Versicherungen für Segel-, Surf- und Sportbootschulen in Österreich
Eine Segelschule am Attersee, Neusiedler See oder Traunsee setzt jeden Tag Anfänger ans Ruder, und genau dafür ist sie da. Kenterungen, Kollisionen beim Wenden und verletzte Hände an der Schot gehören zum Unterricht, die Haftung für Schüler und Boote bleibt bei der Schule. Bei Booten sind wir Assekuradeur mit eigenen Tarifen und wissen, wie solche Schäden aussehen.
Wer haftet, wenn ein Schüler bei der Wende einen anderen verletzt?
Gegenüber dem Verletzten haftet in der Regel die Schule, weil sie Ausbildung und Aufsicht übernommen hat. Die Betriebshaftpflicht der Schule zahlt berechtigte Ansprüche, einschließlich Ansprüchen von Schülern untereinander, wenn das im Vertrag steht. Wichtig ist, dass die Ausbildungstätigkeit auf dem Wasser ausdrücklich versichert ist und die Ausbilder mitversichert sind.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Baum und Schot
Der Großbaum schlägt bei der Halse über, die Schot reißt die Hand mit. Kopfverletzungen und gebrochene Finger sind die typischen Personenschäden im Segelkurs.
02
Kollision auf engem Revier
Zehn Jollen, alle mit Anfängern, auf wenigen hundert Metern. Berührungen mit fremden Booten, Bojen und Stegen sind unvermeidlich.
03
Wetter am Alpensee
Fallböen und Gewitter kommen auf Attersee und Traunsee binnen Minuten. Wer dann nicht rechtzeitig reinholt, riskiert Kenterungen und Mastbruch.
04
Das Begleitboot
Das Motorboot der Ausbilder fährt dicht an Kenternde heran. Eine Schraube ist das gefährlichste Teil im ganzen Kurs.
05
Prüfung und Schein
Ein Schüler fällt durch die Prüfung und fordert das Kursgeld zurück, ein anderer behauptet, falsch ausgebildet worden zu sein.
06
Saison und Wetter
Ein verregneter Juli oder ein Brand im Bootshaus kosten Kurse, die nicht nachgeholt werden können.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Deckt Personen- und Sachschäden aus Unterricht, Begleitboot und Vermietung, einschließlich Ansprüchen von Schülern; die Schulausbildung auf dem Wasser muss ausdrücklich eingeschlossen sein.
Die Prämie richtet sich nach Zahl und Art der Schulboote, nach der Zahl der Kursteilnehmer und danach, ob Sie auch Motorbootkurse anbieten. Die Kasko der Flotte kalkulieren wir als Assekuradeur selbst.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Segelschule mit bis zu zehn Jollen und einem Begleitboot, 5 Mio. Euro Summe
etwa 500 bis 1.100 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Segel- und Motorbootschule mit Yachten und Vermietung, 8 Mio. Euro Summe
etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr
Gruppenunfallversicherung
Kursteilnehmer pauschal, bis 600 Teilnehmer im Jahr
etwa 300 bis 800 Euro im Jahr
Betriebsinhalt
Segel, Bretter, Anzüge und Technik im Wert von 30.000 Euro
etwa 200 bis 450 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Zum Vergleich: private Bootshaftpflicht für ein einzelnes Boot bei einem Autofahrerclub
etwa 33 bis 541 Euro, je nach Boot und Laufzeit
Zum Vergleich: Die Haftpflicht einer kleinen Segelschule kostet im Jahr etwa so viel wie zwei Grundkurse für den Segelschein.
Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026.
Der Vergleichswert stammt aus einem öffentlichen österreichischen Tarif,
die übrigen Spannen sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis.
Die Kasko der Schulboote kalkulieren wir als Assekuradeur nach Ihrer Flottenliste.
Sechs Dinge, die Segel- und Surfschulen wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Kurstag im August. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt37.500 Euro
Bei der ersten Halse trifft der Großbaum eine Schülerin am Kopf. Gehirnerschütterung, Platzwunde, Krankenstand.
6.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Eine Schuljolle kollidiert beim Ablegen mit dem Holzboot eines Privatbesitzers am Nachbarsteg.
7.800 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Surfschüler bleibt mit dem Fuß in der Schlaufe hängen und reißt sich die Bänder. Es bleibt eine dauernde Einschränkung.
