Versicherungen für Bootsverleih, Tretboote, SUP und Freizeitverleih in Österreich
Am Wolfgangsee, am Wörthersee oder an der Alten Donau steigen jeden Sommertag Menschen in Ihre Boote, die vorher nie ein Ruder gehalten haben. Die meisten österreichischen Seen erlauben kaum Verbrennungsmotoren, also sind es Elektroboote, Tretboote, Ruderboote und SUP, und gerade die unerfahrenen Gäste verursachen die Schäden. Bei Booten sind wir nicht nur Makler, sondern Assekuradeur mit eigenen Tarifen.
Wer zahlt, wenn ein Gast mit meinem Elektroboot den Steg rammt?
Den Schaden am fremden Steg oder Boot zahlt Ihre Haftpflicht, wenn die Vermietung darin versichert ist; die private Haftpflicht des Gastes deckt gemietete Boote meist nicht. Den Schaden an Ihrem eigenen Boot zahlt nur eine Bootskasko. Ob Sie den Gast in Regress nehmen können, hängt vom Mietvertrag und seiner Schuld ab. Deshalb gehören Haftpflicht und Kasko für Vermietflotten zusammen.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Unerfahrene Gäste
Kaum jemand braucht für ein Elektroboot unter 4,4 kW einen Befähigungsausweis. Anlegemanöver, Wind und Wellen von Linienschiffen überfordern viele Mieter.
02
Badende und Schwimmer
In Ufernähe schwimmen im Sommer Hunderte Menschen. Ein Schwimmer, der vom Boot getroffen wird, ist der teuerste Haftpflichtfall am See.
03
Kentern und Kälte
Ein SUP-Board kippt, ein Kind fällt aus dem Tretboot. Rettung, Suche und Folgeschäden treffen den Vermieter, wenn Westen oder Einweisung gefehlt haben.
04
Sturm und Gewitter
Föhnstürme und Sommergewitter kommen auf Alpenseen schnell. Boote reißen sich los, schlagen gegen den Steg oder sinken.
05
Diebstahl und Vandalismus
Außenborder, Akkus und Boards verschwinden nachts vom Steg. Elektroboote werden aufgebrochen und beschädigt.
06
Kurze Saison
Der Verleih verdient in zwölf Sommerwochen. Ein Brand im Bootshaus oder ein Hochwasser im Juni kostet das halbe Jahr.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Deckt Schäden, die Ihre Gäste mit gemieteten Booten an Badenden, fremden Booten und Stegen verursachen; die Vermietung von Wasserfahrzeugen muss ausdrücklich eingeschlossen sein.
Die Kosten hängen vor allem von Zahl und Art der Boote ab. Tretboote und Ruderboote sind günstig, Elektroboote und Segelboote teurer, Motorboote mit Verbrennungsmotor am teuersten. Für die Kasko der Flotte rechnen wir nach unseren eigenen Tarifen als Assekuradeur.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Verleih mit bis zu 15 Tret- und Ruderbooten und SUP, 5 Mio. Euro Summe
etwa 400 bis 900 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Verleih mit zehn Elektrobooten und Segelbooten, 8 Mio. Euro Summe
etwa 900 bis 2.000 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Zum Vergleich: private Bootshaftpflicht für ein einzelnes Boot bei einem Autofahrerclub
etwa 33 bis 541 Euro, je nach Boot und Laufzeit
Betriebsinhalt
Bootshaus-Inhalt, Boards und Zubehör im Wert von 40.000 Euro
etwa 250 bis 600 Euro im Jahr
Betriebsunterbrechung
Saisonertrag bis 150.000 Euro, zusammen mit der Inhaltsversicherung
etwa 200 bis 500 Euro im Jahr zusätzlich
Zum Vergleich: Die Haftpflicht für einen Verleih mit Tret- und Ruderbooten kostet im Jahr etwa so viel wie 20 Stunden Elektrobootmiete zu je 35 Euro.
Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026.
Der Vergleichswert stammt aus einem öffentlichen österreichischen Tarif,
die übrigen Spannen sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis.
Die Kasko Ihrer Flotte kalkulieren wir als Assekuradeur selbst.
Sechs Dinge, die Bootsverleihen an österreichischen Seen wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Hitzetag im Juli. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt75.700 Euro
Über Nacht wurden drei SUP-Boards, zwei Akkus und ein Elektro-Außenborder aus dem versperrten Bootshaus gestohlen.
6.200 Euro · Zahlt: Betriebsinhalt
Ein Gast fährt mit dem Elektroboot in den Badebereich und verletzt einen Schwimmer an der Schulter.
