Versicherungen für Taxiunternehmen und Fahrdienste in Österreich
Ein Taxi fährt in einem Jahr so viel wie ein Privatauto in fünf, meist in der Stadt, oft nachts, mit Fahrgästen an Bord. Seit Taxi und Mietwagen nach dem Gelegenheitsverkehrsgesetz ein gemeinsames Gewerbe sind, gelten für beide dieselben Regeln. Hier steht, welche Versicherung Pflicht ist, welche Ihr Einkommen schützt und was ein Taxi in Österreich im Jahr kostet.
Warum ist die Versicherung für mein Taxi so viel teurer als privat?
Weil ein Taxi viel mehr fährt, vor allem im dichten Stadtverkehr, und weil Fahrgäste an Bord sind, die bei einem Unfall Ansprüche stellen. Versicherer rechnen Taxis und Mietwagen deshalb in eigenen Tarifgruppen, und einige nehmen sie gar nicht. Sparen können Sie über einen guten Bonus-Malus-Verlauf, einen höheren Kasko-Selbstbehalt und einen Flottenvertrag ab drei Fahrzeugen. Einen günstigen Privattarif für ein Taxi zu nutzen, ist keine Option: Das gefährdet im Schadenfall den Schutz.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Unfälle mit Fahrgästen
Ein Auffahrunfall mit vier Fahrgästen ergibt vier Ansprüche auf Schmerzensgeld und Verdienstentgang. Das ist der teure Schaden im Taxigewerbe.
02
Fahrzeug steht
Nach einem Unfall steht das Taxi zwei Wochen in der Werkstatt. Jeder Tag ohne Auto ist ein Tag ohne Umsatz, Leasing und Konzession laufen weiter.
03
Übergriffe und Raub
Nachtfahrten bergen das Risiko von Überfällen, Zechprellerei und Beschädigung durch Fahrgäste.
04
Parkschäden und Hagel
Taxis stehen viel im Freien und an Standplätzen. Hagel, Parkrempler und Vandalismus treffen sie häufiger als Privatautos.
05
Streit mit Fahrgästen
Beschwerden über Fahrpreis, Umwege oder Verhalten landen bei der Behörde oder vor Gericht. Das kostet Zeit und Anwalt.
06
Lange Schichten
Sitzen, Nachtarbeit, Stress im Verkehr: Rücken, Herz und Schlaf der Lenker leiden. Wer ausfällt, verdient nichts.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für Taxiunternehmen mit eigener Buchungs-App und Kundendaten.
Was es kostet: Beispielprämien
Die Kfz-Versicherung ist bei Taxis der größte Posten. Sie hängt von Fahrzeug, Leistung, Bonus-Malus-Stufe, Region und Schadenverlauf ab. Wien ist teurer als das Land.
Vollkasko für ein neues Taxi im Wert von 45.000 Euro, 1.000 Euro Selbstbehalt
etwa 1.600 bis 3.500 Euro im Jahr
Unfallversicherung
Insassenunfall für fünf Sitzplätze
etwa 80 bis 200 Euro im Jahr
Firmenrechtsschutz
Taxiunternehmen mit drei Fahrzeugen, Fahrzeug-, Arbeits- und Vertragsrechtsschutz
etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr
Flottenversicherung
Fünf Taxis mit Haftpflicht und Vollkasko im Flottenvertrag
etwa 14.000 bis 30.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Kfz-Haftpflicht für ein Taxi kostet im Jahr etwa so viel, wie 50 bis 100 Fahrten vom Wiener Stadtzentrum zum Flughafen Schwechat einbringen.
Richtwerte, Kfz-Beiträge einschließlich der mit der Prämie eingehobenen Steuern,
sonst ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026.
Zur Einordnung: Für einen privaten Golf nennt durchblicker.at eine Haftpflicht ab rund 50 Euro im
Sechs Schäden, die im Taxigewerbe wirklich vorkommen, hier alle in einer einzigen Doppelschicht in Wien. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt51.500 Euro
Im Frühverkehr auf dem Gürtel fahren Sie einem bremsenden Lieferwagen auf. Ihre Fahrgästin hat ein Schleudertrauma.