9.000 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Fallböe am Nachmittag: zwei Jollen kentern, eine treibt gegen ein vertäutes Ruderboot und beschädigt es schwer.
3.200 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Schüler fällt durch die Prüfung und verlangt Kursgeld, Reisekosten und Verdienstentgang zurück, weil die Ausbildung mangelhaft gewesen sei.
2.400 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Einbruch in den Materialcontainer: Segel, Trapeze und Neoprenanzüge sind weg.
8.600 Euro · Zahlt: Betriebsinhalt
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon zahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 37.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie im Vertrag die Ausbildung auf dem Wasser, das Begleitboot und Ansprüche der Schüler untereinander ausdrücklich nennen.
Versichern Sie die Schulboote mit einer Kasko, die Schulbetrieb und wechselnde Schiffsführer erlaubt. Viele Kaskotarife für Private schließen das aus.
Wählen Sie mindestens 5 Mio. Euro Haftpflicht, mit Motorbootkursen und Yachten eher 8 Mio. Euro pauschal.
Halten Sie Ihre Bewilligung nach § 141 Schifffahrtsgesetz, die Befähigungsausweise der Ausbilder und die Bootszulassungen aktuell. Fehlt etwas, kann der Versicherer die Leistung kürzen.
Legen Sie schriftlich fest, bei welchen Windstärken und Wetterwarnungen kein Kurs stattfindet, und halten Sie sich daran. Das ist im Schadenfall Ihr bester Beleg.
Bieten Sie den Kursteilnehmern eine Gruppenunfallversicherung an. Sie beruhigt Eltern und verhindert, dass jeder kleine Unfall zum Haftpflichtstreit wird.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Bei Booten sind wir Assekuradeur
Für Boote arbeiten wir mit eigenen Tarifen und nehmen Schäden selbst auf. Eine gekenterte Jolle oder ein gebrochener Mast wird bei uns von Menschen bearbeitet, die Segelboote kennen.
Wir kennen den Schulbetrieb
Wechselnde Schiffsführer, Anfänger am Ruder, Begleitboot mit Außenborder: Wir wissen, wo Standardpolizzen für Schulen versagen, und schließen die Lücken gezielt.
Flotte und Schule aus einer Hand
Die Kasko der Boote schreiben wir selbst, Haftpflicht, Unfall und Bootshaus vergleichen wir als Makler bei mehreren Versicherern. Ein Ansprechpartner für den ganzen Betrieb.
Seit 1989 ein Familienbetrieb
Hinter uns steht eine Familie, die seit 1989 mit Booten arbeitet. In Österreich sind wir über die Dienstleistungsfreiheit tätig und unter +49 3375 29 12 77 direkt erreichbar.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Braucht eine Segelschule in Österreich eine Bewilligung?
Ja.
Segel- und Surfschulen gelten als Schiffsführerschulen und brauchen eine Bewilligung nach § 141
Schifffahrtsgesetz.
Zuständig ist die Schifffahrtsbehörde, die Fachgruppe der WKO hilft bei Fragen.
Sind meine Kursteilnehmer versichert?
Nicht automatisch.
Für Schäden, die Sie verursachen, zahlt Ihre Haftpflicht.
Eigene Unfälle der Teilnehmer ohne Ihr Verschulden deckt nur eine Unfallversicherung,
etwa eine Gruppenunfallpolizze der Schule.
Was kostet die Versicherung einer Segelschule?
Die Haftpflicht beginnt bei etwa 500 Euro im Jahr.
Mit Inhalt, Unfall und Vermögensschaden liegt eine mittlere Schule meist zwischen 1.500 und 3.500
Euro, dazu die Kasko der Boote.
Sind freie Ausbilder über die Schule versichert?
Wenn sie im Vertrag genannt sind, ja, für Schäden an Dritten.
Freie Ausbilder mit eigenem Gewerbe sollten zusätzlich eine eigene Haftpflicht haben.
Deckt die Kasko Schäden durch Schüler?
Eine Kasko für Schulboote deckt Schäden durch Kollision, Kentern und Sturm auch dann,
wenn ein Schüler am Ruder war.
Achten Sie darauf, dass der Schulbetrieb im Vertrag steht.
Kann ich die Schulboote auch vermieten?
Ja, wenn Gewerbeberechtigung, Zulassung und Versicherung das abdecken.
Melden Sie die Vermietung dem Versicherer, sonst fehlt im Schadenfall der Schutz.
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Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: +49 3375 29 12 77.