Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Kfz-Versicherung

Wann lohnt sich ein Freischaden oder Bonusretter in Österreich?

Kurz gesagt

In Österreich heißt der Rabattschutz meist Freischaden oder Bonusretter. Er kostet je nach Versicherer rund 30 bis 40 Euro im Jahr oder etwa 10 Prozent Zuschlag und verhindert, dass Sie nach einem verschuldeten Schaden drei Stufen zurückfallen. Angeboten wird er nur in guten Stufen. Er lohnt sich, wenn Sie beim Versicherer bleiben und Schäden nicht leicht selbst zahlen könnten.

Wann lohnt sich ein Freischaden oder Bonusretter in Österreich?

Was es kostet

Öffentlich genannte Kosten für den Freischaden und Beispielprämien je Stufe, Stand 2025 und 2026.

BeispielRichtwert
Fixer Bonusstufenvorteil in Stufe 0 bis 3, ein Versichererrund 31 Euro im Jahr
Gleicher Baustein in Stufe 4 bis 6ab rund 41 Euro im Jahr
Freischaden in Stufe 00 bis 05, anderer Versichereretwa 10 Prozent Zuschlag
Mittelklasse-Kombi, Wien, Haftpflicht Stufe 3rund 881 Euro im Jahr
Gleiches Auto, Stufe 6 nach einem Schadenrund 989 Euro im Jahr

Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifangaben einzelner Versicherer und Beispielprämien vom Juni 2025. Die Summe von rund 520 Euro Mehrprämie ist daraus gerechnet. Ihre Prämie hängt von Auto, Wohnort und den Stufenregeln Ihres Versicherers ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Mittelklasse-Kombi in Wien, Bonus-Malus-Stufe 3

Ein verschuldeter Auffahrunfall, zu groß zum Selbstzahlen. Verglichen wird ein fixer Freischaden mit der Mehrprämie ohne Schutz.

Freischaden, rund 31 Euro im Jahr über zehn Jahrerund 310 Euro
Mehrprämie ohne Schutz über sechs Jahrerund 520 Euro
Freischaden als 10 Prozent Zuschlag, zehn Jahrerund 880 Euro

Der fixe Freischaden rechnet sich schon mit einem Schaden in zehn Jahren. Als Prozentzuschlag lohnt er sich erst, wenn Sie mit mehr als einem größeren Schaden rechnen.

Bonus-Malus kurz erklärt

Gesetzlich vorgeschrieben ist das Bonus-Malus-System schon lange nicht mehr, die meisten Versicherer verwenden es in der Haftpflicht aber weiter. Neueinsteiger beginnen in Stufe 9 mit 100 Prozent der Prämie. Jedes schadenfreie Jahr bringt eine Stufe nach unten, jeder verschuldete Schaden drei Stufen nach oben. Beobachtet wird meist vom 1. Oktober bis 30. September.

Ihre Stufe wird im gemeinsamen System der Versicherer gespeichert und bei einem Wechsel übernommen. Genau deshalb hilft ein Freischaden nur beim eigenen Versicherer: Der neue sieht den Schaden trotzdem.

Was ein Schaden über die Jahre kostet

Veröffentlichte Prämien für einen Mittelklasse-Kombi in Wien liegen in Stufe 3 bei rund 881 Euro und in Stufe 6 bei rund 989 Euro im Jahr. Wer in Stufe 3 einen Schaden verursacht, landet in Stufe 6 statt in Stufe 2 und braucht sechs Jahre, bis er wieder in Stufe 0 ist.

Zusammengezählt kostet das in diesem Beispiel rund 520 Euro Mehrprämie. Ein fixer Freischaden um rund 31 Euro im Jahr hat sich damit schon nach einem Schaden in 15 Jahren bezahlt gemacht.

