Versicherungen für Elektrotechnik und Elektronikfertigung in Österreich
Eine Platine, die im Gerät des Kunden überhitzt. Ein Schaltschrank, der eine Fertigungsstraße lahmlegt. Ein Lager voller Lithium-Akkus. In der Elektronikfertigung sind die Teile klein und die Folgen groß. Hier steht, wie Bestücker, Schaltanlagenbauer und Gerätehersteller sich absichern und was das kostet.
Muss ich als Zulieferer für den Rückruf meines Kunden zahlen?
Wenn Ihre Baugruppe fehlerhaft war, holt sich der Kunde seine Kosten bei Ihnen. Die Produkthaftpflicht zahlt Aus- und Einbau nur, wenn diese Erweiterung vereinbart ist. Den Rückruf selbst, also Logistik, Information und Austauschaktion, zahlt nur eine eigene Rückrufkostenversicherung. Für Zulieferer der Auto- und Medizintechnik gehört beides dazu.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Serienfehler
Ein falscher Kondensator, eine kalte Lötstelle: Wenn Tausende Geräte betroffen sind, zahlt der Hersteller Austausch und Rückruf.
02
Brand beim Endkunden
Ein überhitztes Netzteil oder ein Akku setzt eine Wohnung in Brand. Solche Schäden erreichen schnell sechsstellige Summen.
03
Akkus im Lager
Lithium-Akkus können sich selbst entzünden. Ein Brand im Lager ist schwer zu löschen und zerstört Material und Ware.
04
Teure Fertigungsanlagen
Bestückungsautomaten, Reflow-Öfen und Prüfsysteme sind empfindlich. Überspannung und Bedienfehler treffen genau sie.
05
Geistiges Eigentum
Firmware, Schaltpläne und Kundendaten sind Ziel von Angriffen und Erpressung.
06
Stromunfälle
Bei Prüfung und Inbetriebnahme arbeiten Dienstnehmer an Spannung. Fehler enden mit schweren Verletzungen.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für Geschäftsführer, denen Fehler bei Qualitätsmanagement oder Verträgen vorgeworfen werden.
Was es kostet: Beispielprämien
Maßgeblich sind Umsatz, Kundenbranchen und Exportanteil. Wer an Auto-, Medizin- oder Luftfahrtindustrie liefert, zahlt deutlich mehr als ein Schaltschrankbauer für das regionale Gewerbe.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Schaltschrankbauer mit acht Dienstnehmern, Kunden in Österreich, 5 Mio. Euro Versicherungssumme
etwa 1.000 bis 2.500 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Elektronikfertiger für die Autoindustrie mit Aus- und Einbaukosten
etwa 5.000 bis 15.000 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Bestückungslinie und Prüftechnik mit Neuwert 800.000 Euro
etwa 2.000 bis 5.000 Euro im Jahr
Betriebsinhalt
Bauteile und Ware im Wert von 500.000 Euro, mit Akkus
etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Betrieb mit Konstruktionsdaten und Firmware, 500.000 Euro Summe
etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Haftpflicht eines kleinen Schaltschrankbauers kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Tage Inbetriebnahme beim Kunden.
Richtwerte aus unserer Angebotspraxis, Stand September 2026, ohne 11 Prozent Versicherungssteuer.
Zulieferer der Auto- und Medizintechnik werden einzeln und oft mit Fragebogen zum
Sechs Schäden, wie sie Elektronikfertiger und Schaltanlagenbauer wirklich treffen. Hier alle an einem Dienstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt439.000 Euro
Ein Blitzeinschlag in der Nacht hat die Steuerung des Bestückungsautomaten zerstört.
65.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Ein Gerätehersteller meldet überhitzende Netzteile. 12.000 Geräte müssen geöffnet und umgebaut werden.
180.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Bei der Inbetriebnahme eines Schaltschranks brennt beim Kunden ein Frequenzumrichter durch, die Anlage steht zwei Tage.
40.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Im Lager entzündet sich ein beschädigter Akku. Regale und Bauteile sind verbrannt oder verrußt.
85.000 Euro · Zahlt: Betriebsinhalt
Angreifer stehlen Firmware und drohen, sie zu veröffentlichen.
60.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Ein Prüfgerät fällt bei der Messe in Wien vom Stand.
9.000 Euro · Zahlt: Transportversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 439.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Vereinbaren Sie eine erweiterte Produkthaftpflicht mit Aus- und Einbau-, Prüf- und Sortierkosten.
Klären Sie Lieferungen nach Nordamerika vor dem ersten Auftrag, sie sind oft ausgeschlossen.
Lagern Sie Lithium-Akkus getrennt und melden Sie Mengen offen, damit der Versicherungsschutz sicher ist.
Versichern Sie Fertigungsanlagen über die Elektronikversicherung, nicht nur über die Feuerversicherung.
Prüfen Sie Ihre Lieferverträge auf Haftungsübernahmen, die über das Gesetz hinausgehen; die deckt keine Versicherung automatisch.
Denken Sie bei Medizintechnik an die höheren Summen, die Kunden im Liefervertrag verlangen.
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Als Makler vergleichen wir, ob die Produkthaftpflicht das abdeckt, was Ihre Kunden in Qualitätsvereinbarungen verlangen.
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Unsere Beratung kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer. Telefon +49 3375 29 12 77.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Braucht ein Elektronikfertiger eine Produkthaftpflicht?
Ja.
Das Produkthaftungsgesetz verlangt Deckungsvorsorge,
und Industriekunden verlangen den Nachweis mit bestimmten Summen.
Was ist der Unterschied zwischen Elektronik- und Maschinenversicherung?
Die Elektronikversicherung deckt elektronische Geräte gegen fast alle Schäden, auch Überspannung,
Feuchtigkeit und Bedienfehler.
Die Maschinenversicherung ist für mechanische Anlagen gedacht.
Deckt die Versicherung einen Rückruf?
Nur mit eigenem Rückrufkostenbaustein.
Die Produkthaftpflicht allein zahlt erst, wenn ein Schaden entstanden ist.
Bin ich als Importeur von Elektronik haftbar?
Ja, wer Geräte aus Staaten außerhalb des EWR einführt, haftet wie ein Hersteller.
Was kostet der Versicherungsschutz für einen Schaltschrankbauer?
Haftpflicht, Elektronik und Inhalt zusammen liegen für einen kleinen Betrieb bei etwa 2.500 bis
6.000 Euro im Jahr.
Sind Monteure bei Inbetriebnahmen im Ausland versichert?
Über die AUVA meist ja, wenn die Entsendung gemeldet ist.
Die Haftpflicht muss den Auslandseinsatz ebenfalls einschließen.
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