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Zu schnell gefahren, was kostet das in Österreich?
Kurze Antwort
Die Verwaltungsstrafe für zu schnelles Fahren trägt der Schiffsführer selbst, keine Polizze übernimmt sie. Das Verfahren dagegen trägt der Rechtsschutz. Richtig teuer wird es erst, wenn die Geschwindigkeit den Schaden mitverursacht hat.
Wie schnell Sie fahren dürfen, steht in keiner Polizze. Es steht in den Vorschriften für das Gewässer, und die sind in Österreich auf zwei Ebenen verteilt: Das Bundesrecht regelt die Donau und die Wasserstraßen, für die Seen kommen die Verordnungen der Länder dazu. Vor Badeplätzen, in Hafenbereichen und in Ufernähe liegen die Werte fast überall deutlich niedriger als draußen, und auf manchen Abschnitten ist nicht einmal die Geschwindigkeit das Thema, sondern der Wellenschlag, der dort untersagt ist. Welche Regel für Ihren Abschnitt gilt, sagt die Schifffahrtsbehörde des Landes, und der Rest steht in der Hafenordnung Ihres Platzes.
Versicherungsseitig ist der erste Satz der unbequemste: Eine Verwaltungsstrafe zahlt keine Versicherung, in keinem Tarif und in keinem Land. Sie ist eine persönliche Sanktion und damit nicht versicherbar. Was als Anonymverfügung oder Strafverfügung ins Haus kommt, bleibt also Ihre Rechnung, auch dann, wenn Sie den Vorwurf für falsch halten. Übernommen wird dafür das Verfahren: Der Wassersport-Rechtsschutz enthält den Verwaltungs- und Strafrechtsschutz samt telefonischer Rechtsberatung und gilt weltweit. Wer eine Aufforderung zur Rechtfertigung bekommt, ruft deshalb besser vorher an, denn der erste Satz, den Sie schreiben, steht später im Akt.
Der teure Fall ist ein anderer. Solange nichts passiert, kostet zu schnelles Fahren eine Strafe. Sobald bei überhöhter Geschwindigkeit etwas passiert, lautet der Vorwurf nicht mehr Verwaltungsübertretung, sondern grobe Fahrlässigkeit, und die wiegt hier schwerer als in Deutschland: Das österreichische Versicherungsvertragsrecht kennt bei grober Fahrlässigkeit keine Quote, der Versicherer ist grundsätzlich ganz leistungsfrei. Genau deshalb ist der Verzicht auf diesen Einwand kein Detail, sondern der Kern der Deckung; bei uns greift er ab Basis PLUS bis zu einem Viertel und im Premium bis zur Hälfte der Versicherungssumme, Vorsatz bleibt ausgeschlossen und Alkohol ist ausdrücklich ausgenommen. Dazu kommt die Haftpflichtseite: Der Wellenschlag, den Sie hinterlassen, ist Ihr Wellenschlag, auch für das Boot, das dadurch gegen den Steg schlägt.
Zum Merken
Die Strafe
zahlt keine Polizze, in keinem Tarif
Das Verfahren
trägt der Rechtsschutz, weltweit
Teuer wird es erst, wenn die Geschwindigkeit den Schaden mitverursacht hat. Dann geht es nicht um die Strafe, sondern um grobe Fahrlässigkeit, und die macht den Versicherer in Österreich grundsätzlich ganz leistungsfrei.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Zahlt die Versicherung meine Verwaltungsstrafe?
Nein, in keinem Tarif. Eine Geldstrafe ist eine persönliche Sanktion und damit nicht versicherbar. Versicherbar ist nur das Verfahren, das daraus entsteht.
Wer trägt dann das Verfahren?
Der Wassersport-Rechtsschutz mit Verwaltungs- und Strafrechtsschutz, weltweit und mit telefonischer Rechtsberatung. Was er für Ihr Boot kostet, zeigt der Rechner mit Wohnsitz und Flagge Österreich.
Mein Boot wurde im Ausland beschlagnahmt, was jetzt?
Wird eine Sicherheitsleistung verlangt, stellen wir sie als kurzfristiges Darlehen bereit, im Premium der Haftpflicht bis zu der im Werk genannten Grenze und höchstens bis zum Wert des Fahrzeugs, über die Assistance in kleinerem Rahmen. Das ist der Unterschied zwischen heimfahren und warten.
Was passiert, wenn bei zu hoher Geschwindigkeit etwas kaputtgeht?
Dann geht es nicht mehr um die Strafe, sondern um grobe Fahrlässigkeit, und die macht den Versicherer in Österreich grundsätzlich ganz leistungsfrei. Was davon abgefedert wird, entscheidet der Verzicht in Ihrem Werk: bei uns ab Basis PLUS bis zu einem Viertel, im Premium bis zur Hälfte der Versicherungssumme.
Wie schnell darf ich auf einem österreichischen See fahren?
Das entscheidet die Verordnung des Landes für dieses Gewässer, nicht der Bootstyp und nicht der Vertrag. Dazu kommt die Hafenordnung Ihres Platzes, die im Hafenbereich meist strenger ist als das Gewässer draußen.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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