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Onlinebetrug beim Bootskauf: Falsche Inserate erkennen, bevor Sie zahlen
Kurze Antwort
Auf Bootsbörsen finden sich immer wieder Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein: billige Yachten, Verkäufer angeblich im Ausland, Geld vorab per Überweisung. Wer erst nach Besichtigung und mit Papieren zahlt, ist vor fast jedem falschen Inserat sicher.
Gebrauchte Boote werden heute fast nur noch über Bootsbörsen im Internet gehandelt, und mit dem Markt ist auch der Onlinebetrug gewachsen. Der Ablauf ähnelt sich fast immer. Ein gepflegtes Boot steht deutlich unter dem üblichen Preis im Netz, die Fotos sind tadellos, der Verkäufer arbeitet angeblich im Ausland und kann keine Besichtigung anbieten. Stattdessen soll eine Spedition das Boot gegen Anzahlung bringen oder ein angeblicher Treuhanddienst das Geld verwahren. Sobald die Überweisung durch ist, sind Inserat und Verkäufer weg.
Hellhörig sollten Sie werden bei einem Preis weit unter vergleichbaren Booten, bei Zeitdruck, bei Kontakt nur über Mail oder Messenger, bei ausweichenden Antworten auf die Frage nach Besichtigung und Papieren, bei Konten im Ausland und bei Treuhanddiensten, die Ihnen nichts sagen. Laden Sie die Fotos in eine umgekehrte Bildersuche, oft tauchen sie in alten Inseraten wieder auf. Lassen Sie sich die Rumpfnummer geben und gleichen Sie sie mit den Papieren ab. Im Zweifel rufen Sie den Hafen oder Yachtclub an, in dem das Boot angeblich liegt, ob am Neusiedler See oder in einer Marina in Kroatien.
Halten Sie sich an eine einfache Regel: kein Geld ohne Besichtigung, Probefahrt und Papiere. Lassen Sie sich Eigentumsnachweis, Kaufbelege, Zulassung oder Internationalen Bootsschein zeigen und klären Sie, ob noch ein Kredit auf dem Boot lastet. Bezahlt wird erst bei der Übergabe, gegen Quittung und mit schriftlichem Kaufvertrag, bei größeren Summen nach einem Gutachten. Ist es doch passiert, melden Sie sich sofort bei Ihrer Bank und erstatten Anzeige bei der Polizei. Bei NAMMERT gibt es eine Vorlage für den Kaufvertrag beim privaten Bootskauf, auch zweisprachig für den Kauf im Ausland. Die Kasko für das neue Boot können Sie schon vor der Übergabe abschließen, damit es vom ersten Tag an versichert ist. Verkaufen Sie ein versichertes Boot, tritt der Käufer in die Kasko ein, Ziffer A-17.1.1. Vor dem Betrug selbst schützt keine Bootsversicherung, das gelingt nur mit Vorsicht vor der Zahlung.
Zum Merken
Zu günstig
ist meist zu schön, um echt zu sein
Zuerst ansehen
danach bezahlen
Ohne Besichtigung, Papiere und Vertrag fließt kein Geld.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wie erkenne ich ein gefälschtes Bootsinserat?
Typisch sind ein Preis weit unter Markt, ein Verkäufer im Ausland, keine Möglichkeit zur Besichtigung, Druck zur schnellen Zahlung und ein Treuhanddienst, den Sie nicht kennen.
Soll ich beim Bootskauf eine Anzahlung leisten?
Nur wenn Sie Boot, Papiere und Verkäufer selbst gesehen und geprüft haben, am besten mit schriftlichem Vertrag. Vorauszahlung an Unbekannte ist das klassische Muster beim Betrug.
Was mache ich, wenn ich auf ein falsches Inserat hereingefallen bin?
Rufen Sie sofort Ihre Bank an, damit sie die Überweisung nach Möglichkeit zurückholt, und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Speichern Sie alle Nachrichten und das Inserat als Beweis.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77
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