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Versicherungsmakler / Betriebsarten / Transport und Logistik

Versicherungen für Bus- und Reiseverkehrsunternehmen in Österreich

Fünfzig Fahrgäste, eine Passstraße in Südtirol, ein Lenker nach neun Stunden am Steuer. Ein Busunternehmen trägt Verantwortung für viele Menschen gleichzeitig, und ein einziger Unfall kann Schäden in Millionenhöhe auslösen. Dazu kommen Pauschalreisen, Schulfahrten und Linienverträge mit eigenen Anforderungen. Hier steht, was davon versichert sein muss und was es kostet.

Versicherungen für Busunternehmen

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Reicht die gesetzliche Mindestsumme für einen Reisebus?

Für Omnibusse schreibt das KHVG bereits deutlich höhere Summen vor als für Pkw, gestaffelt nach der Zahl der Plätze. Bei einem schweren Unfall mit vielen Verletzten im Ausland können die Ansprüche trotzdem darüber liegen, weil jeder Fahrgast Heilkosten, Schmerzensgeld und Verdienstentgang fordert. Die meisten Busunternehmen vereinbaren deshalb deutlich höhere Deckungen, oft pauschal über 50 oder 100 Mio. Euro. Der Aufpreis ist im Verhältnis gering.

Was in dieser Branche schiefgeht

  1. 01

    Unfall mit vielen Verletzten

    Ein Auffahrunfall, ein Abkommen von der Fahrbahn auf der Autobahn: Bei 50 Fahrgästen entstehen 50 Ansprüche, oft in mehreren Ländern.

  2. 02

    Ausfall eines Busses

    Ein Motorschaden oder Unfall in der Hauptsaison bedeutet Ersatzbus, abgesagte Fahrten und Ärger mit Veranstaltern und Schulen.

  3. 03

    Brand im Fahrzeug

    Überhitzte Bremsen, Kabelbrände im Motorraum oder in Standheizungen: Busbrände sind selten, aber meist Totalschäden.

  4. 04

    Stürze beim Ein- und Aussteigen

    Ältere Fahrgäste auf Reisen, Schulkinder im Gedränge: Stürze auf Stufen und im Gang während der Fahrt.

  5. 05

    Pauschalreisen

    Wer Busreisen mit Hotel verkauft, haftet für die ganze Reise und muss Kundengelder gegen die eigene Insolvenz absichern.

  6. 06

    Lenkzeiten und Behörden

    Kontrollen im In- und Ausland, Verwaltungsstrafen, Streit um Lenk- und Ruhezeiten mit Lenkern und Behörden.

Risiko-Radar
Haftung 5Feuer und Wasser 4Diebstahl 3Cyber 3Ausfall 5Gesundheit 5

Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.

Welche Versicherungen Sie brauchen

Unverzichtbar

Flottenversicherung

Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht. Ein Flottenvertrag bündelt Haftpflicht und Kasko für Reisebusse, Linienbusse und Kleinbusse mit einem Stichtag.

Betriebshaftpflicht

Für Schäden außerhalb des Fahrbetriebs, etwa in Werkstatt und Garage, bei Ausflügen, und als Veranstalterhaftpflicht bei eigenen Reisen.

Dringend empfohlen

Betriebsgebäude

Für Garage, Werkstatt und Waschhalle, in denen Busse im Wert von Millionen über Nacht stehen.

Betriebsunterbrechung

Zahlt laufende Kosten und entgangenen Gewinn, wenn die Garage nach einem Brand ausfällt und Busse nicht fahren können.

Firmenrechtsschutz

Für Verwaltungsstrafverfahren im In- und Ausland, Streit mit Reiseveranstaltern und arbeitsrechtliche Fragen mit Lenkern.

Sinnvoll je nach Betrieb

Reiseversicherung

Reiserücktritts- und Reiseschutzpakete, die Sie Ihren Fahrgästen zu Busreisen mit anbieten.

