Alles zur Versicherung: Fahrrad und E-Bike
Ist mein Fahrrad in der Haushaltsversicherung versichert?
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Kurz gesagt
Nein, für ein E-Fahrrad mit höchstens 600 Watt und Unterstützung bis 25 km/h gibt es in Österreich keine Versicherungspflicht, es gilt als Fahrrad. Ein S-Pedelec bis 45 km/h ist dagegen ein Kraftfahrzeug der Mopedklasse und braucht Zulassung, Kennzeichen und Haftpflicht, für einsitzige Modelle oft nur etwa 20 bis 35 Euro Prämie im Jahr.
Veröffentlichte Jahresprämien für Mopeds in Österreich, die für S-Pedelecs als Richtschnur dienen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| E-Fahrrad bis 600 Watt und 25 km/h | 0 Euro Pflichtversicherung |
| Einsitziges Moped bis 45 km/h, nur Haftpflicht | etwa 20 bis 35 Euro im Jahr |
| Zweisitziges Moped, nur Haftpflicht | etwa 80 bis 150 Euro im Jahr |
| Moped mit Teilkasko, samt Haftpflicht | ab etwa 125 Euro im Jahr |
Öffentlich genannte Prämien für Mopeds, Stand 2026. Ob Ihr Versicherer das S-Pedelec genauso einstuft, ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Was jeweils Pflicht ist und was im Jahr ungefähr anfällt.
| E-Fahrrad bis 25 km/h, Pflichtversicherung | 0 Euro |
| S-Pedelec, Haftpflicht als einsitziges Moped | etwa 20 bis 35 Euro |
| S-Pedelec mit Teilkasko gegen Diebstahl | ab etwa 125 Euro |
| Führerschein AM, falls kein B vorhanden | zusätzliche Kosten |
Die Pflichtversicherung macht das S-Pedelec kaum teurer. Mehr ins Gewicht fallen Diebstahlschutz, Führerschein und Helm. Rechenbeispiel mit Richtwerten.
In Österreich gilt ein Rad mit Elektromotor als Fahrrad, wenn der Motor höchstens 600 Watt hat und die Unterstützung bei 25 km/h endet. Das ist großzügiger als die EU-Norm mit 250 Watt. Sie brauchen dafür weder Zulassung noch Kennzeichen, Führerschein oder Pflichtversicherung.
Ein S-Pedelec unterstützt bis 45 km/h und darf bis zu 4 kW haben. Es gilt als Kraftfahrzeug der Klasse L1e-B, also wie ein Moped. Dafür brauchen Sie Zulassung, Kennzeichen, Haftpflichtversicherung, mindestens den Führerschein AM und einen Motorradhelm. Radwege dürfen Sie damit nicht benützen.
| Typ | Grenzen | Pflichtversicherung | Zulassung |
|---|---|---|---|
| E-Fahrrad | bis 600 Watt, bis 25 km/h | nein | nein |
| S-Pedelec | bis 4 kW, bis 45 km/h | ja, Kfz-Haftpflicht | ja, mit Kennzeichen |
| Getuntes E-Fahrrad über 25 km/h | Grenze aufgehoben | ja, aber meist nicht zulassungsfähig | nicht möglich ohne Genehmigung |
Seit dem 23. Dezember 2023 gilt die überarbeitete Kfz-Haftpflichtrichtlinie der EU, Richtlinie (EU) 2021/2118. Pflichtversichert sind Kraftfahrzeuge über 25 km/h oder über 25 kg bei mehr als 14 km/h. Räder, die nur beim Treten unterstützen, nimmt sie aus.
Der Europäische Gerichtshof hat im Oktober 2023 bestätigt, dass Räder mit Tretunterstützung keine Kraftfahrzeuge im Sinne der Versicherungspflicht sind. Eine EU-weite Pflicht für normale E-Fahrräder gibt es also nicht.
Wer mit dem E-Fahrrad jemanden verletzt, haftet für den Schaden. Die Privathaftpflicht übernimmt das, in Österreich steckt sie meist in der Haushaltsversicherung. Prüfen Sie, ob E-Fahrräder ausdrücklich mitversichert sind und wie hoch die Versicherungssumme ist.
Diebstahl und Schäden am eigenen Rad deckt keine Pflichtversicherung. Das geht über die Haushaltsversicherung, oft mit einer Grenze für Fahrräder, oder über eine eigene E-Bike-Polizze.
Haben Sie eine Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht und steht Ihr E-Fahrrad meist versperrt im Keller, reicht das häufig. Für ein älteres Rad mit geringem Zeitwert lohnt eine eigene Polizze kaum.
Beim S-Pedelec führt an Zulassung und Haftpflicht kein Weg vorbei. Die gute Nachricht: Für einsitzige Mopeds ist die Haftpflichtprämie niedrig.
Fragen und Antworten
Gesetzlich nicht. Sinnvoll ist sie trotzdem, meist steckt sie schon in Ihrer Haushaltsversicherung.
Wenn es mehr als 600 Watt hat oder über 25 km/h unterstützt. Dann ist es ein Kraftfahrzeug und muss zugelassen werden.
Einsitzige Mopeds kosten oft nur etwa 20 bis 35 Euro Jahresprämie. Wie Ihr Versicherer das S-Pedelec einstuft, klären wir im Angebot.
Nein. Mopeds sind davon ausgenommen, die Prämie steigt nach einem Unfall nicht, sinkt aber auch nicht mit schadenfreien Jahren.
Oft ja, aber meist nur bis zu einer Fahrradgrenze und häufig nur aus einem versperrten Raum. Für ein teures Rad, das im Freien steht, reicht das selten.
Nein. Die geltende Richtlinie nimmt Räder mit reiner Tretunterstützung ausdrücklich aus.
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Lohnt sich eine E-Bike-Versicherung in Österreich?
Für ein E-Bike ab etwa 2.000 Euro, das Sie oft draußen abstellen, meistens ja. Für ein Rad um 2.500 Euro zahlen Sie fü …
Was kostet eine Fahrradversicherung in Österreich?
Als Faustregel zahlen Sie 2 bis 4 Prozent des Kaufpreises im Jahr. Ein Rad um 1.500 Euro kostet mit reinem Diebstahlsc …
NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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