskosten aus veröffentlichten österreichischen Tarifübersichten und Preislisten, Stand September 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| OP-Schutz Hund, Einstiegstarife | etwa 5 bis 8 Euro im Monat |
| OP-Schutz Hund mit gutem Umfang | etwa 12 bis 35 Euro im Monat |
| Vollschutz Hund | etwa 18 bis 50 Euro im Monat, Spitzentarife 64 bis 78 Euro |
| OP-Schutz Katze | ab etwa 5 bis 7 Euro im Monat |
| Vollschutz Katze | etwa 13 bis 35 Euro im Monat |
| Kreuzbandriss, Operation mit Nachbehandlung | etwa 1.500 bis 4.500 Euro je nach Methode und Klinik |
| Fremdkörper im Magen oder Darm, Operation | etwa 1.500 bis 3.000 Euro |
| Zahnsanierung: Zahnsteinentfernung an einer Wiener Klinik | 146 bis 231 Euro, mit Extraktionen deutlich mehr |
| Kaiserschnitt | etwa 900 bis 2.000 Euro |
| Magendrehung im Notdienst | etwa 2.000 bis 4.000 Euro |
| Üblicher Selbstbehalt und Jahresgrenzen | 20 Prozent je Fall, Jahresgrenzen von 2.000 Euro bis unbegrenzt |
Richtwerte, Stand September 2026. Die Kosten für Fremdkörperoperation und Kaiserschnitt sowie der chronische Verlauf im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis, weil dafür in Österreich kaum Preise veröffentlicht werden. Weil eine verbindliche Honorarordnung fehlt, unterscheiden sich Rechnungen von Praxis zu Praxis erheblich; das genaue Angebot holen wir für Sie ein.
Rechenbeispiel
Gerechnet mit einem OP-Schutz für 15 Euro im Monat und einem Vollschutz für 40 Euro im Monat, beide mit dem üblichen Selbstbehalt von 20 Prozent.
| Fall 1, Kreuzbandriss: Rechnung mit Diagnostik und Nachbehandlung | etwa 2.800 Euro |
| Fall 1, Erstattung OP-Schutz | 2.240 Euro bei 180 Euro Prämie im Jahr |
| Fall 1, Erstattung Vollschutz | 2.240 Euro bei 480 Euro Prämie im Jahr |
| Fall 2, chronische Hauterkrankung: Untersuchungen, Allergietest, Kontrollen, Dauermedikament über ein Jahr | etwa 1.300 Euro |
| Fall 2, Erstattung OP-Schutz | 0 Euro, weil nicht operiert wurde |
| Fall 2, Erstattung Vollschutz nach 20 Prozent Selbstbehalt | 1.040 Euro |
Im ersten Fall leistet der OP-Schutz dasselbe wie der Vollschutz und kostet 300 Euro weniger Prämie im Jahr. Im zweiten Fall zahlt er nichts, während der Vollschutz 1.040 Euro erstattet. Die Wahl hängt also nicht am Preis, sondern daran, welchen Verlauf Sie für Ihr Tier für wahrscheinlicher halten.
Der OP-Schutz greift, wenn Ihr Tier unter Narkose operiert wird. Bezahlt werden die Voruntersuchung zur Operation, die Narkose, der Eingriff, der Klinikaufenthalt und die Nachbehandlung bis zu einer im Vertrag genannten Frist.
Alles ohne Operation bleibt offen. Ein Ultraschall, ein Allergietest, ein Dauermedikament gegen Arthrose oder eine Zahnbehandlung ohne Extraktion zahlt der OP-Schutz nicht. Das ist der Kern des Produkts und kein Kleingedrucktes: Sie versichern das Operationsrisiko, nicht die Gesundheit des Tieres.
Der Vollschutz enthält die Operationen und nimmt die ambulante Behandlung dazu: Untersuchung, Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanz, Labor und Medikamente. Viele österreichische Tarife bringen zusätzlich ein Vorsorgebudget für Impfung, Entwurmung und Zahnsteinentfernung mit.