18.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Beim Anlegen rammt ein Mietboot die Motoryacht eines Nachbarn am Hotelsteg. Rumpf und Reling sind beschädigt.
9.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Kind fällt aus dem Tretboot, der Vater springt nach und verletzt sich am Steg. Die Familie wirft Ihnen fehlende Westen vor.
7.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Gewittersturm reißt das Dach vom Bootshaus, Regen läuft auf Kassa und Ladestation.
24.000 Euro · Zahlt: Betriebsgebäude
Der Verleih bleibt eine Woche in der besten Saisonzeit zu, bis Dach und Strom wieder funktionieren.
11.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 75.700 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie im Vertrag ausdrücklich die gewerbliche Vermietung von Wasserfahrzeugen einschließen und alle Bootsarten nennen: Tretboot, Ruderboot, Elektroboot, Segelboot, SUP.
Versichern Sie die Flotte mit einer Bootskasko, die Vermietung an Dritte erlaubt. Viele Kaskotarife schließen genau das aus.
Wählen Sie für die Haftpflicht mindestens 5 Mio. Euro, bei Elektro- und Segelbooten eher 8 Mio. Euro pauschal.
Dokumentieren Sie jede Einweisung und die ausgegebenen Rettungswesten mit Unterschrift. Das ist im Schadenfall Ihr bester Beweis.
Prüfen Sie, ob Ihre Boote bei der Schifffahrtsbehörde zugelassen sind und ob der Mietvertrag die Regeln der Seen- und Flussverkehrsordnung nennt, etwa den Abstand zu Badeplätzen.
Rechnen Sie den Ertragsausfall nach dem Sommer, nicht nach dem Jahresdurchschnitt. Eine Woche im Juli wiegt mehr als ein Monat im Herbst.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Bei Booten sind wir Assekuradeur
Für Boote arbeiten wir mit eigenen Tarifen und nehmen Schäden selbst auf. Ihr gerammter Steg oder Ihr gesunkenes Elektroboot landet bei uns, nicht in einer fremden Warteschleife.
Wir kennen die Seen
Motorbootverbote, ausgeschöpfte Kennzeichen in Kärnten, Zulassung durch die Schifffahrtsbehörde: Wir wissen, wie Verleihbetriebe an österreichischen Seen arbeiten, und stimmen die Deckung darauf ab.
Flotte und Betrieb in einer Hand
Die Kasko der Boote schreiben wir selbst, Haftpflicht, Bootshaus und Ertragsausfall vergleichen wir als Makler bei mehreren Versicherern. Ein Ansprechpartner für den ganzen Steg.
Seit 1989 in Familienhand
Ein Familienbetrieb aus Brandenburg, in Österreich über die Dienstleistungsfreiheit tätig, mit kurzen Wegen am Telefon: +49 3375 29 12 77, auch mitten in der Saison.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ist eine Bootshaftpflicht in Österreich Pflicht?
Gesetzlich nicht, anders als etwa in Italien oder Kroatien.
Für einen Verleih ist sie trotzdem unverzichtbar,
und wer Steg oder Ufer pachtet, muss sie fast immer nachweisen.
Brauche ich für einen Bootsverleih einen Gewerbeschein?
Ja.
Die Vermietung von Booten ist ein freies Gewerbe, das Sie bei der Bezirkshauptmannschaft anmelden.
Für die Boote selbst verlangt das Schifffahrtsrecht bei gewerblicher Vermietung in vielen Fällen
eine Zulassung durch die Schifffahrtsbehörde.
Deckt die private Haftpflicht meines Gastes das Mietboot?
Meist nicht.
Private Haftpflichtpolizzen schließen gemietete Boote oder Boote mit Motor oft aus.
Verlassen Sie sich nicht darauf und versichern Sie die Vermietung selbst.
Was kostet die Versicherung eines Tretbootverleihs?
Die Haftpflicht beginnt bei etwa 400 Euro im Jahr, mit Bootshaus-Inhalt bei rund 650 Euro.
Dazu kommt die Kasko der Boote, die sich nach Zahl und Wert der Flotte richtet.
Darf ich an jedem See Motorboote vermieten?
Nein.
Auf vielen österreichischen Seen sind Verbrennungsmotoren verboten oder kontingentiert,
in Kärnten sind die Kennzeichen für Motorboote derzeit ausgeschöpft.
Elektroboote unter 4,4 kW sind meist einfacher.
Wer zahlt, wenn ein Boot im Sturm am Steg sinkt?
Die Bootskasko, wenn Sturm eingeschlossen ist und das Boot ordnungsgemäß vertäut war.
Der Schaden an fremden Booten, die Ihr Boot beschädigt, geht an die Haftpflicht.
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