16.000 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Das eigene Taxi hat Front und Kühler beschädigt und steht zwei Wochen in der Werkstatt.
9.500 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Beim Arzt zeigt sich: Ihre Schulter ist beim Unfall am Morgen verletzt worden, Sie fallen einen Monat aus.
6.000 Euro · Zahlt: Unfallversicherung
Ein Hagelschauer erwischt das Ersatztaxi am Standplatz. Dach und Motorhaube sind verbeult.
5.800 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Ein Fahrgast beschwert sich bei der Behörde über einen angeblichen Umweg. Es folgt ein Verwaltungsstrafverfahren.
2.200 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Beim Aussteigen öffnet ein Fahrgast die Tür in einen vorbeifahrenden Radfahrer.
12.000 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 51.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Geben Sie beim Abschluss den Einsatz als Taxi oder Mietwagen immer korrekt an. Ein falsch deklarierter Tarif kann im Schadenfall teuer werden.
Wählen Sie in der Haftpflicht eine höhere Deckung als die gesetzlichen 7,79 Mio. Euro. Bei mehreren verletzten Fahrgästen zählt jeder Euro.
Rechnen Sie aus, ob ein höherer Kasko-Selbstbehalt günstiger ist als häufige kleine Kaskomeldungen, die den Verlauf verschlechtern.
Fragen Sie nach Ersatzfahrzeug oder Ausfallentschädigung in der Kasko. Einige Versicherer bieten das für Taxis an.
Schließen Sie eine Insassen- oder Lenkerunfallversicherung ab. Die Kfz-Haftpflicht zahlt nichts, wenn Sie selbst schuld sind.
Halten Sie Taxilenkerausweise Ihrer Lenker aktuell, sie laufen fünf Jahre. Fahren ohne gültigen Ausweis ist ein Verstoß, der auch den Versicherer interessiert.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir finden Versicherer, die Taxis nehmen
Nicht jedes Haus versichert Taxis und Mietwagen. Als Makler wissen wir, wo ein Angebot realistisch ist, und vergleichen die Bedingungen.
Wir kennen die Schadenpraxis
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wir wissen, wie man einen Unfall so meldet, dass er zügig bearbeitet wird.
Betrieb und Privat aus einer Hand
Taxi, Privatauto, Wohnung und Ihre Vorsorge laufen bei uns zusammen, mit einem Ansprechpartner.
Familienbetrieb seit 1989
Deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Kostenlos für Sie, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Versicherung ist für ein Taxi Pflicht?
Die Kfz-Haftpflicht nach dem KHVG, mit mindestens 7,79 Mio.
Euro je Schadenfall.
Kasko, Insassenunfall und Rechtsschutz sind freiwillig, aber im Taxigewerbe sehr üblich.
Was brauche ich für eine Taxikonzession?
Die bestandene Eignungsprüfung, Zuverlässigkeit,
Abstellplätze außerhalb der Straße und Eigenkapital von mindestens 7.500 Euro je Fahrzeug,
bestätigt durch Steuerberater oder Bilanzbuchhalter.
Was kostet die Versicherung für ein Taxi?
Die Haftpflicht liegt etwa zwischen 1.800 und 4.000 Euro im Jahr,
mit Vollkasko sind es für ein neues Fahrzeug etwa 3.500 bis 7.500 Euro,
je nach Stadt und Schadenverlauf.
Sind meine Fahrgäste versichert?
Verletzt sich ein Fahrgast bei einem Unfall, zahlt die Kfz-Haftpflicht des schuldigen Fahrzeugs,
auch Ihre eigene,
wenn Sie schuld sind.
Eine Insassenunfallversicherung zahlt zusätzlich unabhängig von der Schuldfrage.
Kann ich mein Taxi über einen Privattarif versichern?
Nein.
Die gewerbliche Personenbeförderung muss angegeben werden.
Ein Privattarif für ein Taxi kann im Schadenfall zu Regress und Kündigung führen.
Gilt das auch für Mietwagen und Fahrdienste über Apps?
Ja.
Seit Taxi und Mietwagen in einem Gewerbe zusammengeführt sind, gelten für Konzession,
Taxilenkerausweis und Versicherung dieselben Grundsätze.
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