Bezahlt wird das mit drei Stellschrauben: Erstattungsprozent, Jahreshöchstgrenze und Selbstbehalt. In Österreich ist ein Selbstbehalt von 20 Prozent je Fall üblich, die Jahresgrenzen reichen von 2.000 Euro bis unbegrenzt. Lesen Sie die drei Zahlen immer zusammen, ein Vollschutz mit niedriger Jahresgrenze kann im Ernstfall schwächer sein als ein guter OP-Schutz.
| Merkmal | OP-Schutz | Vollschutz |
|---|---|---|
| Prämie Hund im Monat | etwa 5 bis 35 Euro | etwa 18 bis 78 Euro |
| Prämie Katze im Monat | etwa 5 bis 15 Euro | etwa 13 bis 35 Euro |
| Operation, Narkose, Nachbehandlung | ja | ja |
| Untersuchung und Beratung ohne Operation | nein | ja |
| Röntgen, Ultraschall, Labor ohne Operation | nein | ja |
| Medikamente bei chronischem Leiden | nein | ja |
| Vorsorge, Impfung, Entwurmung | nein | oft mit Jahresbudget |
| Zahnbehandlung ohne Extraktion | in der Regel nein | je nach Tarif |
| Passt zu | gesundes Tier, Rücklage für kleine Rechnungen | anfällige Rasse, planbare Kosten gewünscht |
Drei Verläufe kosten viel Geld und enthalten keine Operation. Erstens die chronische Erkrankung: Allergie, Arthrose, Schilddrüse, Herz oder Epilepsie werden über Jahre mit Medikamenten und Kontrollen behandelt. Zweitens die lange Diagnostik: Ist unklar, warum das Tier lahmt oder erbricht, entstehen Kosten für Röntgen, Ultraschall und Labor, bevor über eine Operation überhaupt entschieden wird.
Drittens die Zahnbehandlung ohne Extraktion. Eine Zahnsanierung mit Narkose, bei der am Ende nur gereinigt und geglättet wird, gilt in vielen Verträgen nicht als Operation. Weil es in Österreich keine verbindliche Honorarordnung gibt, unterscheiden sich diese Rechnungen zusätzlich stark von Praxis zu Praxis. Fragen Sie vorab, ab wann Zähne als operativer Eingriff gelten.
Zum OP-Schutz greifen Sie, wenn Sie kleine Rechnungen von 100 bis 500 Euro selbst tragen können und nur die eine große fürchten. Das trifft auf viele gesunde Mischlinge und auf Wohnungskatzen zu. Sie zahlen erheblich weniger Prämie und behalten den Schutz gegen den Fall, der wirklich weh tut.
Zum Vollschutz greifen Sie, wenn die Rasse bekannte Erbkrankheiten mitbringt, wenn das Tier ohnehin regelmäßig behandelt wird oder wenn Sie planbare Kosten wollen. Achten Sie dabei ausdrücklich darauf, ob genetische Rassekrankheiten mitversichert sind, denn genau daran scheiden sich die österreichischen Tarife.
Vorerkrankungen sind in beiden Formen ausgeschlossen, und beide haben Wartezeiten von üblicherweise 30 Tagen, bei bestimmten Krankheiten länger, bei Unfällen oft keine. Ein Abschluss nach der ersten Diagnose hilft für diese Krankheit nicht mehr.
Beide staffeln die Prämie nach Alter. Der Wechsel vom OP-Schutz in den Vollschutz nach einigen Jahren ist möglich, wird aber nach dem erreichten Alter berechnet, und alles bis dahin Behandelte bleibt draußen. Halten Sie den Vollschutz für wahrscheinlich, nehmen Sie ihn von Anfang an.
Fragen und Antworten
Der OP-Schutz zahlt nur Operationen samt Voruntersuchung, Narkose und Nachbehandlung. Der Vollschutz zahlt zusätzlich Behandlung, Diagnostik und Medikamente auch ohne Operation.
Nur die Untersuchung, die unmittelbar zur Operation gehört. Röntgen und Labor, die am Ende zu keiner Operation führen, tragen Sie selbst.
Das hängt vom Vertrag ab. Eine Extraktion gilt meist als Operation, eine reine Reinigung unter Narkose oft nicht. Lassen Sie sich das vor dem Abschluss schriftlich geben.
Bei einem Hund etwa das Drei- bis Vierfache: rund 18 bis 50 Euro im Monat gegen 5 bis 12 Euro im Einstieg des OP-Schutzes.
In beiden Formen sind 20 Prozent je Schadenfall üblich. Bei einer Rechnung über 2.800 Euro bleiben so 560 Euro bei Ihnen.
Meist ja, aber zum dann erreichten Alter und ohne alles, was bis dahin behandelt wurde. Wer den Vollschutz für wahrscheinlich hält, sollte ihn gleich nehmen.
Ja. In Österreich rechnet jede Praxis frei ab, deshalb zählen Erstattungsprozent, Jahresgrenze und Selbstbehalt mehr als ein Gebührensatz. Fragen Sie vor größeren Behandlungen nach einem Kostenvoranschlag.
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