Jahr nach dem SchadenMit SchadenOhne Schaden
1Stufe 6, rund 989 EuroStufe 2, rund 851 Euro
2Stufe 5, rund 945 EuroStufe 1, rund 824 Euro
3Stufe 4, rund 911 EuroStufe 0, rund 801 Euro
4Stufe 3, rund 881 EuroStufe 0, rund 801 Euro
5Stufe 2, rund 851 EuroStufe 0, rund 801 Euro
6Stufe 1, rund 824 EuroStufe 0, rund 801 Euro

Wo der Freischaden nicht hilft

Der Schutz gilt für die Haftpflicht. In der Kasko arbeiten viele Versicherer mit eigenen Rabatten oder einem Selbstbehalt, dort greift er oft nicht. Fragen Sie gezielt nach, wenn Sie Vollkasko haben.

Wer regelmäßig wechselt, verliert den Schutz jedes Mal. Und wenn Sie ohnehin schon in der besten Stufe sind und Ihr Versicherer darunter noch Sonderstufen hat, fällt ein Schaden weniger ins Gewicht.

Freischaden oder selbst zahlen

Viele Versicherer lassen Sie einen Haftpflichtschaden zurückkaufen: Sie erstatten den gezahlten Betrag innerhalb einer Frist, die in Ihren Bedingungen steht, bei einem Versicherer zum Beispiel sechs Wochen. Dann zählt der Schaden nicht für die Stufe.

Bei kleinen Schäden ist das oft günstiger als ein Freischaden über viele Jahre. Der Freischaden rechnet sich vor allem dort, wo der Schaden zu groß ist, um ihn selbst zu tragen.

Schritt für Schritt

  1. Aktuelle Bonus-Malus-Stufe und Prämie aus der Polizze nehmen.
  2. Beim Versicherer fragen, ob ein Freischaden in Ihrer Stufe möglich ist und was er in Euro kostet.
  3. Prämie der Stufe drei darüber erfragen und die Mehrprämie über die Jahre zusammenzählen.
  4. Einschätzen, ob Sie in den nächsten Jahren beim Versicherer bleiben.
  5. Rückkaufsregeln und Frist für kleine Schäden klären.

Checkliste

  • Kosten des Freischadens in Euro bekannt
  • Anzahl geschützter Schäden geklärt, einer, einer pro Jahr oder unbegrenzt
  • Stufe, in der der Schutz angeboten wird, erreicht
  • Klar, ob der Schutz auch die Kasko betrifft
  • Frist für den Rückkauf kleiner Schäden notiert

Häufige Fehler

  • Freischaden abschließen und im nächsten Jahr den Versicherer wechseln
  • Einen Prozentzuschlag akzeptieren, ohne ihn in Euro umzurechnen
  • Kleine Schäden über den Freischaden laufen lassen, obwohl ein Rückkauf billiger wäre

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gibt es in Österreich einen Rabattschutz wie in Deutschland?

Ja, unter Namen wie Freischaden, Bonusretter oder Bonusstufenvorteil. Er hält Ihre Bonus-Malus-Stufe nach einem verschuldeten Schaden.

Was kostet ein Freischaden?

Bei einzelnen Versicherern rund 31 bis 41 Euro im Jahr, bei anderen etwa 10 Prozent Zuschlag auf die Haftpflichtprämie.

Nehme ich den Freischaden zu einem anderen Versicherer mit?

Nein. Der Schutz endet mit dem Vertrag, der neue Versicherer stuft nach den tatsächlichen Schäden ein.

Wie viele Stufen verliere ich ohne Schutz?

Im üblichen Modell drei Stufen je verschuldetem Schaden. Einzelne Versicherer haben eigene Regeln.

Zählt ein Schaden, an dem ich keine Schuld habe?

Nein. Zahlt die Versicherung des anderen, bleibt Ihre Stufe unverändert.

Kann ich den Freischaden in jeder Stufe abschließen?

Meist nicht. Viele Versicherer bieten ihn nur in guten Stufen an, etwa bis Stufe 5 oder 6.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Kfz-Versicherung

Wir vergleichen mehrere Versicherer und melden uns mit einem Vorschlag. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Kfz-Versicherung (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko)

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: +49 3375 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich für den Rückruf. Hinweise zur Verarbeitung finden Sie im Datenschutz.