Was es kostet: Beispielprämien

Der größte Posten ist die Kfz-Versicherung der Busse. Sie hängt von Sitzplätzen, Einsatz als Reise-, Linien- oder Schulbus, Schadenverlauf und Deckungssumme ab.

VersicherungBeispielRichtwert
FlottenversicherungReisebus mit 50 Plätzen, Kfz-Haftpflicht mit erhöhter Deckung, Einsatz in Europaetwa 3.000 bis 7.000 Euro im Jahr
FlottenversicherungVollkasko für einen Reisebus im Wert von 350.000 Euroetwa 5.000 bis 11.000 Euro im Jahr
FlottenversicherungKleinbus mit neun Sitzplätzen für Schul- und Transferfahrten, Haftpflichtetwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr
BetriebshaftpflichtBusunternehmen mit zehn Bussen, Werkstatt und eigenen Reisen, 10 Mio. Euroetwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr
BetriebsgebäudeGarage und Werkstatt im Neuwert von 1,5 Mio. Euroetwa 1.800 bis 4.000 Euro im Jahr

Zum Vergleich: Die Kfz-Haftpflicht für einen Reisebus kostet im Jahr etwa so viel wie zwei bis drei Tagesfahrten mit einem vollen Bus an den Gardasee.

Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer und ohne Kraftfahrzeugsteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis; öffentliche Tarifbeispiele für Busse gibt es kaum. Die Mindestsummen stehen im KHVG, das genaue Angebot holen wir für Sie ein.

Quellen der Preisbeispiele

Unsere Vorschläge: drei Pakete

01

Kleinbus

Für: Transfer-, Schul- oder Shuttleunternehmen mit Kleinbussen bis neun Plätze

  • Flottenversicherung
  • Betriebshaftpflicht
  • Firmenrechtsschutz

Zusammen etwa 2.500 bis 5.000 Euro je Fahrzeug im Jahr mit Kasko

Dieses Paket anfragen

02

Reisebus

Für: Unternehmen mit zwei bis zehn Reisebussen und Gelegenheitsverkehr

  • Flottenversicherung
  • Betriebshaftpflicht
  • Firmenrechtsschutz
  • Gruppenunfallversicherung

Zusammen etwa 8.000 bis 18.000 Euro je Bus im Jahr mit Kasko

Dieses Paket anfragen

03

Reiseveranstalter

Für: Busunternehmen mit Garage, Werkstatt und eigenen Pauschalreisen

  • Flottenversicherung
  • Betriebshaftpflicht
  • Firmenrechtsschutz
  • Gruppenunfallversicherung
  • Betriebsgebäude
  • Betriebsunterbrechung
  • Cyberversicherung
  • Reiseversicherung

Zusammen individuell, je nach Flotte und Reisevolumen

Dieses Paket anfragen

Der schlimmste Tag im Busunternehmen

Sechs Schäden, die Busunternehmen wirklich kennen, hier alle an einem Samstag in der Hauptsaison. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

Schaden bis jetzt887.300 Euro
  1. Beim Einsteigen am Treffpunkt stürzt eine ältere Dame auf der Stufe und bricht sich die Hüfte.

    28.000 Euro · Zahlt: Flottenversicherung

  2. Auf der Brennerautobahn fährt der Bus am Stauende auf einen Kleintransporter auf. Mehrere Fahrgäste sind verletzt.

    380.000 Euro · Zahlt: Flottenversicherung

  3. Der Reisebus selbst hat einen schweren Frontschaden und muss abgeschleppt werden.

    85.000 Euro · Zahlt: Flottenversicherung

  4. Ein italienischer Kontrolleur beanstandet Ruhezeiten. Es folgen Strafe und Verfahren im Ausland.

    4.500 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz

  5. Bei der Stadtführung Ihrer eigenen Pauschalreise stolpert ein Gast über eine schlecht gesicherte Absperrung und bricht sich den Arm.

    9.800 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  6. In der Garage fängt die Standheizung eines Busses Feuer. Dach, Tore und Elektrik der Halle sind zerstört.

    380.000 Euro · Zahlt: Betriebsgebäude

Welches Paket hätten Sie gehabt?

Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 887.300 Euro

Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.

Konkrete Tipps vom Makler

  1. Vereinbaren Sie in der Kfz-Haftpflicht eine Pauschaldeckung weit über dem Gesetz. Bei Unfällen im Ausland mit vielen Verletzten reicht das Minimum nicht.
  2. Achten Sie in der Kasko auf Neuwertentschädigung in den ersten Jahren und auf Abschleppkosten aus dem Ausland.
  3. Fragen Sie nach einer Ersatzbuskostenklausel. Sie zahlt den Mietbus, wenn Ihr Fahrzeug nach einem Schaden ausfällt.
  4. Wenn Sie Pauschalreisen verkaufen, klären Sie Eintragung und Kundengeldabsicherung vor der ersten Buchung.
  5. Prüfen Sie, ob Ihre Betriebshaftpflicht Veranstalterrisiken aus eigenen Reisen einschließt. Oft ist das ein eigener Baustein.
  6. Brandmelder und Löschanlagen in der Garage senken die Prämie der Gebäudeversicherung und schützen die teuerste Flotte in Ihrer Region.

Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

Wir kennen die Verantwortung für viele Menschen

Auch bei Charteryachten geht es um Gäste an Bord und Schäden fern der Heimat. Dieses Denken bringen wir in Ihren Busvertrag mit.

Mehrere Versicherer, ehrlicher Vergleich

Nicht jedes Haus versichert Reisebusse. Als Makler wissen wir, wo ein Angebot realistisch ist, und vergleichen Deckung, Selbstbehalt und Ersatzbusklauseln.

Schadenpraxis von innen

In der Bootsversicherung regulieren wir selbst. Wir wissen, wie ein Großschaden mit vielen Beteiligten sauber aufgenommen wird.

Familienbetrieb seit 1989

Deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Kostenlos für Sie, die Vergütung zahlt der Versicherer.

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Welche Versicherung ist für ein Busunternehmen Pflicht?

Die Kfz-Haftpflicht für jeden Bus, mit höheren gesetzlichen Mindestsummen als beim Pkw. Weitere Pflichten ergeben sich aus der Konzession und, bei eigenen Pauschalreisen, aus dem Reiserecht.

Was kostet die Versicherung für einen Reisebus?

Die Haftpflicht liegt etwa zwischen 3.000 und 7.000 Euro im Jahr, mit Vollkasko für einen neuen Bus eher 8.000 bis 18.000 Euro, je nach Einsatz und Schadenverlauf.

Sind Fahrgäste bei einem Sturz im Bus versichert?

Wenn der Sturz mit dem Betrieb des Busses zusammenhängt, etwa beim Bremsen oder Einsteigen, zahlt in der Regel die Kfz-Haftpflicht.

Brauche ich als Busunternehmer eine Reiseveranstalter-Absicherung?

Nur wenn Sie selbst Pauschalreisen anbieten, also Fahrt und Unterkunft oder andere Leistungen gemeinsam verkaufen. Für reine Mietbusfahrten nicht.

Was passiert, wenn ein Bus in der Saison ausfällt?

Die Kasko zahlt die Reparatur. Den Mietbus und den entgangenen Gewinn zahlt sie nur, wenn Ersatzfahrzeugkosten oder eine Betriebsunterbrechung vereinbart sind.

Sind meine Lenker im Ausland unfallversichert?

Bei Arbeitsunfällen leistet die AUVA auch im Ausland. Eine Gruppenunfallversicherung ergänzt das mit Kapital und Rücktransport.

NAMMERT Versicherungsmakler

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Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Betriebshaftpflichtversicherung

Firmenrechtsschutzversicherung

Betriebsgebäudeversicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung

Kfz-Flottenversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

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Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige (ÖNACE entspricht auf Klassenebene der europäischen NACE):

  • 49.11 Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr
  • 49.12 Sonstige Personenbeförderung im Schienenverkehr
  • 49.31 Personenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
  • 49.34 Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
  • 49.39 Sonstige Personenbeförderung im Landverkehr a. n. g.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

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